Tag 68 – Flagstaff

Heute darf ich ganz lang schlafen, wir haben uns einen Ruhetag verordnet. Lange schlafen kann ich eh nicht, aber ich bleib lange im Bett. Mit Kaffee und PC ausgerüstet will ich mir endlich die Fotos vom Gand Canyon anschauen. Gestern hatte ich einfach keine Kraft mehr dafür. Schön, Schöner am Schönsten!!! Das wird wirklich nicht leicht, hier die Besten auszusuchen…. Ungern unterbreche ich fürs Frühstück.

Hier bei den Woody-Brüdern gibt es Internet nur beim Lokal am Eingang, also sitzen wir bis eins hier und bringen mal zumindest den Tagesbericht von vorgestern raus.

Danach fahren wir in die Stadt um uns Karten für das Rodeo am Wochenende zu besorgen. Ich hoffe also auf ein paar freie Tage in Flagstaff. Ich muss Robert immer etwas bremsen, sonst fährt mein Fernfahrer gleich wieder los.

 

Irgendwie ist es auch Zeit, sich mal Gedanken zum Besuch des Antelope Canyons zu machen. Das sind diese berühmten roten glatten Felsen, Sehnsuchtsmotiv aller Fotografen. Nach einigen Recherchen erkennen wir, dass es auch das Sehnsuchtsmotiv vieler Touristen sein muss. Wir sind hier im Visitorcenter und gehen sämtliche der 10 Agenturen durch, die uns genannt wurden. Wir wollen nächste Woche dort hin. NEGATIV!!!!! Alle Touren um die Mittagszeit – wo das Licht am Besten ist – sind ausgebucht. Am Nachmittag gibt es nur mehr Einzelplätze.   Panik!!!!! Robert ist sehr aufgeregt….. Da hilft nur eins, ich schnapp mir ein Telefon und ruf mal dort an. Der nette Herr dort sagt mir das Gleiche, nur morgen Mittag hat er einen Rücktritt!!! Wir handeln schnell und schlagen zu. Wieder nichts mit den Ruhetagen…. und dem Rodeo, aber auch ich bin glücklich. Überhaupt jetzt, wo wir wissen, wie schwer es ist, da reinzukommen. Es ist das Gebiet der Navajo Indianer die lassen nur eine bestimmte Anzahl zu und das lassen sie sich ordentlich zahlen.

Jetzt sind wir beide aufgeregt, weil es doch mein Wunsch war, dort zu fotografieren. Die Suche nach einem Platz für die Nacht am Lake Powell klappt auch erst auf den dritten Anlauf, doch jetzt haben wir alles beisammen. Ob wir zum Rodeo am Freitag nochmals die 250km fahren, werden wir danach entscheiden.

 

Der Ort Flagstaff, den wir eigentlich noch gar nicht richtig gesehen haben, ist eine Studentenstadt und alles verläuft sehr entspannt. Man genießt hier das Leben, genießt die vielen Lokale und durch die jungen Leute herrscht hier eine sehr aufgelockerte Stimmung. Außerdem dreht sich alles um die Route 66. Motorradfahrer – natürlich Harley Davidson Biker – , viele Lokale und Motels aus dieser Zeit – oder auch auf Retro getrimmt – bestimmen das Stadtbild.

Heute muss es mal wieder ein Hamburger sein, dann will ich mich der Schönheit widmen, zum Friseur und ins Nagelstudio gehen. Das kostet hier 10 Dollar, da darf dieser Luxus schon sein.

 

Es kommt wieder einmal alles anders. Wir bremsen uns beim Museums Club ein. Eine große Westernbar, die wir uns von innen anschauen wollten.

 

Hier ist eigentlich noch gar nichts los, bis auf ein paar illustre Cowboys und Indianer. Drei Stunden und einige Biere später haben wir einen Rodeo- Clown, einen Hund, den Robert adoptieren soll und einen alten Navajo Indianer kennengelernt. Doch das Beste ist ein 67jähriger Cowboy, der mir auf der noch leeren Tanzfläche Unterricht im „Two Step Dance“ gibt. Alle sind begeistert, Österreicher kennenzulernen und wir werden umringt von den herzlichen Einheimischen.

 

Unter großem Beifall der Besucher und der herzallerliebsten Barfrau Jane schlag ich mich im Two-Step gar nicht schlecht und alle bestehen darauf, dass ich es jetzt Robert beibringe. (Die Fotos sind nach Bier und drei Whiskeys eigentlich total unscharf aber wegen der Stimmung und der Erinnerung für uns, stell ich sie trotzdem rein….)

Erst bei Dunkelheit kehren wir wieder auf unseren Stellplatz zurück. Was ist so ein Abend gegen eine Frisur und lackierte Fingernägel.

 

 

Ein Gedanke zu „Tag 68 – Flagstaff

  1. Na da habt ihr ja flott das Tanzbein geschwungen 😉 SUPER!!!
    Ich bin mir sicher die Nägel u die Frisur kommen auch noch dran 😉
    Busserl lieserl 🙂

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