Tag 51 – Sonoma Valley

Bevor wir von unserem großen betonierten Parkplatz in San Francisco aufbrechen, entferne ich mal die Bretter unter unseren Vorderreifen….

Dann geht’s auf den Freeway 101 Richtung Downtown.

 

Damit wir auf die Golden Gate Brücke einfädeln können, stauen wir uns ein bisschen durch den Morgenverkehr der Innenstadt, dafür sehen wir aber noch etwas von der Stadt.

Nach unzähligen Hügeln bergauf und bergab ist es dann soweit.

Wir fahren die Anfahrtsrampe der Golden Gate hoch und gleich danach sehen wir die markanten beiden Stützen und die mächtigen Tragseile – schon erhebend.

Heute ist ausnahmsweise kein Nebel, sodass wir den Blick uneingeschränkt genießen können.

 

Am nördlichen Ufer gehts dann noch zum Meer und wir fotografieren dieses Wunderding auch von der anderen Seite der Bucht.

 

Von der Fahrt und den Eindrücken ist Robert so aufgeregt, dass er im kleinen Städtchen Sausalito keine Ruhe findet. Die Parkplatzsuche erschwert unseren Besuch auch noch und so beschließen wir gemeinsam,  zu unserem nächsten Ziel, nach Muir Woods zu fahren.

Dort stehen in einem Wald an der Pazifikseite hochhaushohe Redwood Bäume. Weil das Wetter heute so schön und Freitag ist, kommen leider auch viele andere Besucher auf diese Idee. Schon auf der Autobahn wird elektronisch angezeigt, dass der Parkplatz voll ist. Wir wollen es aber genau wissen und quälen unseren Camper die endlosen Serpentinen zum Nationalen Forest zuerst hinunter und dann hinauf. Es gibt nicht einmal für einen kleinen PKW einen Parkplatz, geschweige denn für unseren Camper.

Das Alternativprogramm zu den Bäumen heißt Sonoma.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause machen wir uns in dieses Weinanbaugebiet, nördlich der San Francisco Bay, auf .

 

Es ist ein sehr breites flaches Tal und mit Hilfe der künstlichen Bewässerung wird hier schon ca.150 Jahre Wein angebaut.

Es waren meist Einwanderer aus Europa, welche die Rebstöcke gleich mitbrachten.

Wir besuchen das Weingut der Jacuzzi Familie, die aus dem Friaul auswanderten. Wie sich im Zuge der Führung herausstellt, war einer der Familienmitglieder auch der Erfinder und Namensgeber der Jacuzzi Bäder.

 

In einem Steinhaus wie in der Toskana testen wir die hervorragenden Weißweine und kaufen Olivenöl für unseren morgigen Besuch bei Jennifer. Beim Nachbarn über der Straße sitzen wir noch im gepflegten Garten und machen schon Pläne für das nächste Reiseziel.

Außerdem bekomme ich, wie Robert findet, ein absolut passendes Geschenk.

Einen Weinglashalter zum Umhängen, damit ich mit beiden Händen auch noch essen kann – wie aufmerksam auch 🙂

 

Im nördlichen Sonoma Valley soll es noch einen Redwood Park geben.

Ein einladender Campingplatz neben einem schönen Fluss stoppt jedoch unsere Tagesetappe. Preis: satte 65 Dollar….

Wir checken ein und sind zuerst mit dem Stellplatz nicht zufrieden.

Beim Umdrehen zum neuen Stellplatz passiert es dann.

Robert touchiert leicht mit der Seite unseres Campers einen anderen Wohnwagen.

Wir merken es gleich gar nicht, aber die Bewohner kommen sofort heraus.

Das Ganze läuft dann doch ganz manierlich ab und wir tauschen die Versicherungsdaten aus.

Unser Camper hat gottseidank außer einer abgewetzten Folie gar nichts.

Nach diesem Schreck hat die Stimmung eine leichte Delle und wir gehen zeitig schlafen.

 

 

 

 

3 Gedanken zu „Tag 51 – Sonoma Valley

  1. Da glaubt man ja glatt in der Toskana zu sein! 🙂 den weinglas halter finde ich witzig 🙂 so etwas ähnliches haben wir beim weinwanderweg beim loisium bekommen 🙂
    Schade das ein so toller tag am abend einen dämpfer bekommen hat 🙁 ich hoffe das alles gut über die versicherung läuft und nicht allzuviel passiert ist!
    busserl lieserl

  2. Wie picobello alles aussieht – die Anlage des Weinguts, als würde dort nicht gearbeitet – wunderschön! Wie ist das Preisniveau der Weine? Ach ja, San Francisco tolle Fotos- hat mich eigentlich nie so gereizt, aber jetzt ? … Und erst die Wale – kann gut verstehen, dass ihr aus dem Häuschen wart ?.
    Und die Tuchfühlung mit dem anderen Camper – wenn die Versicherung zahlt und bei einer abgeschabten Folie war das sicher nur der Versuch eines zarten Kusses ☺️. Robert, ich finde das ohnehin megaultracool und bewundernswert wie du mit dem RiesenWM fährst! Ich stell‘ mir das ordentlich anspruchsvoll vor! Take it easy and take care! ?

    1. Danke für den Zuspruch, Edith 🙂 San Francisco kann was, da hätte ich es auch noch länger ausgehalten. Wenn nicht fast immer der kalte Wind dort wäre…. Die Weine auf diesem Weingut waren zwischen 18 und 30 Dollar und das war aber sicher nicht das obere Preisniveau… im vornehmen Napa Valley sind die Preise bestimmt noch höher.

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