Tag 185 – Ab in den Süden – der Sonne hinterher

Schon am frühen Morgen wecken uns die Kinder mit dem Geklapper der Töpfe, sie laufen von Camper zu Camper. „Süßes oder es gibt Saures“ heißt hier „Trick or Treat“ . Wir stellen uns noch schlafend. Wir haben wirklich absolut nichts Süßes im Auto. Wir könnten Ihnen höchstens einen Apfel geben, und das haben sie sicher nicht so gerne….

 

Es hat die ganze Nacht wild geregnet, aber das trübt die Laune der Gäste scheinbar überhaupt nicht. Wo gestern das Lagerfeuer war, wird jetzt schon fleißig Sekt getrunken und das Wetter passt wohl gut zu den Skeletten und Grabsteinen.

Als wir abfahren schreien uns unsere Nachbarn noch aus den Campern nach: „Have a safe travel“ einige kommen raus und winken heftig. Wir sind total gerührt.

Im Nieselregen geht es weiter, kurz zum Strand nach Lewes, wo im 17. Jahrhundert die Holländer gelandet sind, später die Engländer. Ein paar Häuser aus dieser Zeit stehen noch.

 

Hier gibt es wegen der vielen Touristen drei Outlet-Center. Doch das Einkaufen lockt uns nicht. Wir haben jetzt schon Bedenken, ob wir unser Hab und Gut in drei große Taschen bringen.
Wir fahren weiter die Halbinsel runter, jetzt durch Maryland – unseren 27. Bundesstaat. Die Insel besteht nur aus großen Hotels, eines hässlicher als das andere. Hier kommen wir uns vor, wie an der italienischen Adria. Nur Minigolfplätze, Geschäfte für Strandoutfits, Schwimmtiere etc…… Bei Nebel im Oktober wirkt alles sehr trostlos, obwohl eigentlich viele Leute unterwegs sind.

 

Und schon überfahren wir die Grenze zu Virginia. Jetzt merken wir, dass wir wieder in den Südstaaten sind. Felder mit Baumwolle, Erdnüssen und Zuckerrohr. Auch die Häuser sehen anders aus. Alles ein bissl heruntergekommen, aber vielleicht ist das nur hier am Land so.

Wir steuern den nächsten Campingplatz an. Heute sind wir 280 Kilometer gefahren, gestern waren es 450 KM. Wir kommen also in großen Schritten dem Süden und der Wärme wieder näher.

Schon von Weitem sehen wir einen riesigen Platz mit unzähligen Campern und noch mehr Kindern, die einen unglaublichen Wirbel machen. Wir schauen uns schon panisch an. Was wird hier heute Abend wieder abgehen??? Nachdem man uns einen Platz für 65 Dollar anbietet, nehmen wir Reißaus und finden einen viel netteren wirklich tollen Platz in einem Statepark 15 Minuten weiter.

Wir haben heute im Supermarkt Kalbschnitzel gefunden und haben noch gefrorenen (geschenkten) Salbei aus Kalifornien. Also drängt sich das heutige Menü förmlich auf. Saltimbocca a la Romana mit Safranreis. Hmmmmm…….

 

Also so darf es zu Hause nicht mehr weitergehen. Jeden Abend ein großes Essen…… Da kommen wir ja nie wieder in unsere Garderobe hinein.

 

 

2 Gedanken zu „Tag 185 – Ab in den Süden – der Sonne hinterher

  1. Schön zu lesen das die Leute alle so freundlich sind 🙂
    DA habt ihr euch heute wieder was gutes geköchelt so soll es sein!!!
    Busserl lieserl 🙂

  2. Hmmm, bei dem Menü hätte ich gerne mitgeschleckt ;-)! Halloween hat dort so einen hohen Stellenwert, unglaublich! Weiter gute Reise aus dem Nebel in die Sonne!
    lg Gerti

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