Tag 50 – San Francisco

Heute lassen wir uns Zeit. Nebel hängt über dem Campingplatz. Wir müssen auch noch unser Tagebuch machen. Das hängt schon immer wie eine unerledigte Hausübung über uns. Manchmal will ich eh streiken, da ist dann Robert der Konsequentere. Wir machen es ja auch für uns. Hmmmmm…… aber mit den zum Teil langsamen Internetverbindungen ist es manchmal schon ein mühevolles Unterfangen.

Um ½ 11 sind auch wir dann soweit und wir werden wieder vom Shuttle in Chinatown ausgelassen. Das ist immer wieder faszinierend. Märkte, ganz andere Läden und ein Gewurl von Chinesen.

 

Wir frühstücken gleich nochmal in einem winzigen Lokal Dim Sums aus dem Plastiksackerl. Nachdem die Leute hier Schlange stehen, wollen wir sie auch versuchen. Sie sind köstlich. Weiter durch Chinatown, weiter den Hügel runter und urplötzlich von einer Straße auf die andere sind wir in Little Italy. Welche Freude, wir kosten Schinken in einem Delikatessengeschäft und landen auch gleich in der nächsten Bar auf einen Cappuccino. Da sind ja wirklich alle Nationen vereint.

 

Ein weiteres Highlight unseres Tages ist die Lombard Street. Angeblich die kurvigste Straße der USA. Ein Straßenstück ist sooo steil, dass man mit Einführung des Automobils beschloss, Serpentinen zu machen. Heute ein Schmuckkasterl mit vielen Hortensien, vielen keuchenden Touristen und doch Autos, die sich waghalsig hinunterstürzen.

 

So steil wie wir „hinaufgeklettert“ sind, müssen wir auf der anderen Seite wieder runten und erreichen jetzt das Maritim-Museum am Meer. Beeindruckende Bilder eines „Schiffsfotografen“ Ende des 19. Jahrhunderts.

 

Hier ist sogar ein Strand und ganz Wagemutige trauen sich auch ohne Neoprenanzug hinein.

 

Mit der Straßenbahn – wir haben ja schon wieder ein 5 Stundenticket um 2,50 Dollar – zu den Embarcaderos, den Anlegestellen für die großen Fähren. Eine riesige Markthalle bietet hier die köstlichsten Spezialitäten. Bei Schlürfen der frischen Austern kann man hier leicht seine Fähre verpassen. Es gibt sogar einen Pilzstand, der 100 Gramm Steinpilze oder Eierschwammerl um 10 Dollar verkauft. Da lob ich mir doch meine Schwammerlplätze am Hermannskogel.

 

Urplötzlich hat Robert Lust auf Sushi. Na, da werden wir doch auch was Japanisches in dieser Stadt finden, und tatsächlich es gibt Japantown. Mit einer Straßenbahn irgendwo in die Stadt hinein und dort, wo jetzt wirklich kein Tourist mehr ist, landen wir zwischen Pagoden und japanischen Lokalen. In einer ganz kleinen Sushibar erfüllt sich Roberts Traum. Wir essen die Speisekarte rauf und runter und sind danach angefüllt und vor allem Robert sehr glücklich.

 

Doch jetzt darf es auch etwas Spezielles für mich sein. Kurz bevor wir zurückfahren, gönne ich mir eine Maniküre in Chinatown. Man führt mich in ein Kammerl ganz nach hinten und ich hab schon Angst, ich verschwinde da auf mysteriöse Weise. Doch nein, ich komm wieder raus und das mit wunderbar neuen Handerln.

Erschöpft landen wir am Abend wieder am Campingplatz und beginnen gleich mit unseren Haussaufgaben …

 

 

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Tag 50 – San Francisco

  1. Na da bin ich aber froh das du nicht im Manikürnirvana verschwunden bist 😉 danke für die vielen tollen bilder u berichten! es macht so viel spass sie zu lesen 🙂
    Busserl lieserl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.