Tag 79 – Capital Reef Nationalpark

Robert hat sich gestern beim heutigen Campingplatz „verbucht“. Eigentlich wollten wir zurück zum Lake Powell und dort wieder den Platz von letzter Woche nehmen. Leider unterläuft ihm ein Schnitzer. Er bucht zwar am Lake Powell, aber der ist groß und der Platz ist an einer anderen Ecke, an die man nur kommt, wenn wir jetzt in Utah bleiben.

Nicht nur wegen des Auffüllens der Weinvorräte ein Drama, die Strecke ist auch viel länger.

Ich versuche noch telefonisch umzubuchen, doch während ich eine halbe Stunde in der Warteschleife hänge, beschließen wir, doch hinzufahren – überall anders ist alles ausgebucht – und uns eben noch den Capital Reef Nationalpark anzuschauen, durch den die Bundesstraße ohnehin durchfährt.

 

Im Nationalpark gibt es ein Gebiet, wo die Mormonen vor langer Zeit Obstplantagen hatten. Die sind jetzt verlassen, aber die Besucher dürfen das Obst pflücken, wenn sie Lust haben. Gerade sind die Marillen reif, so ein Glück!!! Und so werden wir zu Pflückern und ich beschließe heute Abend Marmelade einzukochen. Ich finde hier nur pick süße steife Marmelade, habe schon die 6. Sorte ausprobiert, jetzt werde ich selbst Hand anlegen. Vor allem klaube ich auch am Boden auf, so wie in unserem Schrebergarten, das sind die besten. Robert klettert auf einer Leiter herum und ist auch sehr erfolgreich.

 

Zu Mittag ein kurzer Tzaziki-Stop mit Aussicht, dann geht es auch schon weiter.

Die Strecke ist wirklich eine Wucht, da hätten wir was versäumt, doch nach 5 Stunden Fahrt ist einem auch die schöne Landschaft schon wurscht, und wir wollen nur noch ankommen….

 

Wie wenn das nicht genug wäre, ist die Fähre, die wir nehmen sollten außer Betrieb und das ergibt nochmal einen Umweg von 60 Kilometern.

 

Unnötig zu erwähnen, dass die Nerven schon etwas blank liegen. Als wir um 7 Uhr beim Platz ankommen, trauen wir unseren Augen nicht. Um 54 Dollar ein unscheinbarer sandiger Platz und der kleine Laden sperrt auch gerade zu und verkauft uns nicht mal mehr ein Bier…. Grrrrrrrr.

Auf der Strecke haben wir auch kein Geschäft mehr gefunden. Hab ich doch gemeint so eine feine noble Marina mit allem pi pa po vorzufinden, das wird dann kein Problem, da gibt’s ja alles.

Jetzt stehen wir da und haben nur einen Sack weicher Marillen….

Ok, solche Tage muss es auch geben, damit wir wissen, wie super sonst alles geklappt hat.

Das Marilleneinkochen macht mir eigentlich gar keinen Spaß, aber wenn ich warte, sind sie morgen kaputt, und ich weiß, ich würde es bereuen.

 

Wir trösten uns mit Spagetti Bolognese und Gin Tonic über den schönen aber doch etwas anstrengenden Tag hinweg.

 

 

5 Gedanken zu „Tag 79 – Capital Reef Nationalpark

  1. Ich kann mir nur schwer etwas Verrückteres vorstellen als Marillenmarmelade einzukochen auf einer Wohnwagentour. Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ihr bestätigt das.

  2. Hallo Martha! Sieht ja super aus Deine Marmelade! Glaub Dir gerne, dass es Dich am Abend nicht mehr gefreut hat nach der Tour ……
    PS Ihr habt 2 x 2. Juli auf den Berichten. Ich denke dieser Bericht ist vom 1.7.

    1. Gut aufgepasst, Sylvia ? Das Datum wird automatisch eingestellt und ist immer das Datum der Veröffentlichung. Wir arbeiten daran…..

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