Tag 24 – Eine Audienz bei Mr. Jack Daniels

Der Regen hat aufgehört. Gott sei Dank, unsere Laune hängt zwar grundsätzlich nicht vom Wetter ab, aber das war jetzt schon zu viel… Ausserdem war es in der Nacht so bitterkalt, dass ich mit der Daunenjacke geschlafen habe. Aber jetzt wärmt die Sonne schnell alles auf und wir fahren frohen Mutes weiter.

Dieses rote Vogerl heißt Summer-Teenager 🙂

Unser Ziel ist Lynchburg. Hier wird seit dem 19. Jahrhundert Tennessee Whiskey gebrannt.

Es wird hier eine wirklich interessante Führung angeboten, seit einem Jahr auch mit Verkostung. Das Kuriose ist, hier sind wir in einem Dry-County, d.h. es darf nicht mal in den Lokalen Alkohol ausgeschenkt werden und es gibt auch keinen zu kaufen. Was für eine Gegend!

Aber zurück zu Herrn Jack Daniels. In eineinhalb Stunden erfahren wir alles, und auch wirklich alles, über die Brennerei. Von der Quelle bis zur abgefüllten Flasche. Das besondere am Tennessee Whiskey ist, dass das Destillat 5 Tage durch feine Holzkohle gefiltert wird. Das gibt den besonderen Geschmack und unterscheidet ihn vom Bourbon.

Wir sehen noch die alten Büros, die ersten Flaschen, und sogar den ersten Safe.

Dieser Safe hat eine kuriose, aber auch dramatische Geschichte.  Mr. Daniels hatte eines Morgens, als er den Safe öffnen wollte, die Kombination vergessen. Aus Wut trat er mit dem Fuss dagegen, brach sich die Zehe. 6 Monate ging er nicht zum Arzt und starb letztendlich an einer Blutvergiftung . Ein wahrhaft sinnloser Tod!!!!

Nach ausgiebiger Verkostung dann etwa um die Mittagszeit weiter nach Nashville, das Mekka aller Countryfans.

Wir finden Platz auf einem Campground Yogi Bear, 12 Meilen von der Innenstadt entfernt. 62 Dollar/Nacht. Heute ist es gar nicht so leicht, der erste Platz war komplett ausgebucht. Liegt auch daran, dass Samstag ist und in der Stadt ist Samstags die Hölle los. Es gibt einen Shuttle, der uns direkt ins Zentrum bringt.

Ehrfürchtig stehe ich vor der Country Music Hall of Fame. Schon allein deshalb, weil mein Neffe Lukas eine Countryband hat und diese Musik mein tägliches Leben begleitet. (Anm. der Red. Dun Rooster Company) Der Proberaum der Band ist direkt unter meiner Wohnung 🙂 aber wir lieben diese Musik. Besuchen werden wir sie morgen.

Wir schlendern durch die belebte Stadt und im Honky Tonk District bleiben wir hängern. Hier brodelt das Leben. Unglaublich viel Leute, viele Mädlsgruppen, die ausgelassen Polterabend feiern, ein Lokal reiht sich ans andere und aus jedem dröhnt laute Livemusik.

Nashville ist im Ausnahmezustand, (oder vielleicht ist es auch immer so, wer weiss) heute ist ein Konzert eines GANZ berühmten Sängers in der Bridgestone-Arena mitten im Zentrum. Allein 4000 Leute, die vor der Arena stehen, und morgen – Robert findet, das ist ja viel wichtiger – spielen hier die Nashville Predators in den StanleycupPlay-Offs Eiskockey. Er ist ganz blass vor Aufregung… Ganz vorsichtig fragen wir bei der Kassa noch nach Karten für morgen, aber natürlich keine Chance.

So ziehen wir weiter, trinken noch ein paar Bier, um dann in einem netten Lokal bei einem Hamburger zu landen. Der Bann ist gebrochen. Es ist unser erster in der USA und er ist wirklich gut! ! !

 

3 Gedanken zu „Tag 24 – Eine Audienz bei Mr. Jack Daniels

  1. Das können auch nur die Amis, eine Whiskey Destillerie in einem Dry-Country anzusiedeln??. Das ist ja beinahe geschäftsschädigend!??Tolle Fotos!
    LG Birgit

  2. Habt ihr denn gar keine Heizung in eurem Womo :-O
    Da hattet ihr sichtlich einen super tollen Tag so möge es weiter gehen 🙂
    Ich glaube, Nashville is immer im Ausnahmezustand 😉
    Busserl lieserl

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