Tag 35 – Carlsbad Caverns

Carlsbad klingt in unseren Ohren nach Erholung und Sommerfrische.

Unser Carlsbad in New Mexico liegt am Boden eines ehemaligen Urmeers und ist ausgetrocknet und staubig.

Heute ist ein wunderbarer sonniger Tag mit strahlend blauen Himmel. Wir brauchen einige Überwindung bei der Vorstellung bei so einem strahlenden Sommertag 300 m in die Tiefe eines Berges einzudringen.

 

Die Hauptsehenswürdigkeit sind die seit 1920 berühmten Carlsbad Cavernes. Ein unterirdisches Tropfsteinhöhlenlabyrinth. Nachdem wir aber so weit angereist sind, nur um eben diesen Höhle zu besuchen fahren wir die 20 Meilen zum National Park Eingang. Dass es ein Nationalpark ist, sagt uns eigentlich, dass es etwas Besonderes sein muss. Wir sind neugierig…

Zu unserer Überraschung fahren wir mit unserem Camper einen kleinen Canyon entlang der leicht aber stetig ansteigt.

Auf dem Berg oben angekommen sehen wir schon das riesige Besucherzentrum und man hat einen atemberaubenden Blick auf die Senke vor uns, welche in der Frühzeit eine Lagune war. Wir stehen sozusagen am ehemaligen Riff dieser Lagune.

Ungeduldig hören wir uns noch die Instruktionen des Park Rangers vor dem Eingang zur Höhle an.

  • Festes Schuhwerk
  • Wasser für einen Tag
  • “Der Aufzug in die Tiefe (280 m) funktioniert heute nicht, schafft ihr das?“  – Na klar, wir sind aus Österreich 🙂
  • In der Höhle nur Wispern sonst stört ihr die Mexiko Fledermäuse.

Vollgestopft mit Informationen betreten wir ein rundes Amphietheater in welchem die Zuschauer bei Sonnenuntergang das Herausflattern der 300.000 Fledermäuse aus der Höhle beobachten können.

Serpentinenartig angelegte Wege führen hinunter zum Höhlenschlund.

Vor uns öffnet sich ein Höhleninneres mir kathedralenartigen Abmessungen. Riesige Gesteinsbrocken mit den Abmessungen eines kleinen Eisbergs haben sich im Laufe der Jahrtausende von der Höhlendecke gelöst und versperren den Weg..

Es dauert nicht lange bis der Übergang vom natürlichen Licht und der Dunkelheit erreicht wird. Der Weg schraubt sich immer tiefer in das Erdinnere. Wir brauchen für die drei Kilometer hinunter eine knappe Stunde.

Es ist soo genial, dass man es gar nicht beschreiben kann. Überdimensionale Stalakktiten und –miten und die eigenartigsten Formationen und das über Kilometer. Allein der “große Dom” einriesiger Raum mit einer Märchenlandschaft an Steinen und Seen misst 500×160 Metern.

Auch wenn man glaubt, schon alles an Höhlen gesehen zu haben, da muss man rein. Durch das ganze Labyrinth führt ein bequemer, betonierter 1,5 m breiter Gehweg mit Nirostageländer.

Die Amis tun schon etwas für ihr Volk. Es gibt hier unten sogar eine Cafeteria und einen Souvenir Shop. Böse sind wir allerdings jetzt auch nicht, als wir erfahren, dass der Aufzug wieder funktioniert und uns in einer Minute 280m ans Tageslicht bringt. Nach drei Stunden unter Tag wandeln wir wie aufgescheuchte Maulwürfe zum Auto. Was für ein Erlebnis!!!

Auf dem Parkplatz schnippeln wir noch schnell einen Schweizer Salat, denn die 300 Meilen nach White Sands sind weit….

Kurzer Stop beim Guadeloupe Mountain Nationalpark mit einem kurzen Spaziergang.

 

Unser Navi führt uns über El Paso direct zur mexikanischen Grenze. Auf dem Weg in den Norden passieren wir sogar eine Sperre und müssen uns ausweisen.

Um 19 Uhr erreichen wir etwas müde unseren vorbestellten KOA Stellplatz in Alamogordo. Hier werden wir zwei Nächte bleiben.

Den ganzen Tag besprechen wir unser Menü für heute Abend. Die Wahl fällt auf Spargel mit Sauce Hollandaise und Erdäpfel. Robert läßt es sich natürlich nicht nehmen die Sauce Hollandaise mit dem Schneebesen selbst zu machen.

 

 

 

 

 

 

5 Gedanken zu „Tag 35 – Carlsbad Caverns

  1. Wahnsinn was für tolle bilder von der höhle!!! War sicher ein tolles erlebnis!?☺ fleissiger robert brav die sauce mit der handgeschlagen das hat sicher vorzüglichst gemundet ?
    Busserl lieserl

  2. Hallo ihr Beiden!
    Und wieder ein toller Bericht mit fantastischen Fotos?Allerdings darf man eure Ausführungen wirklich nicht mit leerem Magen verfolgen – bei dieser kulinarischen Bandbreite??
    LG Birgit

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