Tag 125 – Futtersuche

Wir blieben auf unserem wilden Stellplatz am Parkplatz vor der Wasserfluglinie stehen und schlafen nach den erlebnisreichen Tagen erstmal so richtig aus.

Martha geht es nach dieser sehr erholsamen Nacht auch schon besser. Das einzige was uns aus dem Bett heraustreibt ist der Urinstinkt der Futtersuche.

Bei den Bärenbeobachtungen konnten wir sehr genau beobachten wie ausgeprägt dieser Instinkt sein kann.

Die beiden letzten Eier habe ich gestern Abend für die Marillen Palatschinken verbraucht.

Nach der, seit der Grenze zu Kanada gähnenden Leere in unserem Kühlschrank, ist das nächste vorrangige Ziel die Suche nach einem Supermarkt.

Bereits in Campbell River werden wir fündig. Ein Real Canadien Superstore!

Die amerikanischen Supermärkte waren zwar genauso riesig, aber was dort fehlte waren all die guten Sachen aus „good old europe“.

Lustigerweise finden wir am westlichsten Ende von Kanada, also am weitesten von Europa entfernten Ort, italienischen Prosciutto, französchischen Käse und Oliven aus Spanien.

Ergänzt wird das Ganze mit den Früchten des Meeres vor der Haustüre.

Lebende  Austern, Muscheln Hummer und Taschenkrebse im Meerwasserbecken!! zur Selbstbedienung…. irre!!!!

 

In der Asienabteilung kaufen wir alle Zutaten für meine berühmte Tom Ka Gai Hühnersuppe, die wir heute in den Bergen kochen werden.

Ein Gelbflossenthunfischsteak in Sushi Qualität wechselt auch noch den Besitzer.

Vor der Kassa entdeckt Martha die neuesten News aus dem englischen Königshaus und ist ganz aus dem Häuschen, dass Prinz Charles übergangen werden soll.

 

Wir können nun unser Lebensmittellager im Camper mit all den notwendigen Lebensmittel ergänzen.

Noch am Parkplatz vor dem Supermarkt wird, der Tradition folgend, sofort das „Frühstück“ ( es ist bereits 13:00) zubereitet und voll Genuss gegessen.

Martha findet im Einkaufszentrum endlich den langgesuchten Friseur und ich komme beim Starbucks unter, wo ich den Laptop laden und die Berichte im Internet aktualisieren kann.

Doch der Tag ist mit dem Besuch der Mall und des Friseurs noch nicht vorbei. Na ja, 4 Uhr ist es jetzt geworden, aber ein bisschen Zivilisation hat Martha nach den 5 Tagen Natur schon gebraucht.

Das nächste Ziel – ich will schon noch einige Kilometer fahren….. – ist der Strathcona Provincial Park etwa 80 Kilometer westlich von Campbell River. Am Weg stoppen wir noch beim beeindruckenden Elk Fall mit seiner ganz neuen Suspension Bridge, auf die hier alle sehr stolz sind. Rundherum Regenwald, doch da es seit 5 Wochen hier nicht geregnet hat, was es sonst dauernd tut, ist sogar das Moos ausgetrocknet.

Weiter bei strahlendem Sonnenschein einen See entlang um dann um 7 Uhr beim Campingplatz am Ralph River anzukommen. Wegen Marthas sensiblen Magens mache ich eine Hühnersuppe auf asiatisch, eine Tom Ka Gai, die mir zu Hause immer sehr gut gelingt.

 

Martha meint, sie ist hier noch viel besser und löffelt fleißig. Ich bin froh, dass es ihr heute schon wieder viel besser geht. Oder liegt es etwa am 2stündigen Friseurbesuch???

Den grünen Veltliner kann ich ihr dann doch nicht ausreden. Aber er schmeckt so nach Heimat, er ist das Risiko wert.

2 Gedanken zu „Tag 125 – Futtersuche

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