Tag 29 – New Orleans

Bericht von Robert 🙂

Heute haben wir uns den Wecker um 07:30 gestellt. Um 09:00 müssen wir schon an der Reception stehen, damit wir noch den Shuttle in die Innenstadt von New Orleans erwischen. Wir sind zwar auf der Warteliste Nummer 5, aber sind guter Dinge, dass das Universum für uns sorgen wird.

Als ich die Menschenmenge bei der Reception sehe und dann die Größe des Shuttlebusses habe ich meine Bedenken mit dem Universum. Die gute Nachricht ist, dass wir so viele sind die überbleiben, dass der Manager einen zweiten Bus organisiert.

Die 10 Meilen vom KOA Campground West direkt zum Mississippi sind schnell erledigt.

Der Bus hält direkt am Pier wo auch 1890 die Mississippi Dampfschiffe anlegten. Und ein solches Relikt aus diesen Tagen steht jetzt in voller Größe vor uns. Es ist die Natchez ein noch echtes Dampfschiff aus diesen Tagen. Martha und ich beschließen zeitgleich, dass wir die nächste Rundfahrt auf diesem Dampfer buchen wollen.

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, dass 1200 Passagiere Platz finden.

Um 11:00 stellen wir uns aber brav in der langen Schlange an, und um 11:30 sind wir bereits am Heck und sehen wie das riesige rote Schaufelrad sich zu drehen beginnt.

 

 

Die vielen Menschen an Bord sind gar kein Problem, weil diese alle Lunch gebucht haben und deshalb im Speisesaal sitzen müssen.

Die Fahrt geht zuerst flussabwärts an Industrieanlagen vorbei und dann zurück zur 3km langen Hängebrücke über den Mississippi. Martha hat sich das romantischer vorgestellt, so a la Tom Sawyer aber dazu ist der Hafen von New Oreans einfach zu groß. Und am Ufer entlang steht die zweitgrößte Zuckerfabrik der Welt, eine Raffinierie und jede Menge Industrie. Trotzdem ist es schön, dem roten Schaufelrad zuzuschauen, wie es sich einen Weg durch den Strom pflügt.

Als wir dann von Bord gehen, knurrt schon der Magen. Martha möchte die berühmte Cajun Küche von Louisiana ausprobieren.

Hier ist der richtige Ort und die richtige Zeit dafür.

Im berühmten French Quarter mit den alten Ziegelhäusern und den gusseisernen Balkonverzierungen finden wir ein Restaurant mit creolischer Südstaaten Küche. Ich bin ja äußerst skeptisch.

Vorspeise sind Garnelen in scharfer Paprikasauce und danach bekommt jeder von uns einen gebratenen Catfisch aus dem Mississippi Delta und dazu ein Bier vom Fass.

 

Der Geschmack erinnert etwas an unseren Wels und ich bekomme noch eine Krebsensauce auf den Fisch und den Reis.

Nach dem Essen stürzen wir uns dann in die berühmt berüchtigte Bourbon Street im French Quarter wo sich Bars, Voodo Shops, und allerlei schräge Lokale aneinanderreihen. Auch die Besucher sind ziemlich schräg.

 

Aus jeden Bar und Spelunke dröhnt unterschiedliche Musik auf den Gehsteig, sodass die Kunden förmlich hineingesaugt werden.

Der Nachmittag vergeht mit Schlendern durch die Stadt, Kaffeetrinken und einfach Aufsaugen der Stimmung.

 

Im Garden District stehen schmucke Südstaatenvillen, als Kontrast gibt es wieder Viertel mit Obdachlosen und baufälligen Häusern, die seit dem verheerenden Wirbelsturm Kathrina noch nicht wieder aufgebaut wurden, oder auch vorher schon so baufällig waren… Wir setzen uns nochmal zum Mississippi. Jetzt scheint strahlend die Sonne vom Himmel. Museen u.ä. wollen wir gar nicht besuchen.

Wir kommen ins Gespräch mit netten Münchnern, die auch auf unserem Campingplatz wohnen, nehmen gemeinsam den Shuttle zurück und verbringen noch einen unterhaltsamen gemeinsamen Abend mit einer Flasche Wein vor unserem Auto. Sie haben letztes Jahr die Westküste Amerikas mit dem Camper besucht und haben viele gute Tips für uns. So etwas ist natürlich immer interessant.

 

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Tag 29 – New Orleans

  1. Hallo ihr lieben da hattet ihr wieder einem tollen tag! Unglaublich wie gut der alte dampfer in schuss gehalte wird und sogar noch fährt!
    Busserl lieserl

  2. Hallo Martha und Robert,

    wir stöbern schon fleissig in Marthas Blog. Mensch, da steckt ja unwahrscheinlich viel Arbeit drin?. Da wir fast die gleiche Route – nur rückwärts- machen ist das für uns auch sehr interessant.
    Wir haben es auch sehr genossen, Euch getroffen zu haben.

    Bis demnächst mal.

    P.S.: heute waren wir in Oak Alley -war toll- nachdem der sintflutartige Regen aufgehört hat, saßen im Rasen Frösche die wie Lämmer geblöckt haben – lustig.

    LG die Münchner Sieglinde und Peter

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