Tag 41 – Joshua Tree National Park

Wir beginnen den Morgen beim großen schönen Pool unseres Campingplatzes „Destiny RV Ressort“, ein ausgewiesener 55+ Platz. Ja auch so etwas gibt es…. Laut eigenen Angaben, die #1 von Arizona. Herrlich!!! Allerdings ist das Wasser noch viel wärmer als in Oberlaa. Das Jacuzzi lassen wir aus, wir wollen uns ja nicht verbrühen.

 

Schon bald erreichen wir die Grenze zu Kalifornien. Die erste Überaschung : Benzin ist um ein Drittel teurer als bisher. Die Gallone jetzt 3,29 US statt 1,93 – 2,25. Da müssen wir durch.

 

Ein Umweg von 60 Meilen bringt uns zum größten See Kaliforniens. Das besondere daran, er liegt 85 Meter unter dem Meeresspiegel und wurde durch eine Überschwemmung des Collorados im Jahr 1905 gefüllt. Er hat weder Zu- noch Ablauf und hat jetzt schon 50 % mehr Salzgehalt als der Ozean. Irgendwann wird er wohl verschwinden.

Die Straße führt uns durch einen langen Canyon. Als wir durch sind erleben wir eine Riesenüberraschung. Mitten in der Wüstenlandschaft Wein und Obstplantagen, soweit das Auge reicht. Es ist gerade Wein- und Paprikaernte und ein richtiges Gewurl auf den Feldern. Auch unzählige Orangen und Pistazienplantagen. Das Grundwasser ist noch intakt, wird scheinbar gefiltert.

 

 

 

Mittagessen bei gefühlten 40 Grad am See. Alles ist ausgestorben. Kein Mensch hier.

Also schnell zurück, jetzt zum Joshua-Tree Nationalpark, der gleich bei der I-10 beginnt.

Sofort ins Visitor-Center, wo uns ein freundlicher Ranger alle Stellplätze im Park auf der Karte zeigt. Wir wollen heute Nacht hier schlafen, es ist ja auch schon 4 Uhr.

 

Der Weg führt uns durch ein Hochplateau mit Teddy Bear Chollas. Hüfthohe puschelige Kakteen. Ein besonderes Bild. Kleine „Babys“ wie Bällchen am Boden. An mir bleibt schon eine hängen, die man nicht mehr losbringt, beim Wegziehen bohrt sich das Ding gleich in meine Finger und ich blute. Ich warne noch Robert, aber da war es schon zu spät. Die Widerhaken bohren sich blitzschnell in seine große Zehe. Er hüpft hysterisch und schreiend auf einem Bein durch die Gegend. Nur mit Hölzern können wir ihn von dem Angriff der „Killer Cholla“ – von wegen Teddy – befreien. Er als Mann droht natürlich sofort zu verbluten.

 

 

Die Sache geht gut aus, er überlebt, aber nur deshalb, weil er sich sofort über unsere Apotheke hermacht und das halbe Flascherl des Desinfektionsmittels über den Fuß leert.

Meine Augen sind auch sehr angegriffen, durch die Hitze und den Wind so ausgetrocknet, dass nicht mal mehr die Augentropfen helfen. Ich kann sie kaum offenhalten.

Wir finden einen wunderschönen Platz für die Nacht. Auch die hier die riesengroßen Steinblöcke.

Angeschlagen schaffen wir es noch, eine Flasche Pinot Grigio zu vernichten, und uns ein vorzügliches Mahl zu kochen. Heute am Speiseplan: „Kabeljau Florentine“. Für Edith gibt’s das Rezept auf Anfrage.

5 Gedanken zu „Tag 41 – Joshua Tree National Park

  1. Hallo Martha und Robert!
    Ihr habt ja tolle Amerikaferien mit all den Teddykakteen und den Hollwoodsternen. Was spricht man über Trump? Ich sage nur Porzellanladen!
    Meine 75’000er Revision ist gut über die Bühne gegangen und ich kann bald ohne Krücken gehen. Bei der Muskulation schmerzt es noch ein wenig.
    Bei uns ist der Sommer eingekehrt und wir sind bei Rudi jun.´s in Leysin zum grillieren.
    Liebe Grüsse Eure Emigranten aus der Schweiz

  2. PS: einmal – als Danke – ein Rezept von mir für Euch: karamellisierte Lachsfilets – klingt schräg, ist aber superlecker!
    Lachsfilets auf jeder Seite 2 Minuten anbraten, folgende Zutaten vermengen und in die Pfanne zu den Filets geben: 2EL Limettensaft, 3 EL brauner Zucker, 1TL Fischsauce, 1 EL Sojasauce, noch etwa 4 Minuten weitergaren und Fisch wenden bis die Sauce eingedickt ist; dazu Gurkensalat oder Spargel oder einfach nur Reis ?

  3. ? echte Biester diese Teddy Bear Chollas, aber so prachtvoll! Wie gut, dass Robert die Attacke so männlich tapfer überstanden hat ? Trotzdem bekomme ich schön langsam Lust mir Kakteen anzuschaffen ??? – Eure Fotos sind wirklich gut!
    40 Grad sind allerdings eine echte Challenge und ich glaub‘, ich muss das jetzt loswerden, wahrscheinlich, weil meine „amerikanische“ und auf wilde Wanderungen spezialisierte Schwester Ulrike ? mir das auch immer, immer wieder gesagt hat: auch bei kurzen Ausflügen immer viiiiiel Wasser mitnehmen! Take care ?

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