Tag 108 – Westwärts nach Wyoming – Idaho – Washington

Eigentlich wollte ich heute morgen noch Wäsche waschen, doch mein Fernfahrer ist auf „Straße“ programmiert, noch dazu ist es heute total sonnig, anders als an den letzten drei Tagen. Schon um 7.30 bekomme ich meinen „Guten Morgen Nespresso“, was bedeutet, dass ich dann irgendwann einmal aufstehen sollte….

Na gut, da kann ich schlecht argumentieren, dass wir Waschtag haben, zumal wir eh viel zu viel Wäsche mithaben.

Kurz durchqueren wir einen Zipfel von Idaho und landen wieder in Montana. Es ist sooo ein weites Land. Viele Rapsfelder, Weiden, Kühe und entlang der Straße sehen wir auch viele Antilopen.

 

In Montana nehmen wir noch einen empfohlenen Scenic Drive und landen in der Stadt Butte, wo an diesem Wochenende die Evel Knievel Tage stattfinden. Er ist scheinbar der berühmteste Sohn dieser Stadt. Doch die Stadt ist eigentlich wegen dem schier unerschöpflichen Reichtum an Silber, Gold und Kupfer bekannt. Am Beginn des 20. Jahrhunderts war es die größte Stadt westlich des Mississippi. Auch heute stehen noch fast alle Bauwerke aus dieser Zeit, doch die Hochblüte ist definitiv vorbei.

 

Heute beim Festival ist aber wieder viel los in den Straßen von Butte. Scheinbar alle Biker der westamerikanischen Hemisphäre befinden sich auf der Mainstreet. Schrille Gestalten schlendern in Richtung des Stunt-Geländes mit den Motorrad Stunts in Memorial  Evel Knievel, oder füllen sich die Bäuche bei den Burger-Buden.

Wir schlendern auch mit und genießen die Stimmung.

Was aber von der Bergbaustadt noch bleibt ist eine große montanistische Universität.

Erinnert mich an meine Zeiten in Leoben……..

Ist scheinbar noch immer ein Studium, das sich lohnt. In den umliegenden Bergen ruhen sicher noch genug Schätze, die es zu entdecken gibt.

Weiter geht es durch die Bergwelt Montanas auf der Suche nach einem schönen Platz für heute Nacht. Wir werden fündig und finden den schönsten Platz, den wir bisher in Amerika hatten!!!!!! 5 Meter von einem schönen Bach in einem Wald. Die Sonne scheint und ich könnte heute, nach ein paar Tagen eines kleinen Tiefs, wieder die ganze Welt umarmen.

 

Leute, es gibt ja wieder Neues von der Weißweinfront. Wir haben gestern unsere letzte Flasche aus Colorado aufgerissen – ja wie soll man da gut drauf sein… – und heute in Montana in der Stadt Ennis finden wir einen Supermarkt, der 12 Flaschen Beringer hat, und das zum halben Preis !!!! Tatatataaaaaaaaaaa……… Wir nehmen natürlich alle…..

Also gibt’s am wunderschönsten Platz von Amerika ein herrliches gegrilltes New York Strip Sherlon Steak ( USA) , Pinot Grigio Jahrgang 2015 ( USA- Nappa Valley), alten holländischen Gouda ( NL), französischen Camembert ( FRA), irische Butter ( IRL)und italienisches Olivenöl (IT) in den Salat. Ok, so international lässt sich die amerikanische Küche auszuhalten ……

 

Wir sitzen bei der untergehenden Sonne noch im Bach und überlegen schon, ob wir morgen noch hier bleiben. Doch wir haben noch 800 Kilometer bis Seattle vor uns. Morgen finden wir sicher wieder so einen Traum.

2 Gedanken zu „Tag 108 – Westwärts nach Wyoming – Idaho – Washington

  1. Die Stadt wirkt wie eine Filmstadt, das bunte Treiben war sicher super 🙂
    Euer Übernachtungsplatz ist ja wirklich ein Träumchen und dann noch so ein internationals Menü ein Wahnsinn!!
    Busserl lieserl 🙂

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