Tag 163 – Strandtag

Wieder ein traumhafter Tag, allerdings mit einigen Einschränkungen am Morgen.
Mein lieber Robert hat „Männerschnupfen“ von der übelsten Sorte. Ich blättere schon im Stadtführer, wo es ein Spital mit Notfallambulanz gibt. Damit darf man ja wirklich nicht spaßen.

 

Also läuft er mehr als gequält und leidend herum. Als er länger beim Haupthaus sitzt, weil dort das Internet besser ist, will ich mal nach ihm schauen und knalle alle Autotüren zu. Den Schlüssel hat Robert IMMER bei sich.

DIESMAL NICHT!!!! Panik!! Was machen wir jetzt? Welche Scheibe opfern wir, um hier wegzukommen? Mein Patient schwitzt gleich noch viel mehr und ich befürchte schon das Schlimmste. Auf einmal sehe ich, dass die kleine Luke beim oberen Bett einen Spalt offen ist, da komm ich allerdings mit meinem Körper keinesfalls durch. Kinder finde ich auf die Schnelle auch nicht, die ich raufheben könnte. Wir schieben uns den Holztisch davor, und schauen mal beide hinein und oh Wunder!!! Der Schlüssel liegt oben auf dem Bett und ich kann ihn mit der Hand erreichen…. Uffff…. na das ist ja nochmal gut gegangen, so ein Glück!!!!!

Es dauert etwa eine halbe Stunde bis Robert wieder normalen Puls hat und wir unsere Reise fortsetzen können.

 

Die Hauptstadt Charlottetown enttäuscht, da ist nicht der nette Hauptplatz mit Café und Fußgängerzone… Es ist ein nüchterner Ort, der uns gleich durchstarten lässt. Da fahren wir lieber wieder in die Natur.

 

Es beginnt schon die Kürbisernte und die gelben Früchte schmücken bereits die ersten Häuser. Hier muss auch die Hauptstadt des Rasenmähens sein. Das fällt wirklich auf. Jeder hat einen Mähtraktor und so klein das Haus auch ist, davor ist immer eine große Fläche Rasen und jede ist perfekt gemäht.

Weiter durch Fischerdörfer, an Stränden und Leuchttürmen entlang. Auffallend sind die roten Sandsteinklippen, deren Farbe den Sand oft rostrot erscheinen lassen.

 

Nach dem Mittagessen (heute gibt es die zweite Hälfte der frischen Nudeln von der Italienerin mit schwarzer Trüffelsauce) verbringen wir den Nachmittag in Red Point, an einem wunderbaren Strand. Robert sitzt nur erschöpft in seinem Sessel, ich mache eine lange Strandwanderung im Seichten Wasser auch auf der Jagd nach Fotomotiven.

 

Die weitere Küstenstraße sparen wir uns und fahren am frühen Abend direkt zum nächsten Campingplatz. Robert legt sich gleich ins Bett. Statt dem traditionellen Willkommens-Gespritzten trinkt er Tee. Er ist WIRKLICH krank. Mein Ärmster….

 

 

5 Gedanken zu „Tag 163 – Strandtag

  1. Hallo ihr beiden!
    Immer wieder faszinierend schöne Bilder!!
    Bewunderung an Robert, den Fernfahrer 🙂 so viele km schon.
    Wünsche gute Besserung und eine schöne Weiterfahrt!
    Liebe Grüße
    Andrea

  2. Armer Robert! Wünschen gute und rasche Besserung! Lass dich von Martha verwöhnen, heißer Tee ist mal ein Anfang, tut dir sicher gut. Auf den tollen Bildern ist zu sehen, dass ihr Tag um Tag jünger werdet. Die Reise scheint ein Jungbrunnen zu sein. Tja, und sowas wie mit dem Schlüssel muß wohl einmal passieren. Gratulation, dass das so gut ausgegangen ist ;-)!
    Keimfreies Busserl an euch beide! Gerti

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.