Tag 188 – Frisco auf den OBX

Heute Nacht hat es ordentlichen Sturm und Regen gegeben. Unser Camper wackelt beunruhigend, doch zwei Schluck Whiskey und die Ohropax etwas tiefer hinein und schon schlafen wir gut. Robert hat zwar ein Leck über seinem Bett und schläft mit der Salatschüssel auf dem Bauch, doch ich höre ihn Schnarchen, also behindert es ihn kaum.

 

Der Tag beginnt sonnig auf den OBX ( Outer Banks) wie sie die Einheimischen nennen. Wir müssen jetzt doch wieder den schon obligaten Strandspaziergang starten. Der Sand ist so fein und festgedrückt, da macht das Gehen Freude. Und auch hier wieder jede Menge Fischer, die mit ihren PickUps und unzähligen Angeln am Strand stehen.

 

Zu Mittag machen wir uns auf zum Ende der Insel, wir wollen noch entscheiden, ob wir mit den zwei Fähren weiterfahren, oder doch zurück und über Brücken. Beim Infocenter hören wir, dass die erste Fähre gratis ist und eine Stunde Überfahrt, die zweite dann 2,5 Stunden Überfahrt. Doch bei diesem Sturm meint die Dame, dauert es sicher länger. Die Entscheidung ist gefallen. Wir wollen den Sturm auf dem Meer nicht riskieren und auch nicht in die Dunkelheit kommen.

Dafür darf ich jetzt die Leuchttürme anschauen. Einer ist schöner als der andere. Leider darf man nur bis zum Columbusday raufgehen. Warum eigentlich???? Die Anweisungen für den Aufstieg musste ich jedoch festhalten.

Sollten wir die Besucher am Stephansdom vielleicht auch vor den unzähligen Gefahren warnen???

Zu Mittag gibt es kurzentschlossene Spagetti Carbonara. Die Völlerei erreicht dieser Tage schon ihren Höhepunkt.

Der Weg zurück führt uns wieder den langen Streifen zurück. Links und rechts das Meer und die Dünen. Immer wieder müssen wir Baggern ausweichen, die den Sand von der Straße schaffen müssen. Zu den alten Brücken werden jetzt noch neue, höhere gebaut, damit auch Kreuzfahrtsschiffe hier durchkönnen.

 

Im Sonnenlicht kommen die typischen bunten Stelzenhäuser, die es hier überall gibt, viel besser zur Geltung als beim Runterfahren.

 

Das „First Flight“ auf dem Nummernschild von North Carolina bezieht sich hier auf genau diesen Ort. Von hier starteten die Brüder Wright den ersten Flug der Menschheitsgeschichte. Der Felsen, wo sie abhoben ist gekennzeichnet. Der Flug dauerte genau 12 Sekunden, war aber ein Meilenstein der Technik.

 

Jetzt noch das Bodi-Lighthouse – der Aufstieg hier genauso gefährlich, wie beim Letzten , hier steht auch noch „das ist so hoch, wie 12 Stöcke eines Hauses“ –   schon geht es über weitere drei ganz lange Brücken aufs Festland.

 

Um 5 Uhr beziehen wir einen Platz im Pettigrew-Statepark und das um 12 US Dollar. Das ist so billig, weil wir schon so alt ausschauen und einen Senior-Preis angeboten bekommen.

Robert bestätigt, dass er ist im 60. Lebensjahr ist, schon zahlen wir nur die Hälfte. Was für ein Glück, schon soo „alt“ zu sein.

 

Nr. 4 ist ein schönes Platzerl. Der See ist zwar nicht weit, und die Sonne scheint, aber es ist kalt und wir sind im Moment so faul. Schließlich müssen wir unseren Urlaub noch ausnützen. Gestern hab ich im Supermarkt ein Schulterscherzl gefunden. Dazu gibt’s am Abend Dillfisolen und noch den Rest meiner Fingerling-Potatos.

 

 

 

Ein Gedanke zu „Tag 188 – Frisco auf den OBX

  1. Ich hoffe ihr könnt das leck in Roberts bett irgendwie verschliessen ist doch sehr unangenehm so mit salat schüssel am bauch 😉
    super das ihr dann wieder so ein traumwetter hattet!
    eure speisekarte ist echt ein hit 🙂
    busserl lieserl 🙂

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