Reunion und Mauritius

10.5.2008

„Der Himmel blau, die Luft fühlt sich irgendwie weich an und es duftet nach tropischen Blumen. Die Palmen wiegen sich sanft im Wind und das Thermometer zeigt beruhigende 28 Grad“

……so könnte der erste Satz eines ganz kitschigen Romans lauten

……. es ist aber kein kitschiger Roman, so beginnt unser Urlaub auf Reunion.

Wir stehen vor dem modernen Flughafengebäude. Es ist 10 Uhr morgens und wir haben einen äussert bequemen Flug von Paris nach St. Denis hinter uns. Die 11 Stunden vergingen wie im Flug. Die perfekte Organisation vor Ort erstaunt uns. Es klappt alles wie am Schnürchen. Schnell ist die Hauptstadt Saint Denis erreicht und wir stecken im – in nahezu jedem Reiseführer angekündigten – Stau. Ich starre aus dem Fenster und bin aber schon begeistert. Hinter den letzten Häusern erheben sich bereits steile grüne Hänge und man kann schon die Bergwelt erahnen, die wir in den nächsten 2 Wochen erobern wollen.

Vorher aber noch ein Eingewöhnungstag am Meer in DEM Badeort Reunions St.Gilles les Baines.

Das Hotel Les Filaos erweist sich nach zweimaligem Zimmerwechsel als recht gemütlich und völlig ok vor allem die nette Terrasse vor unserem Zimmer hat es uns angetan.

Der erste Gang zum Meer ist aufregend. Es ist Samstag. Die Lieblingsbeschäftigung der Reunioises dürfte Picknicken sein. Griller, große Töpfe mit Karri, dem Nationalgericht, große Tische, große Familien, die alle Farben und Rassen vereinigen. Blond; schwarz, weiß, schokoladebraun; und die Krönung dieser Mischung sind die vielen entzückenden Kinder. Schon jetzt schlägt mein Fotoherz höher. Wir sind schnell im Wasser und genießen den Nachmittag am Strand. Die Entdeckung eines unglaublich guten Fischlokals direkt am Meer tut das übrige zu unserer glänzenden Laune. Mit gefüllten Bäuchen und unter Einfluss von Sauvignon Blanc – dem französischen Mutterland sei Dank – schlendern wir zurück. Um 6 Uhr ist es stockdunkel. Eh klar, wir sind knapp unter dem Äquator. Jetzt entdecke ich noch das Kreuz des Südens am Himmel. Ein perfekter Start in den Urlaub.

11.5.2008

Lazy Sunday!
Supermarktbesuch, Proviant für die nächsten 3 Tage kaufen. Ich will mir gar nicht vorstellen, dass ich das alles tragen soll!
Das Warenangebot überrascht. Der Supermarkt ist größer und besser sortiert, als unser Merkurmarkt zu Hause. Was Mister Anonym wohl dazu sagen würde? Es ist einfach wirklich verdammt schwer, der Beste zu sein.
Heute noch Badetag! Bikini und Badeschuhe gezückt und wieder zum Strand. Heute noch mehr los als gestern. Ganze Muttertagsfeiern werden am Strand abgehalten. Mit Luftballons und Girlanden geschmückte Palmen zeigen, dass sich hier Kinder wirklich was überlegt haben. Heute bewölkter, doch das schadet nicht, es ist ja warm. Das Thunfischtartare schmeckt ohne Sonne mindestens genauso gut. Gemütlicher Abend auf unserer Terrasse – und dass die Rucksäcke morgen nicht so schwer sind – beginnen wir mal gleich, einen Teil unseres Proviants aufzuessen.

12.5.2008

Unser Trecking beginnt. Schon um 6:15 werden wir vom Hotel abgeholt. Mangels Frühstücks essen wir schon mal einen weiteren Teil unseres Wanderproviants. Jetzt wird es auch schon hell und wir kämpfen uns die ersten Kurven in die Höhe. Ich bin aufgeregt, es erwartet uns doch der erste Höhepunkt der Reise. Wild windet sich die Straße auf den 1200 Meter hohen Col De Belier im Cirque De Salazie, wo wir starten. Der Rucksack hängt schwer an meinen Schultern. Ich schätze auf mindestens 8 kg vielleicht auch viel mehr …und vorne noch ein Kilo Fotoapparat. Doch alle Last ist vergessen, sobald wir losgehen. Links und rechts schon die dichte Vegetation und spitze steile Berge; immer hoher windet sich der Weg die Flanke hinauf. Fast überall Stufen aus Tamarindenstämmen. Immer neue Ausblicke auf die steilen Kraterflanken des Cirque. Auch das Wetter meint es sehr gut mit uns. Um die Mittagszeit leicht bewölkt, sonst fast immer Sonne. Überwältigend ist der Einstieg in den Cirque De Mafate. In der Ferne sehen wir schon La Nouvelle, unser Etappenziel. Der Abstieg geht jetzt ziemlich in die Knie, aber in einer Stunde sollten wir unten sein. (Wir sollten uns täuschen.) Müde, aber glücklich erreichen wir erst nach drei Stunden um halb fünf die ca. 100 Seelen Gemeinde La Nouvelle. Wir finden auch bald unsere Hütte und werden in ein 8 Bett-Zimmer (winzig – mit Stockbetten) verwiesen. HILFE – der Duft von 8 Paar Wandersocken plus Schuhen ist gewöhnungsbedürftig. Doch wir sind tapfer!!!! Am „Hauptplatz“ mit einem Laden sitzen alle Wanderer – ich schätze 30 – und bestaunen ihre Blasen. Im Speisesaal brennt schon ein offenes Feuer und in unserem eigenen Schlafsack schlafen wir eigentlich ganz gut.

13.5.2008

Kindergeschrei bestimmt den Morgen. Gerade beginnt der Unterricht in der kleinen Dorfschule. Ich zähle 12 Kinder von cirka 6 bis10 Jahren. Einen Krach machen sie aber , wie eine „ausgewachsene“ österreichische Volksschulklasse. Auch die Kirche winzig, aber offensichtlich nicht minder wichtig, will besucht werden.
Heute brechen wir auf, Richtung Marla, ein weiterer Ort im Cirque De Mafate, mit Umweg über Trois Roches, ein Wasserfall der besonderen Art. Nach Marla wären es auf direktem Weg nur zwei Stunden und das ist uns “ Wandersüchtigen“ doch zu wenig. Es wird ein schweisstreibender Abstieg auf Naturtreppen, manche einen halben Meter hoch. Und da muss ich nachher wieder zurück 🙁 wie genau definiert man nochmal den Begriff Urlaub????)
Wir wandern das Bachbett entlang. Plötzlich verschwindet das Wasser und stürzt in eine ca. 100 Meter tiefe Schlucht. Schon vom Runterschauen wird uns übel. Beim Ueberqueren des Bachs rutsch ich aus und stehe knietief im Wasser – MIST! Die Schuhe kann ich nur noch ausleeren. Als verdiente Pause nach diesem Missgeschick, schieben wir ein längeres Picknick ein, bevor der wirklich anstrengende Aufstieg auf das Hochplateau kommt. Kurz vor Marla bin ich dann wirklich fix und fertig. Robert redet mir gut zu und wir halten uns an der Hoffnung fest, dass uns irgendwer in Marla ein Bier verkaufen wird. Sind wir doch schon den ganzen Tag in der prallen Sonne unterwegs. Mit gezücktem Gutschein gehen wir von Haus zu Haus auf der Suche nach unserer Gite (Pension) Madame Caesar. Tata!!! Wir haben´s gefunden! Hübsche neue Häuschen und auch gleich vor der begruessung die ersten Regel unseres Hausherrn. „Der Rucksack darf nicht auf das Bett gestellt werden! und Waschen Sie die Wanderschuhe nicht in der Dusche“! Der Mann schaut auf seine Pension! Aus lauter Freude, dass wir ein kleines Zweibettzimmer für uns allein haben, würde ich ihm jeden Wunsch erfüllen.
Abendessen mit 12 anderen Wanderern. Es gibt das übliche Hühnerkari und Rum. Doch nach diesem Marsch von ca. 6 stunden schmeckt alles. Das Bergpanorama rund um uns heute noch steiler und höher als gestern.

14.5.2008

Blitz und Donner reißen mich um 5 Uhr aus dem Schlaf. Dazu schüttet es in Strömen. Der Sturm schlägt zudem einen Fensterladen wild gegen die Hüttenwand. Noch hoffe ich, dass ich träume und kuschle mich nochmals unter die Decke. Als ich erkennen muss, dass alles Realität ist rappeln wir uns um 7 Uhr dann doch auf und treffen die anderen beim Frühstück. Einstimmig wird beschlossen, dass man weiterwandern kann. Also starten wir zum Col De Taibit (2083 m) um über diesen Grat vom Cirque De Mafate in den Cirque De Cilaos zu kommen. Es schuettet ohne Unterlass. Nach zwei Stunden hab ich kein trockenes Fleckchen mehr am Körper, auch nicht im Rucksack, aber das wird mir erst später bewusst. Im strömenden Regen steigen wir weiter die Flanke rauf. Oben am Pass wird das Wetter besser, es pfeift nur ein unangenehmer Wind. In der Caldera können wir in der Ferne schon Cilaos sehen, was mich anspornt, gleich weiterzugehen. Die nassen Steine und Baumstämme machen den Abstieg allerdings auch nicht leichter. Glücklich in Cilaos angekommen, fallen wir ziemlich erschöpft im Hotel „Les Vieux Cep“ ein. Vor dem Hotel in grandioser Lage erhebt sich der höchste Berg der Insel, der Piton Des Neiges (3071 m).
Cilaos, das Zentrum des Cirques, ist ein recht ansprechendes Städtchen mit College, Kino, Geschäften, Thermalbädern und einigen Hotels.
Im guten Hotelrestaurant belohnen wir uns für den heutigen Tag, indem wir die Speisekarte rauf und runter bestellen.

15.5.2008

Frühstück im Freien. Wieder einmal strahlt die Sonne und der Himmel ist unverschämt blau. Und zwischen Kaffee, Croissants und dem Himmel hat gerade noch der Piton Des Neiges Platz.
Ein Blick in unseren Reiseführer bestätigt: es muss auch heute gewandert werden! Den historischen „Senftenweg“ bergab folgend (Cilaos war wegen seiner Thermalquellen berühmt und um 1900 wurden die Kranken und Reichen in den Senften vom Ort zur Kuranstalt gebracht) von dort geht es nochmals eine Stunde bergab zu den Cascades Rouges. Vom Wasserfall sieht man nicht viel, wir sind zu feig um uns weiter vor zu wagen… also nur ein kurzer Fotostop. Leichtsinnigerweise haben wir alles Essbare im Rucksack im Hotel zurückgelassen. Nach eineinhalb Stunden zügigem Rückmarsch rettet uns eine Boulangerie vor dem sicheren Hungertod. Die gefüllten Baguettes sind noch besser als in Paris.

Beim Weiterschlendern sehen wir einen Bus nach Bras Sec; wir haben eigentlich keine Ahnung, was dort ist, aber um einen Euro kann man überall hinfahren; nach einer halben Stunde sind wir am Ziel. Bras Sec besteht aus 20 Häusern, 2 Kühen, mehreren Gemüsefeldern und einem grandiosen Ausblick auf den Cirques des Cilaos. Wann haben wir das letzte Mal für einen Euro so viel bekommen???

16.5.2008

Nebel und Nieselregen. Gut, dass wir die Idee, den Piton des Neiges zu besteigen, doch bald verworfen haben. Ein Taxi ist für zwei Uhr bestellt, um uns zum Meer zu bringen. Vorher noch ein „Busausflug“ nach Ilet a Cordes. Die Strasse ist ein Erlebnis pur und der Busfahrer ein wahrer Künstler. Dass dieser Bus hier überhaupt fahren kann, ist ein Wunder. Manchmal ist die Kurve so eng, dass der Fahrer zurückschieben muss. Für unseren Euro fahren wir heute 40 Minuten durch unglaubliche Natur. Was für ein Schauspiel.!!!
Trotzdem freuen wir uns auf die zwei Tage am Meer und auf das – hoffentlich – schöne Hotel Boucon Canot. Die Fahrt zum Meer kostet mich wegen der vielen Kurven und der Fahrweise des Chauffeurs echt Nerven und alle Farbe weicht mir aus dem Gesicht.
Die Entschädigung folgt auf den Fuß. Kleines feines Hotel auf einer Klippe über der Boucon Canot Bucht. Die Brandung am Strand allerdings nicht ungefährlich. Nicht umsonst wurde mit Lavasteinen ein Meerespool geschaffen. Normales Baden ist kaum möglich. Endlich haben wir auch wieder unser Gepäck, nachdem wir die letzten Tage nur aus den kleinen Rucksäcken gelebt haben. Augenblicklich machen wir uns hübsch und gehen in das grandiose Restaurant Le Boucantine essen. Wir leben buchstäblich wie Gott in Frankreich. (ob Gott in Frankreich jemals sooo gut gegessen hat?). Der klassische weiße Rum von der Insel wiegt uns danach in den Schlaf.

17.5.2008

16 Vanilleschoten um 5 Euro sind unsere erste Errungenschaft am turbulenten Wochenmarkt von St. Paul. Kaum haben wir heute morgen unseren Mietwagen übernommen, waren wir auch schon unterwegs. Die ehemalige Hauptstadt St. Paul ist nicht wirklich attraktiv, der Markt aber sehr wohl. Das Angebot an Obst, Gemüse und Fisch ist grenzenlos. Aber auch die vielen bunten Bastwaren machen das Bild noch bunter. Schade, dass ich schon zwei Strohhüte erstanden habe, immer wieder fallen mir neue Farben und Formen in die Hände.
Am alten Friedhof pilgern wir zum Grab des berüchtigten Piraten „La Buse“ der hier um 1700 das Südmeer beherrscht hat und 1730 im Namen der französischen Krone gehängt wurde. Eine Legende besagt, er hätte vor seiner Exekution ein Stück Papier in die Menge geworfen mit den Worten “ Wer diese Karte lesen kann, dem gehört mein Schatz!“ ….. man sucht heute noch!
Am Nachmittag faulenzen wir beim Meer in unserem wirklich schönen Hotel.

18.5.2008

Um 6 Uhr läutet der Wecker!! Will ich wirklich aufstehen? Ich gehe in mich und rede mir gut zu, dass wir es uns ja vorgenommen haben, heute ganz früh auf den Piton De Maido zu fahren. Es gibt also kein Zurück, und als ich den wolkenlosen Himmel sehe, ist es klar, wir fahren. Piton De Maido ist ein Aussichtspunkt auf ca. 2100 Metern am westlichen „Kraterrand“ des Cirque De Mafate.
Langsam klettert unser Peugeot 206 die 2000 Höhenmeter hinauf. Immer wieder ändert sich die Vegetation, zuerst durch Zuckerrohrfelder, dann Tamarinden, Riesenfarne und Wälder von roten Weihnachtssternen. Schon jetzt um 8 Uhr sitzen ganze Großfamilien bei den unzähligen Picknickplätzen und grillen. Die Hühner sollen zu Mittag schließlich fertig sein.
Oben angekommen sind wir Auge in Auge mit den Rundflugshubschraubern und -Flugzeugen. Ganz klein unten können wir den Ort La Nouvelle ausnehmen und verfolgen aus der Vogelperspektive nochmal fast unsere gesamte Wanderroute der letzten Tage. SPEKTAKULÄR!!!! wir laufen ganz aufgeregt hin und her und erst als – wie angekündigt – der Nebel um 10 Uhr einsetzt, trennen wir uns.
Piep piep ……und ein rot aufleuchtendes STOP ist die Begrüßung unsers Autos nach den ersten hundert Metern talabwärts. Ein Blick in die Gebrauchsanweisung, dann ein Blick in den Langenscheidt zur Übersetzung, dann Panik.
Die Übersetzung lautet : sofort stoppen, sie haben zu wenig Bremsflüssigkeit!!! SUPER!!!! es fehlen uns ja gerade nur noch 2000 Höhenmeter bis in die nächste Stadt. Doch mein Robert löst das Problem höchst elegant. Er sieht, dass wir noch die Hälfte der Flüssigkeit haben und zieht den Schalter raus. Schon piepst es nicht mehr…..na ja…. mit dem 1. Gang und Gottvertrauen erreichen wir die nächste Tankstelle und können das Problem mit 3 Euro lösen. Wohl war mir bei der Sache aber ganz und gar nicht!!
Noch immer etwas aufgeregt besichtigen wir in einer halben Stunde St. Denise. Nicht unbedingt sehenswert, außer ein paar schöne Kolonialhäuser. Wir trinken einen Kaffee, in der wunderbaren Patisserie PAUL, und lassen prompt den Rucksack stehen. Eine halbe Stunde später auf der Autobahn komm ich drauf. Heute ist wohl nicht unser Tag, aber die Menschen hier enttäuschen mich nicht. Als wir zurückkommen hält ihn mir schon ein Kellner entgegen.
Weiter geht es über den Norden nach St. Benoit und weiter nach Bourg Murat, in der Nähe DES Vulkans Piton del la Fournaise, wo wir einen Pflichtbesuch im „Maison Du Volcan“ machen. Ist sehr interessant. Sollte man unbedingt sehen, bevor man raufgeht. Wir stimmen uns mit Vulkanausbrüchen der letzten 100 Jahre auf die kommenden drei Tage ein. Nach weiteren 10 Minuten Fahrt erreichen wir das einfache, aber sehr stimmige Hotel „Les Geraniums“ wo es sogar gratis Internet gibt :-)))

19.5.2008

Der tägliche 6 Uhr-Blick aus dem Fenster sagt mir: Heute wirds nichts mit dem Vulkan. Den Piton de la Fournaise, von den Einheimischen einfach „der Vulkan“ genannt, kann man wirklich nur bei ganz gutem Wetter besuchen. Und es ist nebelig und nieselt auch leicht. Also tritt Plan B in Kraft. Wir wollen zum Trou de Fer, dem „Höllenloch“, wo in ein riesiges grünes Loch drei Wasserfälle stürzen. Eine 15 km lange Forststraße durch den Fôret de Boubur auf einen Parkplatz, von hier nur mehr zu Fuß. Also Wanderschuhe an und los gehts. In 2 Stunden sollten wir beim Aussichtspunkt zum Höllenloch sein. Ein Wahnsinnsweg! Regenwald vom Feinsten. Der Weg an und für sich gut angelegt, aber zeitweise felsig und durch die Regenfälle matschig. Wir stehen teilweise bis zu den Knöcheln im Gatsch und es ist verdammt glitschig, außerdem gehts steil bergauf und bergab. Mir rinnt schon der Schweiß runter – wie gesagt, wir sind im Regenwald und die Luftfeuchtigkeit ist enorm. In der Hoffnung auf den Mega _ Blick schleppen wir uns die letzten Meter hinauf zu einer kleinen Plattform und siehe da: Man sieht absolut nichts. Und zwar wirklich gar nichts!!! Angeblich ist vor 10 Minuten der Nebel eingefallen. Brav warten wir 1 1/2 Stunden gemeinsam mit 2 Franzosen aber es ist alles vergebens. Die ganze Anstrengung umsonst. wir geben auf und kämpfen uns zurück. Allerdings ist der Weg so spektakulär, das wir doch froh sind, hier gewesen zu sein, mit oder ohne Höllenloch.

20.5.2008

Der berühmte 6 Uhr-Blick sagt uns: heute ist Vulkantag!!! Piton de la Fournaise heißt das Zauberwort! Der Frühstücksraum ist um halb sieben schon voll. Wir sind nicht die Einzigen, die heute die Chance wittern. Von unserem Quartier sind wir ca. 1 Stunde entfernt. Von der Bundesstraße führt eine 30 km lange Stichstraße zum Vulkan. Zuerst durch Wald, dann nur mehr latschen und vor allem überall dottergelber Stechginster in voller Blüte. Den ersten Ringbruch überbrücken wir mit dem Auto und fahren dann in der Plaine de Sable mit dem Wagen weiter. Haben wir auch noch nie gemacht – Autofahren in einem Vulkan!! Mondlandschaft pur. Nach 8 km der Aussichtspunkt. Großartiger Ausblick, von hier aber nur mehr zu Fuß. Zuerst 100 m runter in die dritte Caldera. Vor uns ragt jetzt 400 m hoch der Hauptkrater in die Höhe. Steiler Treppenweg hinunter. Ununterbrochen bleib ich stehen. Zu großartig und unwirklich ist die Szenerie. Am Kesselboden angekommen steht man jetzt wieder in einer kilometerbreiten Caldera. Wir wandern auf metallisch grauen Basaltplatten und Stricklava. Die Lava ist hier so erstarrt, wie wahllos hingeworfene dicke Seile. (erklärende Fotos folgen, wenn ich zu Hause bin) Das alles zeigt, dass die Lava bei den Ausbrüchen sehr dünnflüssig war. Eine knappe Stunde wandern wir zum Hauptkrater. Dazwischen gespenstische Grotten, die durch Gasblasen bei den Ausbrüchen entstanden sind. Seit dem letzten Ausbruch April 2007, darf man nicht mehr bis zum Kraterrand auf 2632 m aufsteigen. Ist zu brüchig und zu gefährlich. Wenn ich aber jetzt da so raufschau, bin ich irgendwie gar nicht böse….. der Piton de la Fournaise bricht etwa alle zwei Jahre aus und ergießt sich ( bis jetzt) immer Richtung Meer, sodass keine große Gefahr für die Menschen hier besteht. Im Gegenteil, es ist jedesmal „das Ereignis“ und die ganze Insel geht „Ausbruch schauen“. Wir sehen auch überall Aufnahmen, wie sich die glühenden Lavaströme über die Küstenstraße wälzen.
Als um 11 Uhr pünktlich, wie angekündigt, der Nebel in den Krater fällt, machen wir uns auf den Rückweg. Am Weg in den Cirque de Salazie, den wir uns noch vorgenommen haben, schieben wir noch einen Besuch auf eine Vanilleplantage ein, und kriegen bei einer interessanten Führung auch mit, warum Vanille so teuer ist. Im Anschluss haben wir natürlich auch die Gelegenheit, die teuren Vanilleschoten zu kaufen 🙂
Der Cirque de Salazie, den wir eigentlich erst in der Dämmerung erreichen, ist der regenreichste und feuchteste der drei Cirques. Er besticht durch seine unzähligen Wasserfälle, von denen manche sogar auf die Straße über die Autos plätschern. Die steilen Wände, zwischen denen wir uns bewegen, sind zur Gänze mit Vegetation überwuchert, aber nicht nur Blattwerk sondern auch prächtigste Blumen. Wilde Hortensien, weiß und rot blühende Azaleen und vor allem schon die erwähnten Wälder von Weihnachtssternen. Der Hauptort Hellbourg, klein und provinziell ist bekannt durch seine schmucken, kreolischen Villen, die ich noch schnell fotografiere.

Jetzt aber zurück. Es ist noch ein langer, anstrengender Weg nach Plaine de Cafres in unser Quartier. Mit französischen Pasteten und Rotwein feiern wir den aufregenden Tag in unserem gemütlichen Zimmer.

21.5.2008

Wieder so ein schöner sonniger Tag. Langes Frühstück mit Ausblick ins Tal. Wir zuckeln erst um 10 Uhr Richtung Küste. Im Ort St. Pierre an der Südküste bremsen wir uns ein, weil uns sowohl die wilde Brandung, der Yachthafen und auch die Lokale faszinieren.Lange schauen wir den Wellen zu und erholen uns vom Schauen in der Bar „African Queen“ mit frischgepresstem Orangensaft, den es hier an jeder Ecke gibt. Ich lese in meinem Reisefuehrer vom grossen Blumenmarkt, der jeden Mittwoch vormittag abgehalten wird; voila! es ist ja Mittwoch, also nichts wie hin. Orchideen bestimmen das Bild des Marktes. Scheinbar sind das die einzigen Blumen, die man kauft, alles andere wächst ohnehin wild am Straßenrand. Schöne Fotomotive!! Auch in der Markthalle finden wir allerhand KrimsKrams, was uns gefällt. Neben einigen Souvenirs erstehe ich einen riesigen, überdimensional großen grünen Hut. Robert trägt meinen kauf mit Fassung. Ich glaube, er hofft inständig, dass ich ihn nie aufsetzen werde.
Jetzt juckts uns aber schon, in das angeblich tolle Hotel „The Palm & Spa“ in Grande Anse zu kommen. Schon das Entree und der Empfang sind beeindruckend. Auch der Pool atemberaubend und sehr stylisch. Alles in weiß braun und viel Rattan und Blumen. Das Spa werde ich morgen testen. Ob sich dieses Hotel rechnet??? Gäste seh ich im Moment nicht viele. Beim Zimmerbezug das übliche Szenario. Erst Blick auf den Parkplatz. Nach unserem Veto Blick aufs Meer!! Klingt einfach, ist es aber nicht, aber nach jahrelanger Übung gelingt es uns ganz gut. :-)))). Das Hotel liegt auf einer Klippe, es gehen Treppen zum Strand, sagt man uns. Das runtergehen gestaltet sich als anspruchsvolle Wanderung durch einen Wald über Felsen. Wanderstöcke wären dienlich gewesen. Morgen nehmen wir das Auto. So schön der Strand Grand Anse ist, Baden ist absolut unmöglich, weil lebensgefährlich. Meterhohe Wellen kommen auf den Strand zu. Gibt aber tolle Fotomotive.
Abendessen im stylischen Restaurant mit französischem Wein zwar sehr nett aber eindeutig überteuert.

22.5.2008

Grauer Himmel, im Moment kein Badewetter. Gelegenheit Reunions wilden Südosten kennenzulernen. Schon allein die Tatsache, dass hier etwa alle zwei Jahre die Lavaströme ins Meer fließen macht uns neugierig. Es ist auch die regenreichste Küste, was bedeutet, dass hier noch mehr Natur „wuchert“ als an den anderen Küsten, was man kaum glauben kann.
Unser erstes Etappenziel ist die Cascade de la Grande Ravine. Wir irren erstmal eine in einer ganz falschen Schlucht herum, was uns mindestens eine Stunde kostet und finden erst auf den zweiten Anlauf die Wasserfälle. Gut, dass wir nicht aufgegeben haben. Beeindruckend! Ich kann gar nicht zählen, wie viele Bäche tosend in ein blaugrünes Becken stürzen. Der heutige Regen macht die Szenerie noch gewaltiger. Auch andere kleine Cascaden laden zum Stehenbleiben ein, einige Einheimische auch zu einem Bad unter dem Wasserfall.
Der eigentliche Höhepunkt des Tages trifft uns aber völlig unvorbereitet, weil auch in keinem Reiseführer beschrieben. Wie auch, meine Führer sind aus dem Jahr 2006 und was sich hier hinter einer Kurve auftut ist das Werk des letzten großen Ausbruchs von 2007. Ein hunderte Meter breiter und 600 Meter hoher Berghang liegt vor uns. Schwarze, rote, gelbe, dampfende Lava, soweit das Auge reicht. Immer andere Formationen an Lava, kleine Krater, Höhlen, und mittendurch ganz unwirklich die neugeschaffene Straße. Dazu ein unerträglicher Gestank. So muss die Apokalypse sein. An den Rändern des Hanges weiße verbrannte Wälder. Wir stehen sprachlos da und begreifen erst, wie klein der Mensch doch gegen solche Naturgewalten ist. Unsere Sohlen werden auf einmal erschreckend warm….
Was auch verwundert, ist, das der Ausbruch ja mehr als ein Jahr zurückliegt und sich jetzt noch so ein Bild bietet. Ich kann nur erahnen, was sich hier am 7. April 2007 abgespielt hat. Beim Weiterfahren auf der Küstenstraße kommen wir jetzt bei älteren Lavaströmen vorbei, die auch teilweise schon wieder grün überwachsen sind, der Lauf der Natur!
Lange Rückfahrt zum Hotel, wir haben während des Tages gar nicht gemerkt, wie weit es uns Richtung Norden getrieben hat. Heute Abend werden wir uns ein kleines Lokal in St. Pierre suchen, die Lokale dort haben uns ja gestern mittag schon angelacht.


23.5.2008

Da wir gestern ziemlich lange im Hafen in St. Pierre gesessen sind und vorzüglichen Fisch gegessen habe, fast alles roh, was die Spezielität ist, erst um 10 Uhr zum Frühstück. Heute brennt die Sonne schon vom Himmel und wir verschanzen uns unter einem großen Sonnenschirm mit Blick auf das Meer und die immer gleichbleibende Brandung.

Leider verzieht sich das schöne Wetter bald, und wir müssen immer wieder vom Pool flüchten. Das mit der regenreichsten Küste stimmt offensichtlich. Es ist heute auch relativ kalt. Habe mir meinen Urlaub überhaupt im ganzen etwas wärmer vorgestellt. Beim Wandern wars natürlich fein, beim Pool bin ich jetzt schon in alle Pullover eingemummt, die ich mit habe.
Ein geplanter Ausflug nach Cap Maichande findet im Freitagabendstau von St. Josef sein Ende. Wir geben auf, der Verkehr ist zu heftig.
Heute unser letzter Tag auf Reunion, morgen gehts weiter nach Mauritius, vielleicht ist es dort wärmer.
Aber abschließend muss man sagen, dass Reunion eine außergewöhnlich abwechslungsreiche, wunderschöne Insel ist und vor allem die ausgesprochen netten herzlichen Menschen verleiten uns sicher dazu, wieder einmal zu kommen.


24.5.2008

Schon um 1/2 7 stehen wir auf, da wir Angst vor den Staus am Weg nach St. Denis haben, wo zu Mittag unsere Maschine nach Mauritius abfliegt. Schon wieder regnet es hier, aber während der Fahrt nach Norden wird es immer besser. Ein Lavastrand mit wilder Brandung verleitet uns noch zu einem Fotostopp. Schwer können wir uns von der außergewöhnlichen Landschaft trennen.Wir verlassen Reunion bei strahlendem Sonnenschein. In nicht mal 45 Minuten bringt uns eine Maschine der Air Mauritius die 180 km auf unsere Badeinsel.
Nieselregen, Sturm und Wolken bis zum Horizont begrüßen uns. O.k., so haben wir uns jetzt den Empfang nicht vorgestellt, aber wir haben ja eine Woche Zeit, auf Sonnenschein zu warten. Der Flughafen liegt im Osten der Insel. Wir fahren durch viele kleine Orte und der Kontrast zu Reunion könnte größer nicht sein. Fühlten wir uns in Reunion wie in Europa, sind wir jetzt im exotischen Afrika, wirklich weit weg von zu Hause. Die Leute leben einfachst und auch die Bevölkerung sieht ganz anders aus.
65 % Hindus, der Rest Tamilen, Chinesen und Afrikaner.
Ca. 1 Autostunde entfernt im Südwesten liegt unser gebuchtes Hotel DINAROBIN. Was wir hier sehen, übertrifft alle Erwartungen. Obwohl wir schon manches Hotelerlebnis hatten, bleibt uns der Mund offen. Und als wir in unser Zimmer geführt werden, sind wir absolut sprachlos. So schön haben wir sicher noch nie gewohnt und die 20 m2 Terrasse vor unserem Wohnbereich mit Rattanwohnlandschaft lädt zum absoluten Genießen ein.
Von unserem Häuschen sind es nur ein paar Schritte zum puderweißen Palmenstrand, den wir auch gleich erkunden..
Leider stürmt es jetzt ziemlich, also beginnen wir den Abend bei einem wärmenden Irish Coffee und einer Cohiba in der Bar.


25.5.2008
Man glaubt es ja kaum, die Sonne scheint. Wir beziehen gleich nach dem Frühstück Stellung unter einem Palmenschirm am Strand und hegen die große Befürchtung, dass wir von der Insel Mauritius wohl nicht viel sehen werden, so schön ist es hier.
Es wird vom Wetter abhängen, wie wir die nächsten Tage gestalten werden. Die einzige Bewegung ist ein Spaziergang über den hoteleigenen Golfplatz zum Schwesternhotel le Paradis. Auch die Gastronomie hält, was sie verspricht und so freuen wir uns auch heute wieder auf kulinarische Genüsse.

26.5.2008

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von sportlichen Aktivitäten. Gleich nach dem Frühstück stehen wir auf dem Tennisplatz. Trotz unserer langen Abstinenz von diesem Sport gehts ganz gut, und unter Palmen macht es auch noch viel mehr Spaß. Dann weiter zur Schnorcheltour. Es gibt zwar viele bunte Fische, die Korallen sind aber spärlich und auch sehr farblos. Wahrscheinlich ist es draußen am Riff besser, da trauen sich aber die Boote wegen der starken Strömung nicht hin. Das bleibt wohl doch den Tauchern vorbehalten. Kaum vom Schiff stehen wir mitten in einem Beachvolleyballspiel. Zuerst unfreiwillig, dann machte es sehr viel Spaß. Ja und zu guter letzt lass ich mich im Spa auch noch ausgiebig verwöhnen.
Natürlich blieben auch noch Momente zum Strand liegen und lesen, aber so ein Urlaubstag am Meer ist wirklich sehr schnell um….
Die einzige Aktivität, die wir heute noch schaffen, ist der Gang ins Restaurant, um einmal mehr die ausgezeichnete Küche zu genießen und nach so viel Sport natürlich auch den chilenischen Wein, den wir auf der Karte entdeckt haben.

27.5.2008

Nachdem es doch etwas seltsam rüberkommt, wenn ich von Mauritius nur Hotelfotos mitbringe – obwohl das schon so viele, wie von manchem Urlaub sind – und ich natürlich neugierig bin und die Berichte anderer bestätigt oder widerlegt haben möchte, wird heute mal die Insel abgefahren. Natürlich nicht die ganze, soviel Zeit ist ja doch nicht, aber wie uns unser netter Chauffeur sagt, das Wichtigste. Also mal gespannt sein, was das Wichtigste auf Mauritius ist. Vorweg mal: 45 Prozent der Fläche sind mit Zuckerrohr bepflanzt!! Somit bleiben nur mehr 55 Prozent für etwas anderes…. Um neun Uhr starten wir, man sagt uns, das reicht vollends, um 6 Uhr wird es bekanntlich dunkel, dann ist alles besichtigt.

Erst mal eine Bergstraße hinauf, um von oben die Morne-Halbinsel, wo auch inser Hotel drauf ist, zu sehen. Die höchste Erhebung der Insel ist grad mal gute 800 m hoch! Schon ganz gut! Weiter zu einer MUSS-Sehenswürdigkeit die Cascade Chamarel. Ein beachtlicher 100 m hoher Wasserfall. Ja, auch das gefällt uns sehr gut!

Und dann das Motiv vieler Mauritiuskarten – außer den Stränden natürlich – das Naturphänomen „Seven coloured earth“. Es handelt sich um eine „Mugelpiste“ vulkanischen Ursprungs in wirklich unzähligen Rotbraun-Tönen. Gibt mit der saftiggrünen Vegetation im Hintergrund echt ein gutes Fotomotiv.

Next step: Kultur: Ein Hindutempel, eine 30 m hohe Shivastatue und eine sehr stimmige Atmosphäre mit vielen Pilgern ziehen uns hier doch längere Zeit in den Bann. Was als „grand bassin“ bezeichnet wird, ist für die Hindus hier ein heiliger See, wo sie ihre Opfergaben auf brennenden Blättern vom Wind auf die Mitte des Sees treiben lassen. Gefällt!

Weiter zum Black River Gorges um von einer Aussichtsplattform in eine rieseige Schlucht mit kleinen Wasserfällen zu schauen. Für mich viel interessanter ist eine Schulklasse, die mir geradewegs in dei Kamera „läuft“ und mal eine Abwechslung zu den vielen Naturfotos sind.

Wegen Robert besuchen wir noch eine Fabrik für Modellschiffe, weil er solche doch zu Hause auch baut. Leider wollen uns die viel lieber ein paar Schiffe verkaufen, als uns beim Bauen zuschauen lassen.

Also dann geradewegs zu einer weiteren Muss-Sehenswürdigkeit : Der botanische Garten Pamplemousses. Hauptattraktion ist für mich ein Teich mit Riesenseerosen, dessen Blätter 1 1/2 m im Durchmesser erreichen und ganz unwirklich ausschauen. Ich hab sie noch nie in natura gesehen! Alles weiteren Pflanzen zwar sehr hübsch, aber doch auch anderswo anzutreffen. Riesenfarne, Riesenbäume… aber in dieser einen Stunde bleibt nicht mehr viel Zeit, uns näher damit zu beschäftigen.

Was mir zu meinem Glück aber noch fehlt, ist natürlich das Original der Blauen und der Roten Mauritius. Ein unscheinbares Museum in Port Louis, der Hauptstadt, hat zwei ungestempelten „post office“-Marken ausgestellt. Zur Erinnerung: ein Graveur hat 1847! statt der Bezeichnung „post paid“ „post office“ geschrieben und als er den Irrtum bemerkte, waren schon etwa 100 Marken im Umlauf. Jetzt gibt es noch 12 Stück und jeder Sammler träumt davon, sie wenigstens mal zu sehen, wenn er sie schon nicht besitzen kann.

Von der Stadt an und für sich sehen wir nicht mehr viel. Wir fahren zwar durch, gibt aber nicht wirklich viel her. Es gibt einen Zentralmarkt, aber auch den schenken wir uns. Wahrscheinlich ist die Zeit einfach auch zu knapp bemessen, es gäbe sicher noch mehr Fleckchen zu entdecken. Wir sind allerdings froh, dass wir noch zwei weitere Tage im Hotel haben, und das Bedürfnis, noch mehr herumzufahren, ist auch nicht da.

Wir kommen erschöpft ins Hotel, nur noch Kraft zum Essen. Auch heute verpassen wir wieder das Abendprogramm in der Bar….

28.5.2008

Heute Tennis schon VOR dem Frühstück, mein Gott sind wir sportlich. Heute starker Wind. Gute Ausrede, lange beim Frühstück zu sitzen und gemütlich auf unserer Terrasse Karten zu schreiben. Nachmittags ärgere ich mich eine Stunde mit dem Internet und muss danach zum Yoga, um wieder Gelassenheit zu erlangen. Gut, dass die da alles im Haus haben 🙂 Wir grüßen unzählige Male die Sonne und sind dann sehr entspannt. Entspannt genug, um wieder zwischen fünf verschiedenen Gourmet-Menüs zu wählen, was ja an und für sich keine so einfache Aufgabe ist. Gut, dass uns nach diesem geistig und körperlich wirklich herausforderndem Akt ein Golfwagerl wieder zu unserem Zimmer bringt. Wie gesagt, hier ist an alles gedacht.


29.5.2008

Kurzer Kampf, ob ich wieder VOR dem Frühstück auf den Tennisplatz muss, mein Schweinehund bleibt im Bett, ich gehe! Jetzt bin ich aber so was von stolz!!! Und nach dem Frühstück gleich eine geführte Mountainbike-Tour um den Morne Brabant. Wir sind die einzigen zwei, die angemeldet sind und gemeinsam mit dem Guide losfahren, also sind wir auch die einzigen zwei die gemeinsam mit dem Guide nass werden!!!!

Die Strecke ist nicht wirklich sehenswert, allerdings schauen wir lange den kyte-Surfern zu und das ist doch ganz interessant. Hier in dieser Bucht sind angeblich die Profis.

Danach kollektives Aufwärmen am Strand, obwohl eine ziemlich steife Briese weht.


30.5.2008

Ich ignoriere es einfach! den letzten Urlaubstag und tue so, als wäre gar nichts! Also pack ich erst am Abend um sechs Uhr den Koffer und wir genießen ganz einfach noch einen herrrlichen Tag am Meer. Wir haben auch bis am Abend unser Zimmer, was natürlich sehr fein ist.

Schweren Herzens verlassen wir die tropische Umgebung und haben einen sehr entspannten Nachtflug nach Paris. Von dort am 31.5. nach Wien. Beim Aussteigen hat es 32 Grad!!!! Das nenn ich wirklich tropisch!!!!!

Fazit der letzten drei Wochen: Reunion sieht uns sicher wieder, und nach Mauritius komm ich erst wieder, wenn ich Golfen kann, dann kann ich auch ohne schlechten Gewissens mit dem Golfwagerl herumfahren!!!!!


E N D E