Tag 140 – Yoho Nationalpark

Eiskalter Nebel empfängt uns, als wir auf unserem Overflow Parkplatz unseren Camper verlassen. Die Rauchpartikel der Waldbrände verursachen diesen Nebel.

Wir flüchten sofort in unser Haus auf vier Rädern und drehen die Heizung auf. Erst um 10:00 starten wir einen neuen zögerlichen Versuch, die Lage zu testen. Es ist wärmer und heller geworden und nichts steht einem erlebnisreichen Tag im Weg.

Nach dem Frühstück rollen wir auf dem Highway Nr. 1 Richtung Westen. Beim Spiraltunnel machen wir Halt und warten auf den nächsten Güterzug.

 

Das besondere daran ist, dass die Canadian Pacific Railroad mit Hilfe zweier spiralförmige Tunnel den Kicking Horse Pass überwindet.

Die Züge sind so lang, dass die beiden Zuglokomotiven bereits aus dem Tunnel herauskommen, während die Güterzüge im darunterliegenden Tunnelportal erst einfahren. Haben wir am Semmering auch im Kleinen….

Das sind übrigens Wildbrücken, für die Tiere gebaut, damit sie über die Autobahn kommen, die ja durch den Nationalpark durchführt.

Damit wir zur nächsten Sehenswürdigkeit kommen können, muss unser Camper mehrere steile Haarnadelkurven überwinden.

Schon von Weitem sehen wir die 350 m hohen Wasserfälle der Takakkaw Falls. Übrigens, das Wort Takakkaw bedeutet in der Cree Indianersprache, „ it is magnificent“. Das Wasser stürzt wie bei einem Dammbruch über die Felskante in die Tiefe.

Auf einem gut ausgebauten Wanderweg gehen wir zuerst über eine Brücke und dann führt uns der Weg zum Fuß der Fälle. Donnernd, dass man sein eigenes Wort nicht hört, trifft der Wasserfall auf dem Talgrund auf und erzeugt einen starken Wind, der die Wassergischt vor sich hertreibt.

Seht Ihr meinen kleinen Fan auf dem Stein links neben mir???

Ziemlich durchnässt von der letzten Attraktion kommen wir zur Nächsten.

Bei der Naturell Bridge zwängt sich ein ganzer Fluss durch eine kleine Felsenöffnung.

 

Im nächsten Seitental erreichen wir dann den Emerald Lake. Ganz berühmt, weil soo türkis. Wir haben Glück und finden trotz Besucheransturm einen Parkplatz direkt beim See.

Der See schimmert grünlich und ist umrahmt von gletscherbedeckten Bergen.

Die Sonne scheint zwar, aber der Rauch hängt sich schwer über den See. Wir beschließen, endlich eines der roten Kanus zu mieten und den See zu erkunden.

 

Martha sitzt vorne und ich steuere am Heck den Kanadier über den See. Das macht uns beiden Spass!!!

Am späten Nachmittag nach einer Kaffeepause im Camper starten wir dann über den Kicking Horse Pass nach Golden.

Durch viel Fels und über viele Brücken überwinden wir den Pass. Golden liegt nicht mehr im Nationalpark und deshalb gibt es endlich wieder einen Supermarkt, wo wir uns für die nächsten Tage mit Lebensmittel eindecken können.

Im Whispering Spruce Campground finden wir dann ein Platzerl und es dauert nicht lange bis die gebratenen Steaks mit den Fisolen auf dem Holztisch im Freien dampfen.

 

 

3 Gedanken zu „Tag 140 – Yoho Nationalpark

  1. Das Foto mit den kleinen Fan ist ja der Hammer 🙂 🙂
    Das Wasser des Sees sieht toll aus da macht das Paddeln so richtig Spass 🙂
    Busserl lieserl 🙂

  2. Wow. Ich hatte genau die gleiche Etappe Lake Louise – Golden. Den Takakkaw Falls habe ich ausgelassen. Da hab ich wohl was verpaßt, das ist doch glatt ein Grund noch, mal nach Kanada zufahren. ? Dafür hatte ich meine Tour morgens mit dem Moraine Lake begonnen.

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