Tag 89 – Rocky Mountain Nationalpark

Ohne Frühstück, nur mit Kaffee und Tee, verlassen wir Estes Park. Haben gestern doch etwas zu viel geschlemmt. Etwa 10 Meilen westlich erreichen wir schon den Eingang des Rocky Mountain Nationalparks. Leider jetzt nicht mehr wolkenlos.

Wir holen uns im Visitorcenter schnell einen Plan und fahren dann los.

 

Um es vorwegzunehmen: Der Rocky Mountain NP ist ganz anders, als wir es erwartet haben. Ich dachte an spektakuläre Szenerien wie in den Dolomiten, oder so.

Zwar ist das Sandsteingebirge, das wir bis jetzt hatten, Granit gewichen, doch die Berge sind nicht schroff, sondern eher „rund“ und groß. Trotzdem genießen wir doch die Fahrt.

 

Eine Gebirgsstraße zieht sich bis auf 3720 Meter Höhe. Hui, das spürt man schon. In den Berghütten wird Sauerstoff verkauft….. Wir fahren entlang von Schneefeldern. Die Amerikaner tummeln sich darauf und wollen alle den Schnee angreifen.

 

Auf 3600 Metern holen wir unser Frühstück nach. Unserem Generator müssen wir lange zureden, dass er trotz dieser Höhe seine Dienste tut, damit ich zumindest meine Kaffeemaschine anwerfen kann.

Leider wird es immer wolkiger und Berge ohne Sonne sind nicht so spektakulär……

Zum Wandern haben wir auch keine besondere Lust, da gibt es sicher schönere Ecken.

Also fahren wir die Straße auf der anderen Seite des Gebirges runter bis zum Grand Lake.

 

Wir kommen uns vor, wie auf der Glockner Hochalpenstraße und dann am Zellersee, aber beides ist viel schöner. Nehmen uns gleich vor, zu Hause wieder mehr in die Berge zu fahren.

Doch auf einmal neben der Straße entdecken wir etwas, was wir in Österreich sicher nicht finden. Eine Elchkuh mit ihrem Baby. Wahnsinn!!! So lieb. Schnell bildet sich ein Stau auf der Straße, die anderen wollen es auch sehen. Wir beobachten sie lange, bevor wir uns trennen können.

 

Ein Stück weiter dann gleich nochmal ein junger Elch am Flussufer und noch einige Elks, so heißt hier das Rotwild.

 

Zurück in Estes Park fahren wir gleich mit dem Shuttle in die „Stadt“. Estes Park ist eine Hauptstraße mit vielen Outdoorgeschäften, aber auch jede Menge T-Shirt Geschäften und allerlei chinesischen Indianerplunder.

Heute werden wir Essen gehen!!! Das wird ein ziemlich trostloses und enttäuschendes Unterfangen. Es gibt doch tatsächlich kein einziges Lokal, das außer Tacos, Chickenwings, Pfannenpizzas und Burgers etwas anders zu bieten hätte. Das einzige, wo es auch Steaks gibt, hat eine Wartezeit von einer Stunde. In einer Pizzeria sitzen wir schon am Platz und finden das Lokal dann so runtergekühlt und furchtbar, dass wir zeitgleich sagen, da können wir nicht bleiben.

Langer Rede, kurzer Sinn, wir gehen ein Stück weiter zu „Safeway“, entdecken Kalbsschnitzel und schon eine Stunde später, gibt’s im Camper Saltimbocca a la romana.

Die Salbeiblätter hab ich ja vom Campingplatz in Durango, welch ein Glück.

 

Glücklich leeren wir eine Flasche Wein dazu und überlegen schon, was wir uns morgen kochen werden……

 

Ein Gedanke zu „Tag 89 – Rocky Mountain Nationalpark

  1. Zum glück seit ihr hochalpin erprobt ?
    Die elche sind ja unglaublich ???
    Tolles gericht hast du gezaubert war sicher die bessere entscheidung als in einer tiefgekühlten pizzaria zusitzen ???
    Busserl lieserl

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