Tag 19 – Charleston

Heute ist ein geplanter Ruhetag und wir geniessen ihn ausgiebig.

Es beruhigt uns zu wissen, dass wir eine zweite Nacht auf unserem Oak Plantation RV Parc gebucht haben.

Wir der Name schon sagt, handelt es sich hier um Plantagen, die einen Teil des Grundes als Campingplatz zur Verfügung stellen. Drei große alte Plantagen wollen wir heute besuchen.

Die Erste ist die 5 Meilen entfernte ehrwürdige Middleton Plantation.

Mit 28 Dollar pro Person sind wir dabei. Wir parken unser Motorhome am Busparkplatz und betreten die Anlage.

Wir erfahren, dass 100 Sklaven die gesamte Anlage mehrere Jahre lang in eine Gartenlandschaft verwandelt haben, die wir heute besichtigen werden.

Die schlechte Nachricht ist, dass im Sezessionskrieg die Yankees das Haupthaus abgebrannt haben.

Der Garten ist aber eine Wucht. Wir schlendern durch die gepflegte Anlagen und geniessen den Vormittag. Und auf alten dicken Eichen hängt, wie hier überall, das sogenannte Louisiana Moos wie ein Schleier herab.

Bei den ehemaligen Reisfeldern sehen wir zum ersten Mal in diesem Urlaub Alligatoren in voller Lebensgröße, die am Rand der Seen in der Sonne liegen.

Wir unterhalten uns noch mit dem Blacksmith in der ehemaligen Schmiede, sehen alte Sklavenunterkünfte und die Mühle und fahren danach zur nächsten Farm.

Bei der Farm Magnolia werden wir zum RV Parkplatz umgeleitet. Somit können wir die gesamte Anlage mit unserem Motorhome durchfahren und sehen schon das Wesentliche.

Wir ersparen uns die Eintrittsgebühr und geben Gas in Richtung Innestadt Charleston.

Dort wartet eine Überraschung der anderen Art auf uns.

Charleston ist keine amerikanische Stadt wie bisher, sondern eine europäisch anmutende Stadt mit engen Gassen und auch keinen Parkplätzen.

Wir drehen Runde um Runde bis Martha das Touristik Center entdeckt.

Dort erfahren wir,  welches Parkhaus höher als 12 Fuss ist.

Unser Motorhome gut versorgt starten wir unser City Tour.

Als erstes steuern wir das Aiken Rhett Haus Baujahr 1889 an .

Das Haus ist im originalen  Zustand, das heisst total verfallen.

Trotzdem bekommen wir einen guten Überblick über diese Zeit.

Erst als wir in der Belle Etage den Wohnsalon anschauen erinnert uns das Haus an unseres Zuhause welches nur 25 Jahre jünger ist. Die Bibliothek ist modrig und verfallen. Die hohe Luftfeuchtigkeit hat den Verfall beschleunigt. Interessant jedoch die Sklavenunterkünfte und Küchen im Hinterhof….

Wir haben jetzt genug von alten Häusern und fahren in die Innestadt. Hunger meldet sich und wir besuchen das ehemalige Marktgebiet, wo es ein Restaurant neben dem anderen gibt.

Alles sehr touristisch und als wir uns endlich für ein Restaurant entscheiden, teilt uns die Empfangsdame mit, dass wir an der Bar auf eine Tisch warten sollen.

Das Lokal ist aber leer. Wir beschließen, den Walmart zu besuchen und Aglio al Olio mit Shrimps auf unserem Campground zu kochen. Auf das hab ich jetzt so unbändige Lust und im Camper ist es viel gemütlicher, als in den eisig gekühlten Restaurants.

Gesagt getan. Wir geben Gas und besorgen die Zutaten.

Nebenbei bekomme ich noch ein neues Baumwollbettzeug und ein Leintuch für meinen Alkoven Schlafplatz.

Den Abend verbringen wir mit gutem Essen, Musik von Roy Orbison  und einem Tänzchen in unserem urgemütlichen Camper. Besser kann man den Tag der Arbeit wohl nicht ausklingen lassen…. ???

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Tag 19 – Charleston

  1. Hallo ihr Langzeiturlauber!
    Find eure Berichte ganz toll, meine tägliche Gute-Nacht-Geschichte!
    Alles Liebe Patricia ??

  2. Wo wenn nicht in den südstaaten bekommt man baumwolle 😉 super das du jetzt gut gerüstet bist in sachen baumwollbettzeug 🙂 jetzt kannst du gut vor dich hinschlummern.
    Busserl lieserl 🙂

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