Tag 181 – Marthas Vineyard

Ich muss einen guten Draht zum Universum haben :-). Heute Nacht noch Gewitter, Sturm und Dauerregen, heute Morgen Sonnenschein vom Feinsten. Und es weht kein Lüfterl. Also sofort zur Fähre, um endlich nach Marthas Vineyard zu fahren. Das verlangt ja schon der Name, da mal hinzukommen…

 

Wir nehmen gleich das frühe Schiff, obwohl wir dafür auf das Frühstück verzichten müssen, aber der Tag ist zu schön zum Herumbrodeln. Nach 45 Minuten und 7 Dollar erreichen wir Oaks Bluff, eine kleine Stadt auf der Insel. Sofort sind wir beim Radverleih und haben auch schon unsere Drahtesel für den heutigen Tag. Die Insel ist am Besten mit dem Rad zu erforschen – sagt Lonely Planet. Dass die Insel keineswegs ganz flach ist, wie ich es mir vorstelle, sagt er nicht….

Aber so ohne Essen kann ich natürlich keinen Meter fahren. Mangels Frühstücksgelegenheit – viele Lokale haben für den Winter schon geschlossen – gehen wir gleich Mittagessen.

 

So sieht das Essen aus, das man in den meisten Lokalen bekommt….

 

Das Radeln hier macht wirklich Spass. Nicht nur, dass es 24 Grad hat – und das Mitte Oktober – gibt es fast auf der ganzen Insel breite Radwege. Sie führen über Dämme, zu Leuchttürmen, durch schicke Wohngegenden, etc..

 

In Edgartown sieht man nur weiße Häuser mit riesigen Rasenflächen. Hier ist das Geld. Erinnert ein bisschen an Sylt.

Was wir aber vermissen, sind die Lokale oder Bars, die wir auf der gesamten Fahrt vergeblich suchen.

 

Am Strand gehen die Leute sogar noch baden. Wir haben unsere Badesachen leider nicht mit. Ich glaube, ich hätte mich heute auch reingeschmissen.

 

Die Fahrt geht nun nach Vineyard Haven und hier immer bergauf, bergab. Ich bin schon ziemlich fertig. Man merkt, dass wir die letzten Monate nicht viel Bewegung gemacht haben. Und 50 Kilometer auf dem Rad hatte ich auch schon lange nicht mehr und der Sattel ist mehr als hart. Vielleicht wäre das Elektrorad doch die bessere Wahl gewesen.

Doch ich halte notgedrungen durch und um 5 Uhr sind wir wieder zurück in Oaks Bluff. Jetzt finden wir auch endlich ein Lokal und trinken gleich jeder zwei Bier. Wegen der Elektrolyte – eh klar!!!

Eine Texanerin setzt sich mit ihrem Lobster an unseren Tisch und wir haben es die nächste Stunde noch ziemlich lustig.

 

In Oaks Bluff schauen die Häuser wie Zuckerhäuschen aus. Verziert wie eine Torte und auch ganz bunt. Im Abendlicht schlendern wir zur Fähre. Der Himmel ist jetzt komplett rot. Wir genießen noch die Überfahrt.

 

Als wir wieder in Cape Cod ankommen ist es zwar stockdunkel, aber zu unserem Campingplatz – der gleiche wie gestern – finden wir grad noch. Ein Steak ist schnell gebraten und mit Salat und Grana mundet es vorzüglich. Aber ich glaube, jetzt hätte mir alles geschmeckt. Ich bin so hungrig und eigentlich auch schon todmüde. Was für ein Tag!!!!

 

 

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