Tag 141 – Old Salzburg

Von unserem Platz in Golden fahren wir erst um 12 Uhr weg. Unser nächstes Ziel ist Radium Hot Springs vor dem Kootenay Park.

Die große Sensation (für uns) in Radium Hot Springs sind nicht die Berge oder die Seen, sondern ein österreichisches Gasthaus. „Old Salzburg“ empfängt uns mit Landler und einem oberösterreichischen Kellner in der Lederhose.

 

Als er uns deutsch reden hört meint er nur „Hauts euch mal da draußen hin, ich bring euch gleich was zu trinken“. Jetzt muss es ein Stiegl sein!!!! Nachdem ich zwischen Pinzgauer Kasnockn und Sisi Torte schwanke, wird es dann doch für uns beide eine Gulaschsuppe. Hmmmm… dazu Schwarzbrot. Die Hütte ist drin ganz voll, uriger Gastraum und vor allem eine vierseitige Speisekarte mit richtigem Essen. Schade, dass wir erst um 12 Uhr gefrühstückt haben.

 

Nach diesem wirklich aufregenden Ereignis können wir heute auch auf den Wasserfall verzichten. Müssen wir auch, überall brennt es, und von der Hauptstraße darf man kaum ins Hinterland.

 

Heute ist der Himmel zwar wieder etwas blauer, aber kaum nehmen wir es wahr, sehen wir einen neuen Waldbrand. Die Wolken kommen über den Bergen wie ein Vulkanausbruch raus und es fliegen auch schon wieder die Löschhubschrauber.

 

Erst 2003 ist fast der gesamte Park einem Waldbrand zum Opfer gefallen, da wachsen die neuen Bäume gerade nach. Die Szenerie ist trotzdem etwas gespenstig.

 

Heute kommen wir nicht weit, schon nach 150 Kilometern machen wir beim Marple Canyon halt und stellen uns dort auf einen Platz im Nationalpark. Bin neugierig, ob man in den Canyon reindarf. Werden wir morgen Früh wissen. Wir hängen noch lange draußen lesend herum, bis die Sonne untergeht und uns die kühle Luft ins Auto treibt.

Tag 140 – Yoho Nationalpark

Eiskalter Nebel empfängt uns, als wir auf unserem Overflow Parkplatz unseren Camper verlassen. Die Rauchpartikel der Waldbrände verursachen diesen Nebel.

Wir flüchten sofort in unser Haus auf vier Rädern und drehen die Heizung auf. Erst um 10:00 starten wir einen neuen zögerlichen Versuch, die Lage zu testen. Es ist wärmer und heller geworden und nichts steht einem erlebnisreichen Tag im Weg.

Nach dem Frühstück rollen wir auf dem Highway Nr. 1 Richtung Westen. Beim Spiraltunnel machen wir Halt und warten auf den nächsten Güterzug.

 

Das besondere daran ist, dass die Canadian Pacific Railroad mit Hilfe zweier spiralförmige Tunnel den Kicking Horse Pass überwindet.

Die Züge sind so lang, dass die beiden Zuglokomotiven bereits aus dem Tunnel herauskommen, während die Güterzüge im darunterliegenden Tunnelportal erst einfahren. Haben wir am Semmering auch im Kleinen….

Das sind übrigens Wildbrücken, für die Tiere gebaut, damit sie über die Autobahn kommen, die ja durch den Nationalpark durchführt.

Damit wir zur nächsten Sehenswürdigkeit kommen können, muss unser Camper mehrere steile Haarnadelkurven überwinden.

Schon von Weitem sehen wir die 350 m hohen Wasserfälle der Takakkaw Falls. Übrigens, das Wort Takakkaw bedeutet in der Cree Indianersprache, „ it is magnificent“. Das Wasser stürzt wie bei einem Dammbruch über die Felskante in die Tiefe.

Auf einem gut ausgebauten Wanderweg gehen wir zuerst über eine Brücke und dann führt uns der Weg zum Fuß der Fälle. Donnernd, dass man sein eigenes Wort nicht hört, trifft der Wasserfall auf dem Talgrund auf und erzeugt einen starken Wind, der die Wassergischt vor sich hertreibt.

Seht Ihr meinen kleinen Fan auf dem Stein links neben mir???

Ziemlich durchnässt von der letzten Attraktion kommen wir zur Nächsten.

Bei der Naturell Bridge zwängt sich ein ganzer Fluss durch eine kleine Felsenöffnung.

 

Im nächsten Seitental erreichen wir dann den Emerald Lake. Ganz berühmt, weil soo türkis. Wir haben Glück und finden trotz Besucheransturm einen Parkplatz direkt beim See.

Der See schimmert grünlich und ist umrahmt von gletscherbedeckten Bergen.

Die Sonne scheint zwar, aber der Rauch hängt sich schwer über den See. Wir beschließen, endlich eines der roten Kanus zu mieten und den See zu erkunden.

 

Martha sitzt vorne und ich steuere am Heck den Kanadier über den See. Das macht uns beiden Spass!!!

Am späten Nachmittag nach einer Kaffeepause im Camper starten wir dann über den Kicking Horse Pass nach Golden.

Durch viel Fels und über viele Brücken überwinden wir den Pass. Golden liegt nicht mehr im Nationalpark und deshalb gibt es endlich wieder einen Supermarkt, wo wir uns für die nächsten Tage mit Lebensmittel eindecken können.

Im Whispering Spruce Campground finden wir dann ein Platzerl und es dauert nicht lange bis die gebratenen Steaks mit den Fisolen auf dem Holztisch im Freien dampfen.

 

 

Tag 139 – Icefields Parkway

Robert weckt mich um 8 Uhr…. Find ich gar nicht gut!!!! Aber wir sind ja extra dageblieben, dass ich heute früh tolle Gletscherfotos machen kann.

Ich lieg noch mit Kaffee im Bett, während Robert schon auf den großen Parkplatz vor dem Glacier Center fährt, wo wir loswandern wollen.

 

Doch ich habe die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der Wind hat sich gedreht, und jede Minute wird jetzt die Sicht schlechter. Noch immer hängt der Rauch der Waldbrände von British Columbia in der Luft. Da hatten wir die letzten Tage wirklich Glück. Wir frühstücken zwar auf der schönen Terrasse in der Sonne, doch der Gletscher zeigt sich total vernebelt. Was war das gestern doch für eine Sicht!!!!!

Egal, wir bringen mal den Tagesbericht raus und schmeißen uns dann doch in die Wanderschuhe, um hinauf zur Gletscherzunge zu gehen. Ja, aus der Nähe sieht es schon beeindruckend aus, auch wenn der Gletscher seit den 25 Jahren wo wir da waren, etwa 200 Meter zurückgegangen ist. Sicht ist erbärmlich, aber das Gehen tut auf alle Fälle gut.

Es ist empfindlich kühl, vor allem der kalte Fallwind des Gletschers bläst durch unsere Jacken.

 

 

Wir sind allerdings nicht die einzigen, die auf diese Idee kommen.

Interessant ist wie man die Schleifspuren des Gletschers auf den Steinplatten erkennen kann.

Uns hält irgendwie nichts mehr, wir fahren weiter, vielleicht kommen wir raus aus der Wolke.

Leider nein, auch die Szenerie der weiteren 125 km ist nur zu erahnen. Dabei geht es an riesigen Gletscherzungen vorbei.

Weiter in Lake Louise ist es noch genauso. Wir spazieren zum Lake Louise und dem riesigen Fairmont-Hotelschuppen. Noch ein Stück den See entlang, dann haben wir auch schon genug von den Menschenmassen.
Nur die Japaner und Chinesen leisten sich das Leihen eines Kanus um 95 Dollar die halbe Stunde…….

 

Uns zieht es eher in unser Wohnmobil, wo wir – wieder auf einem Overflow-Platz – Backhendl mit Reis und Salat zelebrieren. Von den Gespritzten und dem guten Aberlour Wiskey mit Ritter Sport Rum Trauben Nuss ganz zu schweigen………. Was für ein Genuss!!!!

 

 

 

Tag 138 – Jasper Nationalpark

Sonnenschein!!!! Haben wir ein Glück!!! Das ist nicht selbstverständlich……

Der Plan, den Mund des Angel-Gletschers am Edith Cavell Mountain zu erwandern, wird kurz vor dem Parkplatz vereitelt. Es sind oben Bauarbeiten und für das Auto muss man zwei Tage im Voraus einen Platz bestellen. Grrrrr…., das hätte uns der Ranger im Visitorcenter auch sagen können. Aber egal, es gibt ja noch genug anderes zu tun.

Nämlich die zwei großen Wasserfälle. Wir kennen sie schon vom letzten Urlaub, machen aber trotzdem, oder gerade deshalb nochmals hier Stop.

Erst die Athabasca Falls, die den Athabasca River hier auf mehreren Etappen in die Tiefe stürzen lassen. Nicht sehr hoch, aber die Wassermassen machen es hier aus.

 

Und dann noch den Sunwapta Fall, der dadurch beeindruckt, dass das Wasser nach den Fällen durch eine ganz schmale Schlucht gedrückt wird. Wir lassen wirklich keinen Aussichtspunkt aus und machen natürlich jede Menge Fotos. Eh klar!!!

 

Da wir jetzt schon am Weg nach Süden sind, fahren wir nicht mehr zurück Richtung Jasper, sondern werden uns am Weg nach Banff etwas zum Schlafen suchen.

Doch vorher kommt noch der Icefield Parkway. Von der Bundesstraße aus fährt man ganz nah am großen Columbia Icefield vorbei. Oben sieht man die dicke Eisschicht und unten einen Geltscher nach dem anderen. In der späten Sonne glänzt alles bizarr und blau.

 

Ein Stückchen weiter sind wir beim Icefield Center. Hier wird alles verkauft, was gut und teuer ist. Auf einer runden Plattform dürfen hauptsächlich Japaner den Gletscher betrachten, Man sieht auch nicht mehr, aber um 50 Dollar kann man sich dann fürchten, weil man auf Glas steht.

Außerdem fahren große Raupenfahrzeuge auf die Gletscherzunge des Athabasca Gletschers und die Touristen dürfen das Eis angreifen. Wir haben das vor vielen Jahren gemacht und es hat uns damals schon belustigt. Also auch das lassen wir aus. Von der Terasse des Centers ist die Sicht einfach genial und ich sitze hier mit kurzen Ärmeln in der Sonne und wir können uns gar nicht satt sehen.

Wir beschließen, heute Nacht hier auf dem Campground zu schlafen, auch wenn es sicher sehr kalt werden wird, in der Morgensonne muss das alles noch viel aufregender sein.

Tag 137 – Maligne Canyon im Jasper Nationalpark

Was für ein großartiger Ausblick schon von meinem Bett aus!!! Wo findet man so ein Hotelzimmer??? In der Nacht Sternenhimmel vom Bett aus und jetzt die Berge in strahlendem Sonnenlicht. Wieso eigentlich schon so strahlend??????

O.k. es ist 10 Uhr. Robert schnarcht noch vor sich hin. Als Seltenheit wecke ich einmal ihn mit dem Brummen der Kaffeemaschine. Um 11 Uhr gibt’s dann bereits Brunch im Freien und um 12 verlassen wir schließlich unseren wunderbaren Platz.

 

Wir brechen auf zum Maligne Canyon, den wir durchwandern wollen. Zuerst gehen wir gemächlich ein kleines Bacherl entlang doch schnell wird es eine tiefe Schlucht. Stiegen rauf und runter und der Canyon gräbt sich immer tiefer. Nach jeder Kurve ergibt sich ein anderes Bild und die Touristen werden auch immer weniger. Zuerst noch Scharen von chinesischen Reisegruppen, jetzt nur mehr Einzelwanderer.

Nach etwa drei Stunden stehen wir wieder verschwitzt bei unserem Wagen. War super!!!

 

Als nächstes fahren wir zum Medicine Lake, der aber leider „leckt“ und im Sommer kaum Wasser hat. Schaut komisch aus. Weiter zum Maligne Lake, den wir ein Stück entlangwandern. So viel Natur und solche Weiten und so wenig Menschen.

 

Wir genießen den frühen Abend am See und kommen erst um ½ 8 wieder zurück nach Jasper, wo wir nur schnell noch etwas fürs Abendessen kaufen.

 

Eigentlich haben wir vorgehabt, hier einzukehren und vor allem einen Drink zu nehmen. Doch als wir die Schlangen vor den Lokalen sehen, die auf einen Sitzplatz warten, geben wir Gas und eröffnen kurz darauf unsere eigene Bar, mit Blick auf die Berge am gleichen Stellplatz wie gestern auf.

Tag 136 – Mount Robson

Heute gut geschlafen, es war zwar noch genauso kalt draußen, aber ich habe alle Decken, die wir besitzen verwendet.

Wir wollen über Nacht nicht die Heizung laufen lassen, oder nur im äußersten Fall. Leider hab ich noch immer das Kopfweh von gestern Abend. Mist….

Wir wollen weiter Richtung Jasper, stoppen aber nochmals bei dem „Lachswasserfall“ von gestern, aber heute bei strahlendem Sonnenschein. Wieder beobachten wir die mühevollen Versuche der Lachse.

 

Weiter vorbei an Bergen, noch mehr Wasserfällen zu denen wir teils hinwandern, einfach schöner Natur und ganz breite Täler. Robert ist ganz aufgeregt, ob die Sonne eh noch scheinen wird, wenn wir beim Mount Robson ankommen werden.

Wir fahren noch etwa eine Stunde, da steht er ganz majestätisch vor uns. Wir sind auf 850 Metern, und der Mount Robson hat fast 4000 m. Oben verschneit und vergletschert. Vom Tal sieht man allerdings nur eine kleine Gletscherzunge.

 

Wir sitzen lange auf der großen Wiese vor dem Berg und Robert kennt gar kein Halten, so freut er sich. Wir erkundigen uns, die erste Stelle, wo man auch die großen Gletscher sieht, ist 2 Tage Wanderung entfernt. Also nix für uns, deshalb geht’s weiter mit dem Auto.

 

Jetzt verlassen wir auch British Columbia und fahren über die Grenze nach Alberta. Auch die Uhren werden hier umgestellt, jetzt nur mehr 8 Stunden Zeitverschiebung nach Wien.

 

Jasper, der Hauptort im Jasper Nationalpark ist fast ein reiner Touristenort. Lokale über Lokale, Outdoorläden, Souvenirshops und jede Menge Japaner. Hier im Park wollen wir uns aber länger aufhalten, d.h. wir brauchen unbedingt einen Campingplatz und ich geh zur Touristeninfo. Negativ. Alles ausgebucht. Klar es ist Samstag. Jedoch gibt’s hier einen „Camping Overflow“ Platz um 15 Dollar. Das ist ein sehr großes Gelände neben dem Fluß, wo sich jeder seinen Platz selbst suchen kann, und da gibt’s wirklich noch sehr viel Platz. Und viel Sonne. Der gestrige Stellplatz im Wald war richtig bedrückend.

Wir trinken unseren Aperol in der Sonne und lassen es uns einfach gut gehen. Im Supermarkt fanden wir Leber und es gibt geröstete Leber mit Reis und Salat. Auf das hatten wir schon lange Lust. Wir gehen früh schlafen, vielleicht bringe ich mein Kopfweh diese Nacht weg.

Tag 135 – Wilde Kreaturen

Brrrrrr…….. heute Nacht war es echt kalt. 4 Grad, Wahnsinn, deshalb hab ich mit meiner Decke gefroren. Ich zieh mir schon zum Frühstück alles an, was ich habe und wir heizen erst mal ein.

 

Noch immer bewölkt, aber wir fahren eh gleich weiter.

Doch nicht sehr weit. In Valemount, 90 km weiter bremsen wir uns schon wieder ein.

Jetzt scheint die Sonne und die Gegend hier ist zu schön, zum Durchfahren.

Vor Allem stoppt uns auch dieser mächtige Schwarzbär. Wir sehen ihn zuerst an einem Fluß von der Brücke aus. Als ich warte, dass ich ihn von der anderen Brückenseite aus sehe, steht er auf einmal etwa 8 Meter vor mir, oben auf der Böschung. Doch er hat kein näheres Interesse an mir und zieht gleich wieder weiter in den Wald. Uiiiii….. na das war eine Begegnung….

 

Beim Swift Creek kann man den Lachsen beim „Nestsuchen“ zuschauen. In der Fachsprache heißt die Sandmulde, in der Lachse ihre Eier legen, tatsächlich Nest.

Die Weibchen streiten hier um die besten Plätze. Ist Interessant, das mal so aus nächster Nähe zu sehen.

 

Wir beziehen auch gleich den Campingplatz, der direkt neben dem Bach liegt und gehen ein bisschen in den Wald und in ein empfohlenes Sumpfgebiet. Hier gibt es jede Menge Birkenpilze, da schlägt mein Herz gleich höher. Aber ich lasse sie für die Bären stehen.

 

Gegen Abend fahren wir dann noch zu einem Wasserfall am Fraser River, wo sich die Lachse abplagen, hinaufzuspringen. Heute ist ein richtiger Safari-Tag.

 

Pünktlich um 7 Uhr sind wir zurück in Velmont, wo ein Kanadier direkt beim Fluss über das Leben und den Run der Lachse erzählt. Total interessant!!!! Erst um ½ 9 kommen wir zum Abendessen. Dafür gibt es heute nur ein schnelles Käsefondue.

Tag 134 – Wells Grey Provincial Park

Sah ich um Mitternacht noch einen großartigen Sternenhimmel, weckt uns heute Morgen ein großartiges Gewitter und es schüttet in Strömen. Na super, so haben wir uns das nicht vorgestellt. Wir schlüpfen gleich nochmal mit dem Kaffeehäferl unter die Decke und tun so, als hätten wir es nicht bemerkt.

Um 10 Uhr hört es endlich auf zu regnen und wir wagen uns das erste Mal ins Freie. Gut ausgerüstet starten wir zum See. Doch es hat sehr abgekühlt und zum Bootfahren haben wir jetzt beide keine Lust mehr. Doch wir gehen am See spazieren und das ist auch sehr nett.

 

Jetzt kommt sogar wieder die Sonne. Wir verlassen unseren Platz und fahren zu den empfohlenen Punkten im Park.

Der erste Punkt ist „Normans Eddi“.  Zuerst wissen wir gar nicht, wo der Trail hinführt, doch dann finden wir uns unten unten beim türkisen Fluß am Strand. Ganz alleine. Eine außergewöhnliche Stimmung.

 

Heute ist der Tag der Wasserfälle. Die sind wirklich mehr als beeindruckend. Der Hemcken Fall stürzt 145 Meter in ein Riesiges Lavapool.

 

Bei Bailey´s Chute sind Stromschnellen, wo man die Lachse hinaufspringen sieht. Richtig große Fische versuchen hier, den Weg flußaufwärts zu finden. Fotos gibts keine, sie waren einfach zu schnell und wir zu überrascht.

 

Noch der Dawson Fall beim Hinausfahren, sehr breit stürzt hier der Clearwater ca. 15 Meter hinunter Cascaden hinunter. Es gibt hier im Wells Grey, glaub ich, an die 30 Wasserfälle, doch bei den zwei Großen belassen wir es.

 

Um 4 Uhr zieht es auch wieder zu. Wir werden weiterfahren. Noch schnell in den Supermarkt in Clearwater, ein Kaffee, dann sind wir auf dem Weg nach Blue River, etwa 2 Stunden entfernt.

Jetzt kommt nochmal die Sonne raus, das ergibt mit den mit den schwarzen Wolken ganz eigenwillige Lichtstimmungen.

 

In Blue River bremsen wir uns bei einem Campingplatz ein und ein Grazer heißt uns willkommen. Es gibt doch immer Überraschungen. Schnell wasche ich noch meine Wäsche, dann verkriechen wir uns in den Wagen und genießen noch Forelle Müllerinnen Art und Petersilerdäpfel.

Zum Glück haben wir auch Internet, d.h., da gibts jetzt auch noch einiges Admnistratives zu tun.

 

 

Tag 133 – Fahrt zum Wells Grey Park

Schweren Herzens reißen wir uns los vom Fountain Lake. Allerdings ist es heute bewölkt, da fällt der Abschied leichter. Noch ein Abschied von unseren einzigen Nachbarn, dann sind wir auf dem Hwy 97 in den Norden.

 

Wir fahren durch viel vertrocknetes und verbranntes Land. Grün sehen wir auf unserem Weg nicht viel. Zuerst entlang des Fraser Rivers, dann ostwärts den Hwy 5. Bei einer witzigen Retro-Touristen Information und einer noch witzigeren Angestellten machen wir Pause und schicken mal unseren Blog weg. Die ist so beschlagen und hört gar nicht mehr auf zu erzählen, als wir ihr unsere geplante Route sagen.

 

Also wir sehen schon, in den nächsten Tagen gibt es viel zu tun. Als wir endlich nach drei Stunden in Clearwater eintreffen, sagt man uns in der Information, dass es rundherum brennt und lange Wanderungen sind nicht möglich. Na so ein Pech auch 🙂  dann machen wir eben nur die Kurzen. Aber zu den Höhepunkten kommen wir. Der angepeilte Campingplatz ist aber noch über eine Stunde entfernt und die Straße ist unbefestigt.

Wir sind beide höchst angespannt, das viele Gerumpel und die Schlaglöcher machen uns nicht froh. Alles fliegt irgendwie durch die Gegend und das Geschirr klappert besorgniserregend.

 

Um 6 Uhr sind wir am Clearwater Lake angekommen. Gott sei Dank sind noch genügend Stellplätze frei. Das hätte ich Robert nicht zugemutet, die 65 Kilometer auf dieser Straße nochmal zurückzufahren.

Heute wird nicht viel gekocht. Wir haben uns in Clearwater im Supermarkt ein Brathendl gekauft und das wird jetzt gleich mit Reis und Salat verputzt.

Ui, draußen donnert es jetzt, aber morgen wird hoffentlich wieder ein schöner Tag, wir wollen Kanufahren.

 

Tag 132 – Fountain Lake

Es ist einfach so herrlich hier, wir beschließen kurzerhand, einen Faulenzer Tag einzulegen. Lange schlafen, Frühstück mit Blick auf den See und dann einfach nichts tun, als beim Ufer zu sitzen und zu schauen.

 

Ich lese, schaue Robert beim Fischen zu und spiele mit dem Nachbarshund. Blauer Himmel, klares Wasser, mehr gibt’s einfach nicht zu sagen.

Das einzige, was ich zu tun habe, ist Nachschub an Aperol Spritz und Gin Tonic aus dem Auto zum See zu holen. Was für ein Stress!!!

 

Unsere Nachbarin fischt vom Boot aus und hat bessere Bedingungen als Robert. Auf einmal schreit sie über den See „Wollt ihr eine Forelle“ – „Na klar!!!“ und schon haben wir ein wunderbares Abendessen. Die erfolgreiche Fischerin verspricht uns für später noch eine Zweite, doch daraus wird nichts.

 

Aber die eine Regenbogenforelle reicht vollends und mit Tabuleé und Erdäpfeln ergibt es ein wunderbares Mahl. Als wir schon beim Abwaschen sind, steht sie auf einmal vor unserer Tür und hat eine zweite Forelle für uns. Also ist das morgige Abendessen auch noch gesichert. Dauernd bekommen wir irgendwas geschenkt. Die Gurken und die Peteresilie haben wir gestern auch geschenkt bekommen. Wir fühlen uns schwer verwöhnt.

 

Generell fühlen wir uns in Canada sehr wohl. Die Leute sind viel natürlicher als in der USA, obwohl wir da auch überall herzlich willkommen geheißen wurden. Noch dazu ist natürlich die Bevölkerungsdichte eine viel geringere, deshalb kann man hier auch so außergewöhnliche Tage verbringen wie wir an diesem See.

Jetzt werden wir uns nochmals ins Spiel stürzen und das Nationalpark Monopoli rausholen. Wer der Gewinner wird, erfährt ihr dann morgen.

Tag 131 – Sonnenfinsternis in Pemberton

Der heutige Vormittag steht ganz im Zeichen der Sonnenfinsternis. Nachdem wir dieses Ereignis in Wien verpasst haben, weil wir da grad auf Island waren, freuen wir uns, es doch einmal zu erleben. Die totale Finsternis ist zwar weiter unten in den USA, aber so lange wollten wir da doch nicht warten.
Aber auch eine 85 prozentige Abdeckung ist schon ein Erlebnis. Wir suchen alle Sonnenbrillen, die wir finden können und loten schon mal die beste Stelle aus.
Auf einem Parkplatz in Pemperton stellen wir unsere Sessel raus, holen uns frische Croissants und Kaffee und warten dann.

 

Wir wechseln dann auch unseren Standplatz zu einem See, wo man die Sonne im Wasser sieht. Schon gespenstisch, die Vögel sind tatsächlich ganz still, es wird dunkler und auch kälter….

Nach zwei Stunden ist der Spuk vorbei und die Sonne schenkt uns wieder ihre komplette Kraft.

Wir wollen jetzt weiter in den Norden. In Lillooet versorgen wir uns mit Lebensmitteln und erkundigen uns im Visitorcenter, ob alle Straßen offen sind. Es gibt viele Waldbrände, da gibt es immer wieder Sperren. Doch für den Hwy 99 gibt es grünes Licht.

Kanada pur. Durch Wälder, über Pässe, vorbei an Gletschern und Seen…. so kennen wir es aus dem Reiskatalog.

 

Um 5 Uhr bremsen wir uns auch schon wieder ein. Am FointainLake, einem wunderschönen ruhigen See, finden wir einen kleinen Stellplatz, für 12 Dollar von Rangern betrieben. Herrlich, nur zwei Autos stehen sonst noch da. Robert kann Fischen, (fängt aber nix), und ich hab Zeit zum Lesen, Kochen und Aperol Spritz trinken.

Da wir eine schöne Seezunge gekauft haben, gibt’s heute Abend gebratene Seezunge mit Belugalinsen und Porree.

Tag 130 – Whistler

Um 11 Uhr müssen wir unseren Platz verlassen, vorher erledigen wir noch alle Tagesberichte, dann noch schnell Haare waschen, dann weg. Wir haben einfach so lange geschlafen, dass wir jetzt fast im Stress sind.

Es geht jetzt Richtung Whistler, das will Robert einmal sehen. Ist ein ganz berühmtes Schigebiet, auch bekannt von der Olympiade 2010.

Erst fahren wir einen großen Fjord, den Howesound entlang. Schon sehen wir schneebedeckte Berge und Gletscher. Im Ort Wistler ist mehr als die Hölle los. Kein Parkplatz weit und beit, hunderte, wenn nicht tausende Autos bahnen sich einen Weg in die Stadt. Nachdem wir tatsächlich Glück haben und ein Auto aus einem übervollen Parkplatz rausfährt, erkennen wir, was los ist.

 

Das internationale Jahresereignis der Downhill Biker. Die ganze Stadt ist auf Hundert. Alle Liftanlagen transportieren abwechselnd Räder und Biker auf die Berge, schon die ganze Woche stürzen sich internationale Größen die Berge hinunter.

 

Wir wiedereinmal mittendrin im Treiben. Ich bewundere die wilden Hunde, die sich tausend Meter den Berg runterstürzen.

Whistler ist ein wirklich beeindruckender Ort. Kitzbühel auf kanadisch. Nur etwas größer.

 

Wir verbringen hier den Nachmittag, kaufen ein bisschen was ein, und genießen die Stimmung. Am Campingplatz ist klarerweise nix frei……

So müssen wir weiter Richtung Norden. Im Nairn Falls Provincial Park haben wir mehr glück und ergattern einen wirklich schönen Stellplatz. Der Motor ist noch heiß, als Robert schon sein Steak im Pfandl hat. Für mich gibt es heute separates Essen. Beim Einkaufen hab ich frische Dille entdeckt und für mich gibt es Dillfisolen mit Erdäpfeln. Da kommt für mich kein Steak mit…….

 

Während wir Essen kommt der Ranger zum Kassieren und nach kurzer Unterhaltung outet er sich als Gmundner. Die Freude ist auf beiden Seiten groß.

Der erste Österreicher in Canada. Ein ganz süßer junger Mann, der in Vancouver Geologie studiert hat. Wir plaudern ein bisschen über unsere Reise, dann muss er auch schon wieder weiter und wir wieder zu unserem Essen.

Tag 129 – Granville Island

Wir haben noch eine Nacht im Capilano RV Park verlängert. War gar nicht so leicht weil der Platz noch immer knallvoll ist.

Nur weil ein Camper abreisen musste, konnten wir uns um 11:00 auf den neuen Platz umstellen.

Jetzt aber wieder über die Brücke nach Vancouver. Genau gesagt endet die Lions Bridge im Stanley Park.

Diese kleine Insel neben der Hafeneinfahrt von Vancouver wollen wir heute mit dem Rad erkunden.

Unsere Daten sind schnell in die I Pad im Radverleih eingetragen und kurze Zeit später sitzen wir schon auf komfortablen Cityrädern.

 

Vorbei am kleinen Yachthafen, der Bucht von Vancouver folgend, ist unser Ziel der Totempark auf der Spitze der Insel. Auf der Insel herrscht aufregendes Treiben. Indisch stämmige Kanadier spielen Cricket, Touristen belagern die Totempfähle, Einheimische liegen an den Sandstränden der Insel am Meer und unzählige Radler hatten die gleiche Idee wie wir. Der sonnige Tag ist auch perfekt für einen solchen Ausflug.

Auf dem Radweg umrunden wir dann gegen den Urzeigersinn Stanley Island.

Nach insgesamt zwei Stunden sind wir zurück.

Es ist schon 14:00 und nach so viel Bewegung meldet sich der Magen.

Granville Island hat uns gestern so gut gefallen, dass wir uns heute ein Fischlokal suchen wollen.

Der Bus führt uns dann zur Granville Avenue wo aber gerade ein indisches Straßenfest stattfindet.

Die Straße wurde zur Gänze gesperrt und indische Künstler zeigen, was sie können.

Musikgruppen, Künstler schütten Reisbilder auf die Gehwege, die Straße ist ein einziges Festgelände und wir sind mitten drin.

 

In Granville Island angekommen, findet Martha die lange gesuchten perfekten Sportschuhe.

Türkisgrüne Salomon im Ausverkauf!

 

Das muss gebührend gefeiert werden und wir steuern das Fischrestaurant an der Waterfront mit der netten Terrasse an.

 

Wir bekommen noch einen tollen Tisch und es gibt gebratene Jakobsmuscheln und einen Ahi Tuna . Dazu eine Flasche Sauvignon Blanc aus dem kanadischen Okanogan Valley.

 

Diesen perfekten Tag lassen wir dann noch auf einer Bank mit Blick auf den kleinen Hafen ausklingen.

Tag 128 – Vancouver

Mit dem öffentlichen Bus gibt es eine gute Verbindung in die Innenstadt. Es dauert zwar einige Zeit, bis wir die richtige Station und die richtige Linie über die Lions-Bridge finden. Also wir endlichden richtigen Bus haben, ist Robert so aufgeregt, dass wir zu früh aussteigen. Also müssen wir noch marschieren. Grrrrr…….

Zuerst natürlich zur Waterfront. Jedes Bild von Vancouver zeigt immer diese Waterfront. Hier gibt es auch den Wasserflugzeug-Terminal und es ist irgendwie kurios, dass da gleich neben den Spaziergängern die Flugzeuge starten und landen. Und dann steht natürlich hier noch das Hafengebäude mit seinen Segeln, das Wahrzeichen Vancouvers. Leider ist es im Moment total wolkig.

 

Der Stadtteil Gastown bildet einen großen Kontrast zu den Hochhäusern. Alte Backsteinbauten, schmale Straßen und eine mit Dampf betriebene Uhr. Hier scharen sich natürlich die Touristen. Aber sie tutet und dampft so witzig alle Viertelstunde, dass auch wir hier lange stehen.

 

Vom langen Stehen hungrig und durstig gehen wir erst mal auf einen Drink und suchen dann den, im Tripadvisor empfohlenen Chinesen. Ein kleines unscheinbares Lokal mit wirklich gutem Essen. Unsere King Dragon Roll bringen wir zu zweit kaum runter.

Jetzt scheint auf einmal auch wieder die Sonne. Genau im richtigen Moment kommt der Kommentar von Jens, einem Freund, der letztes Jahr hier war, wir sollen nicht Granville Island auslassen. Perfekt, da gehen wir hin!!!

Aber vorher noch unbedingt zum Mountain Equipment Store, wo noch eine Fleecejacke für mich weggelegt ist. Wie immer bleibt es dann nicht bei einem Stück. Ich kauf auch noch einen farblich passenden Windbreaker und einen tollen neuen Wanderrucksack. Für diese Entscheidung brauche ich mindestens eine Stunde, aber da muss auch jedes Datail wohl überlegt sein. Meine Wandergruppe zu Hause wird schauen, wie „well equiped“ ich das nächste Mal ausgestattet sein werde.

 

 

Aber jetzt: Granville Island. Ein alter Kohlehafen mit Lagerhallen unter einer großen Brücke, der in ein ganz hippes Künstler und Marktviertel umgebaut wurde. Eine Markthalle, mit allem, was das Herz begehrt, schicke Fischlokale, Straßenkünstler, einfach toll!!! Und ein kleines Wassertaxi fährt auch hin und her zur Innenstadt.

Danke Jens, der Tip war super!!!!!

Mit viel Umwegen und noch mehr Verkehrslinien finden wir in der Dämmerung zurück zur Waterfront. Ich hab schon eine dicke Blase. Hier verspürt Robert nochmals Hunger und schon sitzen wir in der ersten Reihe in einem italienischen Lokal. Eine Pizza und zwei Bier runden den langen aufregenden Tag ab.

Übrigens können wir schon nachvollziehen, warum Vancouver – gemeinsam mit Wien – immer die Toplisten der lebenswertesten Städte der Welt anführt.

 

Tag 127 – Abschied von Vancouver Island

Weil wir uns in dieser Bucht und auf dem Campground so wohl fühlen, geniessen wir den Sonnenschein die klare Luft und den endlos weit reichenden Blick auf das Meer und hängen bis Mittag faul herum.

 

Bereits zum Frühstück gibts die restliche Hühnersuppe, so sind wir gestärkt für den Tag. Jetzt gehts weiter in den Süden Port Alderni. Immer an Seen vorbei – ich glaub, da kommt auf jeden Einwohner irgendein See. Port Alderni liegt an einem wunderschönen Fjord, die Luft ist so klar, alles zum Greifen nah.

Das nette bunte Schiff ist übrigens ein Bed&Breakfast.

Viel gibts allerdings hier auch nicht zu tun. In der Fischhalle wollen wir noch Kabeljau (Cod) kaufen, den gab es aber heute nicht. Also kaufen wir gar nix und fahren zurück zum Meer.

Nachdem wir von den Camingplätzen auch nicht begeistert sind, probieren wir unser Glück bei der Fähre nach Vancouver und die Rechnung geht auf.
Für heute Abend um 7.30 gibt es noch ein Plätzchen für uns. Super!!!!
Es ist jetzt 4.30 Uhr und mir ist es gar nicht unangenehm, hier einen Zwangsstop zu haben.

 

Ich nehme mal eine heiße Dusche, mache dann ein Gemüsecouscous und wir essen noch gemütlich. Das ist der große Vorteil des Campers. Im PKW können drei Stunden warten schon ziemlich langweilig sein. Jetzt freuen wir uns schon auf die Überfahrt im Abendlicht.

Die Fahrt wird traumhaft schön, allerdings kommen wir bei Dunkelheit in Vancouver an. Wir haben uns einen Campingplatz ausgesucht und flehen das Universum an, dass die jetzt noch einen Platz für uns haben.
Nach 15 Minuten sind wir auch da. Der Capilano RV Park liegt unter der großen Brücke zur Innenstadt von Vancouver.
Das Universum ist uns wirklich wohl gesonnen.
Es ist ein sehr großer Platz, die Camper stehen schon Mann an Mann und wir bekommen den letzten Stellplatz. Es ist zwar nicht mehr als ein Parkplatz mit Wasser und Strom, doch wir sind glücklich. Schließlich ist es schon halb zehn, da sind wir froh, gut und sicher untergekommen zu sein.

 

Tag 126 – Strathcona Provincal Park

Die Arbeiter, die hier am Bachbett arbeiten, vertreiben uns von unserem Platz. War eh nicht so besonders, weder Wasser noch Strom und finster war es auch. Also frühstücken wir bei einem Lookout auf die Lower Myra Falls.

 

Dem See ganz nach hinten folgend führt eine Straße durch wunderschöne, wirklich unberührte Natur. Wir begegnen niemandem. Beim Parkplatz zu den Fällen schmeißen wir uns in die Wanderschuhe und wandern den Waldweg hinab. Die Fälle sind beeindruckend, obwohl sie wahrscheinlich im Moment wenig Wasser führen. Grüne Becken, und kristallklares Wasser, das über Kaskaden in den See fällt.

Beim Rückweg bergauf ist es so dermaßen schwül. Wir sind waschelnass, als wir wieder beim Auto ankommen.

Wieder zurück in Campbell River gibt’s beim Shoppingcenter unseres Vertrauens diesmal keine Lebensmittel sondern nur Sekt, Wiskey und Wein…

Wir müssen aber unbedingt noch auf den berühmten alten „Fishing Peer“ direkt beim Hafen. Dieser historische Steg wurde vor 100 Jahren von den Bewohnern erbaut, damit alle Gelegenheit haben ihre Fische zu fangen. Wir hören, dass heute ein 14 Kg schwerer Lachs gefangen wurde. Da wären wir gerne dabei gewesen.

 

So begnügen wir uns mit einem Eis und schauen den unzähligen Fischern zu, wie sie mit stoischer Ruhe und Geduld ihre Köder auswerfen.

Wir wollen heute noch etwas weiterfahren. Die Fähre nach Vancouver haben wir für heute aber schon verworfen. Vielleicht morgen. In Fanny Bay beim Lighthouse RV Park finden wir einen wunderschönen Platz für die Nacht.

 

Mit Blick aufs Meer trinken wir noch vor dem Essen unsere Flasche Sekt aus und sind dann ziemlich beschwingt, als wir vorne beim Wasser sitzen und lustige Fotos machen.

 

Abendessen wieder einmal ein Lieblingsessen von Robert (aber das sagt er fast jeden Tag) Thunfisch in Sesamkruste. Aber ich mag das auch sehr gerne.

 

Unser Campingplatznachbar kommt mit einem Kübel Miesmuscheln vom Strand und haut sie gleich in den Topf. Das hätten wir natürlich auch noch ausprobieren können.

Tag 125 – Futtersuche

Wir blieben auf unserem wilden Stellplatz am Parkplatz vor der Wasserfluglinie stehen und schlafen nach den erlebnisreichen Tagen erstmal so richtig aus.

Martha geht es nach dieser sehr erholsamen Nacht auch schon besser. Das einzige was uns aus dem Bett heraustreibt ist der Urinstinkt der Futtersuche.

Bei den Bärenbeobachtungen konnten wir sehr genau beobachten wie ausgeprägt dieser Instinkt sein kann.

Die beiden letzten Eier habe ich gestern Abend für die Marillen Palatschinken verbraucht.

Nach der, seit der Grenze zu Kanada gähnenden Leere in unserem Kühlschrank, ist das nächste vorrangige Ziel die Suche nach einem Supermarkt.

Bereits in Campbell River werden wir fündig. Ein Real Canadien Superstore!

Die amerikanischen Supermärkte waren zwar genauso riesig, aber was dort fehlte waren all die guten Sachen aus „good old europe“.

Lustigerweise finden wir am westlichsten Ende von Kanada, also am weitesten von Europa entfernten Ort, italienischen Prosciutto, französchischen Käse und Oliven aus Spanien.

Ergänzt wird das Ganze mit den Früchten des Meeres vor der Haustüre.

Lebende  Austern, Muscheln Hummer und Taschenkrebse im Meerwasserbecken!! zur Selbstbedienung…. irre!!!!

 

In der Asienabteilung kaufen wir alle Zutaten für meine berühmte Tom Ka Gai Hühnersuppe, die wir heute in den Bergen kochen werden.

Ein Gelbflossenthunfischsteak in Sushi Qualität wechselt auch noch den Besitzer.

Vor der Kassa entdeckt Martha die neuesten News aus dem englischen Königshaus und ist ganz aus dem Häuschen, dass Prinz Charles übergangen werden soll.

 

Wir können nun unser Lebensmittellager im Camper mit all den notwendigen Lebensmittel ergänzen.

Noch am Parkplatz vor dem Supermarkt wird, der Tradition folgend, sofort das „Frühstück“ ( es ist bereits 13:00) zubereitet und voll Genuss gegessen.

Martha findet im Einkaufszentrum endlich den langgesuchten Friseur und ich komme beim Starbucks unter, wo ich den Laptop laden und die Berichte im Internet aktualisieren kann.

Doch der Tag ist mit dem Besuch der Mall und des Friseurs noch nicht vorbei. Na ja, 4 Uhr ist es jetzt geworden, aber ein bisschen Zivilisation hat Martha nach den 5 Tagen Natur schon gebraucht.

Das nächste Ziel – ich will schon noch einige Kilometer fahren….. – ist der Strathcona Provincial Park etwa 80 Kilometer westlich von Campbell River. Am Weg stoppen wir noch beim beeindruckenden Elk Fall mit seiner ganz neuen Suspension Bridge, auf die hier alle sehr stolz sind. Rundherum Regenwald, doch da es seit 5 Wochen hier nicht geregnet hat, was es sonst dauernd tut, ist sogar das Moos ausgetrocknet.

Weiter bei strahlendem Sonnenschein einen See entlang um dann um 7 Uhr beim Campingplatz am Ralph River anzukommen. Wegen Marthas sensiblen Magens mache ich eine Hühnersuppe auf asiatisch, eine Tom Ka Gai, die mir zu Hause immer sehr gut gelingt.

 

Martha meint, sie ist hier noch viel besser und löffelt fleißig. Ich bin froh, dass es ihr heute schon wieder viel besser geht. Oder liegt es etwa am 2stündigen Friseurbesuch???

Den grünen Veltliner kann ich ihr dann doch nicht ausreden. Aber er schmeckt so nach Heimat, er ist das Risiko wert.

Tag 124 – Abschied von Knight Inlet

Nachdem Robert so brav die letzten Tage berichtet hat, bin ich heute wieder dran.

Nach meiner gestrigen Unpässlichkeit geht es mir heute etwas besser und wir lassen natürlich die letzte Safari nicht ausfallen.

Es ist allerdings High Tide, d.h., di Bären finden am Ufer die Muscheln nicht, weil noch zu viel Wasser ist und zeigen sich auch sonst nirgends. Ich bereue schon, so früh aufgestanden zu sein, als wir nach einer Stunde ein Grisslyweibchen mit zwei etwa 10 Monate alten Jungen sehen. Wahnsinn. Ganz nah. Die kleinen sind noch etwas tollpatschig. Herrlich anzuschauen und Robert macht einen wunderbaren Film.

 

Jetzt heißt es Abschied nehmen. Die Tasche ist gepackt und schon am Steg, ich trink noch einen Kamillentee und plötzlich wie bestellt geht eine Bärin mit zwei größeren Jungen gleich hinter unserer Lodge entlang. Etwa 5 Meter trennen und. Es ist soo irre, ich kann unser Glück in diesen letzten Tagen kaum glauben. Ich steh so lange da und beobachte die Tiere, dass ich vergesse, ins Flugzeug zu steigen. Robert schickt den Kapitän raus, um mich zu holen. Wie peinlich!! Aber wann werde ich so etwas nochmal sehen?

 

Etwa 30 Minuten später sind wir wieder im „normalen Leben“. Unser Camper wartet schon. Wir können gar nicht gleich weiterfahren. Zu frisch sind noch die Erinnerungen. Das muss sich erst setzen. Vielleicht bleiben wir hier noch über Nacht.

 

Wir nützen noch das Internet und den Strom im kleinen Flughafengebäude und sitzen dort in der „Abflughalle“ noch zwei Stunden um alle Berichte der letzten 5 Tage rauszubringen.

 

Die Entscheidung ist gefallen. Ich fühl mich eh noch angeschlagen, also werden wir hier noch schlafen und erst morgen aufbrechen.

Tag 123 – Whale Watching

Unser heutiges Tagesprogramm heißt “ Marine Tour“.

Wir haben uns gestern dazu kurzfristig entschlossen, weil Gäste aus unserer Lodge Wale gesehen hatten.

Nachdem wir in unserem Leben, auf all den Reisen noch nie so richtig Wale aus der Nähe sahen, geben wir diesen Säugetieren noch einmal eine Chance sich so richtig gut zu präsentieren.

Der im Wetterdienst angekündigte Regen hat sich in der Nacht auf unser Blechdach entladen.

Nur noch Restwolken hängen an den bewaldeten Bergflanken als wir dann gemeinsam mit 6 weiteren Gästen und unserem Bootsführer und Guide um 07:30 losstarten.

Der geplante Weg führt uns aus dem Knight Inlet heraus zum Ausgang des Fjords wo der Pazifik beginnt.

Die Anreise zu unserem Ziel ist dann etwas rumpelig von den Restwellen des Nachtgewitters.

Vorbei an Weißkopf Seeadlern und Seehundkolonien flitzen wir über die Wasseroberfläche unserem Tagesziel entgegen.

 

Zuvor aber noch eine Kaffee und Teepause damit wir richtig gestärkt und mit ruhiger Hand unsere Erinnerungsfotos schießen können.

Doch dazu ist aber bekanntlich ein Fotomotiv notwendig.

Unser Guide schaut immer wieder mit dem Fernglas die Wasseroberfläche ab.

Dann der erlösende Hinweis und wir können schon den charakteristischen Blas erkennen.

Es ist ein Humpback oder Buckelwal wie wir ihn nennen.

Es ist unser erster Wal aus nächster Nähe!! Der Bann ist gebrochen!!!!

 

Wir können den Buckelknick erkennen und die riesengroße Schwanzflosse als er abtaucht.

Es sind jetzt so viele Buckelwale im Fjord, dass wie bei Geysieren die Blasfontänen aufsteigen.

Wir wissen gar nicht wo wir zuerst hinschauen sollen.

 

Nachdem dann alle glücklich ihre Fotos im Kasten haben queren wir den Fjord und gehen auf die Suche nach Orcas.

Obwohl viel schwieriger zu finden sehen wir ganze Orcafamilien auf Lachsfang.

 

Bei Sonnenschein nach so langer Zeit soo viele Wale sehen zu dürfen ist schon etwas ganz Besonderes. Martha und ich freuen uns ungemein.

Getrübt wird die Stimmung nur dadurch, dass Martha Probleme mit dem Magen hat. Vielleicht seekrank, vielleicht etwas anderes, auf alle Fälle geht es ihr richtig schlecht. Armes Mädchen!!!

Wir besuchen dann noch ein Dorf der Native People, wie die Indianer politisch korrekt genannt werden.

Begrüßt werden wir zuallererst von einem zwar sehr alten, aber doch beachtlichen, echten Wolf der in diesem Dorf domestiziert lebt.

 

Die Fahrt zurück ist dann scheinbar kürzer wie der Weg zum Ziel und wir erreichen um 17:00 unsere Lodge wo sich Martha sofort ins Bett legt und sich vom aufregenden Tag ausruht.

Tag 122 – Bären Bären Bären

Der Wecker läutet heute bereits um 06:30.

Wir haben gestern Brian dem Manager noch folgende Programmwünsche bekanntgegeben.

Das kann man sich täglich aussuchen. Bis zu vier Safaris sind möglich.

Gleich nach dem Frühstück eine Runde mit dem Aluboot Bären beobachten.

Dann um 10:00 ins Kajak und selbst lospaddeln.

Nach dem Mittagessen um 13:00 eine Wanderung durch den Regenwald.

Ich bin aber wieder zu schnell. Alles der Reihe nach.

Frühstück ist schnell erledigt weil um diese unchristliche Zeit bringen wir beide sowieso nicht viel hinein.

Die Motorbootrunde führt uns in unserer Bucht zu den von gestern bereits bekannten Punkten.

Doch so zeitig sind nicht mal Bären unterwegs. Erst beim Zurückfahren entdecken wir die Bärin Bella mit ihren beiden halbwüchsigen Bärenjungen in der Nähe der Lodge.

Die ideale Position der Drei Bären weil eine halbe Stunde später sitzen Martha und ich bereits in unserem Kajak Zweier und paddeln ganz langsam und in respektvollem Abstand an den drei Grizzlys vorbei.

 

Der Frühnebel lichtet sich und die Sonne kommt heraus, sodass Martha und ich unser Paddelabenteuer richtig genießen können.

Martha sitzt vorne im Boot und gibt wie immer den Takt an und ich steuere unser Boot und paddle im Einklang mit ihr durch den wunderbar spiegelglatten Fjord im Sonnenschein.

Wir sehen auch noch eine Robbe die einen ca. 16 Pfund schweren Coho Lachs erbeutet hat und diesen nun gegen die frechen Möwen verteidigen muss.

 

Die Mittagszeit genießen wir dann auf der Terrasse im warmen Sonnenschein.

Mit dem Schnellboot fahren wir mit unserem Guide Dave dann quer über den Fjord zur Anlegestelle für die Regenwald Wanderung.

 

Dave, ein pensionierter Lehrer informiert und unterhaltet uns dann köstlich während der Wanderung, sodass diese richtig kurzweilig ist. Er schmeisst sich in Bärenlöcher, küsst Nacktschnecken und zeigt, wie die Bären Beeren essen. Anschaulicher kann es nicht mehr sein.

Auf einer Sandbank gibt es dann noch eine Jause und um 18:00 sind wir zurück in unserem schwimmenden Hotel.

Inzwischen hat es zu regnen begonnen.
Hoffentlich regnet es die ganze Nacht durch und morgen ist wieder so ein wunderschöner abwechslungsreicher Tag wie heute.

Tag 121 – Knight Inlet Lodge

Heute wird zeitig aufgestanden, das Abenteuer beginnt!!!

Ganz aufgeregt packen wir unsere restlichen Sachen in die schwarze Packtasche. Wir brauchen nur von unserem Parkplatz um die Ecke zu gehen und schon stehen wir vor dem Bürocontainer der Vancouver Air Company.

 

Nach Anmeldung und natürlich einer ordentlichen Einweisung klettern wir dann endlich vom Steg in unser Wasserflugzeug.

Der Flieger startet erst als er das offene Wasser vor Campbell River erreicht.

Unsere schwimmende Lodge ist 80 km von Campbell River Richtung Nordosten im Knight Inlet Fjord.

 

Obwohl noch Frühnebelschwaden über dem Wasser hängen, landet unser Hüpfer pünktlich um 10:00 direkt vor der Lodge im Wasser.

 

Brian der Manager steht schon zum Empfang bereit und nach einer kurzen Informstionsrunde geht es auch schon los.

Mit flachen kleinen Aluminiumbooten geht es dann zur ersten Bärensafari. Schon nach zwei kleinen Buchten biegt unser Boot um die Ecke und wir schauen einem ausgewachsenen Grizzly direkt in die Augen.

Das ist die Bärin Bella mit ihren zweijährigen Jungen.

Obwohl absolut wild, hat jeder Bär rund um die Lodge, soweit bekannt, einen Namen. Die Fotoapparate glühen!!! Eh klar….

Am Ende der ca. einstündigen Runde sollten es dann insgesamt 6 Bären sein die mit allen elektronischen Hilfsmitteln festgehalten wurden.

Nach dem Mittagessen gehts dann mit dem Schnellboot zum Ende des Knight Inlet. Das Boot flitzt über die Oberfläche des Fjordes und führt uns zu Wasserfällen und gletscherbedeckten Bergen .

 

Um 19:00 gibt es Abendessen mit gebutterten Scampi und natürlich kanadischem Lachs als Hauptspeise.

Wir unterhalten uns dann den ganzen Abend köstlich mit drei Australiern und genießen den wirklich guten Weißwein. Unser Zimmer ist mehr als großzügig, zwei Queensize Betten. Das sind wir ja gar nicht mehr gewohnt. Und wir haben Glück, es geht vorne raus auf die Sonnenseite. Die Ganze Lodge hat 20 Zimmer und auch ungefähr so viele Angestellte.

Tag 120 – Campbell River

Heute ist unsere Anreisetag zum Bärenabenteuer.

Am Abend müssen wir in Campbell River ankommen weil morgen um 09:30 hebt unser Wasserflugzeug schon Richtung Knight Inlet Fjord ab.

Aber vorerst ist es noch nicht soweit.

Wir kappen auf unserem liebgewonnenen Campground alle Verbindungen und geben schweren Herzens Gas.

Die vergangenen drei Tage in Victoria und Umgebung waren schon etwas Besonderes.

Unser TomTom als App am Handy führt uns verlässlich wie bisher auf die schnellste Verbindung Richtung Norden.

Auf dem Trans Canada Highway Nr.1 geht die Strecke an Nanaimo, dem Fährhafen zum Festland, vorbei. Es sind insgesamt 260 km zu unserem morgigen Treffpunkt.

Unser heutiges Ziel liegt direkt am Meer bei Campbell River, von wo unsere Fluglinie Vancouver Island Air direkt in Strandnähe aus starten wird.

 

Auf einer Grasfläche direkt neben dem Flughaufengebäude finden wir einen idealen Stellplatz neben zwei weitern Camper.

Auf dem Weg Richtung Norden haben wir noch einen Wallmart entdeckt wo wir die Beine von der Alaskakrabben kauften.

Auf unserem sonnigen Abstellplatz mit Blick auf das Meer ist es dann soweit. Wasser wird gesalzen und zum Sieden gebracht. Die Krabbenbeine werden auf die Kochtopflänge gekürzt. In Ermangelung eines Hummerbestecks rücken wir Ihnen dann mit Rohrzange und Leatherman ziemlich unelegant zu Leibe.

Kortoffelpüree, Eisbergsalat und eine Flasche unseres liebgewonnen Beringer Pinot Grigio runden sodann dieses außergewöhnliche Essen ab.

 

Die letzten beiden Stunden vor dem Sonnenuntergang sitzen wir am Meer und sehen den Lachsfischern zu, wie sie in der Gezeitenströmung hin- und herrudern und dabei keine Fische fangen.

Martha hat jedoch mehr Glück. Auf einem Uferbaum direkt vor uns landet ein Weisskopf Seeadler. Sein weißer Kopf und die gelbe Hakennase ist von unten aus gut erkennbar .

 

Dem nicht genug sieht Martha gar nicht weit vom Ufer einen Seelöwen.

Sobald die Sonne tief steht vertreibt uns dann die kühle Meerluft in den Camper.

Tag 119 – Victoria

Wir verlängern den Campingplatz nochmals um einen Tag und fahren heute mal öffentlich mit dem Bus Nr.: 14 nach Victoria. So ganz ohne Parkplatzsuche ist es richtig erholsam.

 

Im Mountain Equipment Store, wo Robert schon eine lebenslange Mitgliedschaft hat, verbringen wir viel Zeit. Eigentlich suche ich einen neuen Rucksack, doch dann wird es eine neue Wanderjacke – sehr schick, meine Weinwanderinnen, ihr werden schauen – die Fleecejacke zum Unterziehen bestelle ich und kann sie in Vancouver abholen. Das ist ein Service.

 

In Chinatown fallen wir bei einem Chinesen ein. Ein Essen der besonderen Art. Versteckt im ersten Stock, nur Chinesen keine Touristen. Aber es schaut alles bestens aus. Im großen Lokal fahren alte Chinesinnen mit Wagerl herum, auf denen dampfende Dumpligs, Reistaschen und noch einiges drauf ist, was wir gar nicht kennen. Jede hat etwas anderes und bietet es lautstark an. So sitzen wir kaum noch und unser Tisch ist schon voll. Sehr gut, sehr schräg. Also für uns, für die Chinesen sicher nicht.

 

Beim Rausgehen bin ich erleichtert, Pierce Brosnan war auch schon da.

 

Wir bummeln weiter zum Market Place und zum Inner Harbour. Heute ist die Luft etwas klarer, vielleicht sind die Brände ja doch gelöscht worden. Jetzt nehmen wir ein Hafentaxi zur Fishermans Warf. Ganz kleine lustige Boote, die nur 12 Leute mitnehmen verkehren wie Dolmusche in Hafenbecken. Man sagt, wo man hinwill, dann wird man zugeteilt. Manchmal machen wir einen Umweg, weil wer anderer noch woanders hin will, manchmal geht es direkt.

 

Fishermans Warf ist herzallerliebst. Hier stehen 33 große teils schöne, teils schrullige Hausboote. Es wird musiziert und wir fühlen uns rundherum so richtig wohl. Bei den Krabbenfängern halten wir uns lange auf. Zum Krabbenessen sind wir leider schon zu satt.

 

Zurück in der Stadt bleiben wir in einem Lokal direkt beim Wasser hängen. Wein, Bellini, Fischtacos und noch das eine oder andere Bier.

Was für ein wunderschöner Tag. Robert meint, jetzt fühlt er sich richtig angekommen.

 

Tag 118 – Butchart Gardens

Heute ist ein richtiger Erledigungstag. Wir wollen eigentlich nur nach dem Frühstück zur Tankstelle um Propangas aufzufüllen und kurz in den Supermarkt. Als wir fertig sind, ist es ½ 5 am Nachmittag. Aber: Es dauert einfach alles so lange. Und wir genießen das Herumtrödeln.

 

Zuerst stehen wir lange bei der Tankstelle, weil uns ein Kanadier erzählen muss, dass er in Salzburg die Wiener Philharmoniker gehört hat, und und und……. Beim Tanken eine Erkenntnis: Das Benzin ist im Vergleich zur USA empfindlich teuer. Da werden wir unseren Verbrauch von 25-30 Liter schon deutlicher spüren.

Und als wir dann in den Supermarkt wollen, sehen wir 100erte Meter Hecken mit reifen Brombeeren, also wieder ein langer Stop. Schüsseln raus, und los geht die Pflückerei. Ich kann mich gar nicht trennen.

 

Endlich im Super Food müssen wir laaaaange das neue canadische Sortiment prüfen. Hier gibt es so viele andere Spezialitäten. Preise etwa wie bei uns, hier ein noch besseres und feineres Angebot als in den Durchschnittsmärkten der USA. Dieser Markt hier zumindest.

Und daneben ist ein riesiger Liquor Store, der wirklich ALLES hat, sogar einen Henkel-Trocken und Grünen Veltliner aus der Wachau.

 

 

Und bei manchen Dingen habe ich einfach Heimweh. Dem helfen wir hier schnell ab. 16 Flaschen wechseln den Besitzer.

Jetzt muss natürlich gleich etwas gegessen werden. Das Roast Beef ist köstlich und der Wein wird auch gleich getestet.

Bei Starbucks bringen wir endlich die letzten beiden Tage unseres Berichtes raus, auch da waren wir schon schwer im Rückstand.

Und jetzt endlich Sightseeing. Aber das Bisherige war wichtiger!

Wir fahren gleich weiter Richtung Norden zu den Butchart Gardens. Eine Industriellenfamilie hat sich hier um die Jahrhundertwende einen Traum erfüllt und ein Blumenmeer angelegt. Es sind fast alles Pflanzen, die wir auch im Garten haben, aber in einer Fülle und Farbvielfalt, dass es einfach Spass macht, hier zwei Stunden spazieren zu gehen und die Sonne zu genießen.

 

Zum Konzert um 8 Uhr bleiben wir nicht. Robert will unbedingt heute Abend wieder kochen. Es gibt heute gebratenes Huhn mit Austernpilzen auf Salat.

 

Nach 117 Tagen und erst am 8. August der erste Aperol Spritz dieses Sommers. Das geht ja eigentlich gar nicht!!! Er schmeckt wunderbar.

 

Am Abend packen wir erstmals unsere Spielkarten aus und spielen eine Partie Canasta. Auch heute hat Robert bei der Liebe eindeutig die Nase vorn. 🙂

Tag 117 – Goodbye USA, Welcome Canada

Heute ist es also so weit. Wir verlassen fürs erste mal die USA und nehmen von Port Angeles die Fähre nach Canada. Um 12.45 haben wir Termin und es klappt auch alles wie am Schnürchen. Robert ist trotzdem aufgeregt, mit unserem großen Auto hier im Bauch des Schiffes herumzufahren, aber er meistert es eh grandios.

Nach dem Ablegen ist es ziemlich kühl, wir genießen eingemummt mal wieder ein Schiffsabenteuer. Mit den Fährabenteuern hab ich es ja nicht so…. aber es wird eine ganz ruhige ! 1 1/2 stündige Überfahrt. Etwa nach der Hälfte sehe ich im Meer auf einmal was in die Höhe kommen.  Ein Wal!!! So ein Glück. Dann sehen wir noch einen zweiten, für Fotos reicht es nicht, aber ich hab es auf meiner persönlichen Festplatte.

 

 

Wir landen direkt in der Innenstadt von Victoria auf Vancouver Island. Die Einreiseformalitäten verlaufen total unspektakulär. Ein Deutscher hat gesagt, der Camper wird auf Lebensmittel untersucht, weil man fast nichts einführen darf. So haben wir im Akkord die letzten Tage alles aufgegessen und die Mannerschnitten und den Wein versteckt. Und jetzt gar nichts, als ein herzliches Willkommen vom kanadischen Zöllner und ein leerer Kühlschrank 🙁

 

 

Und auf einmal ist alles ganz anders. Schmale Straßen, Blumen über Blumen – aber dafür ist Victoria auch berühmt – Schanigärten und die Leute sitzen auf der Straße und essen und trinken Alkohol. Es kommt uns plötzlich viel „europäischer“ vor.

Wir beschließen, gleich in der Stadt zu bleiben und erst am Abend den Campingplatz zu suchen. Wir sind viel zu aufgedreht, um gleich weiterzufahren. Bei einem Park finden wir einen ordentlichen Parkplatz.

Bei unserem letzten Besuch hier, wurde unser Camper wegen versehentlichem Faslchparken abgeschleppt, war ziemlich aufregend. Das soll uns diesmal nicht passieren 🙂

Hier ist gerade ein Konzert im Park, es ist heute auch BC-Day, einFeiertag. Wir unterhalten uns köstlich mit Jung und Alt.

In der Stadt selbst schlendern wir nur zum Parlament und zum berühmten Fairmont Hotel auf der Suche nach einem Lokal, im empfohlenen Commons essen wir köstlich.

 

 

Ein netter Herr erklärt uns lang und breit noch das Kanadische Rasenbowling, weil wir so interessiert zuschauen.

 

Wir starten unseren Camper Richtung Norden nun exakt bei Kilometer O des TransCanadien Highway. Er geht bis St. John in Neufundland, wir werden ihn ein großes Stück entlangfahren.

Abends am Campingplatz geht uns richtig unser Abendritual mit Kochen und Essen ab. Irgendwie fehlt etwas.  Aber wir sind so angegessen und außerdem haben wir ja, wie gesagt, überhaupt nichts mehr zum Essen auf Lager :-(.

 

 

Tag 116 – Olympia Nationalpark

Von unserem Messeparkplatz geht es durch den Nebel Richtung Olympia Nationalpark. Wir wissen zwar nicht, was es da zu sehen gibt, aber wir haben noch einen Tag, bis morgen die Fähre nach Canada geht.

 

Auf dem Weg stehen dauern Rehe vor uns. Sogar einmal in einem Tunnel. Robert muss höllisch aufpassen, dass wir keines erwischen.
Hier ist gerade die Lavendelblüte und ich sehe fast mehr Lavendelfarmen wie in der Provence. Leider scheint für die Fotos nicht die richtige Sonne, aber bunte Lavendelfelder sind ohnehin total überbewertet (hihihihi….nicht wahr Birgit???)

 

Wir quartieren uns gleich nach Ankunft im Nationalparkt auf dem ersten Campingplatz ein. Wie in einem Märchenwald. Rund um uns sind hohe Nadelbäume, unten viel Moos und Farne. Ein Regenwald eben.

 

Jetzt nehmen wir uns erst mal einen Gleithalbtag und sitzen nur mit einem Gespritzen vor unserem Wagen. Gegen vier Uhr juckt es uns doch und wir starten hinauf zur Hurrican-Ridge auf 1.700 Meter Seehöhe. (Der Name sagt schon, dass es hier im Winter ganz heftige Stürme gibt) Ab 1500 Meter beginnen wieder die Wildblumen zu blühen. Wir machen einen herrlichen Spaziergang (fast schon eine Wanderung) oben auf dem Kamm. Ich ergehe mich am Fotografieren von Blumen.

 

Der Himmel leider noch immer diesig von den Bränden in Canada. Das sollte sich leider in den nächsten Tagen auch nicht ändern.

 

Auf der „Alm“ kaufen wir uns ein Monopoli Nationalparks. Das wird heute unsere Abendbeschäftigung werden.

Wieder zurück am Platz gibt es Kürbis-Safranrisotto und eine lange Schlacht Monopoli.

 

Gott Sei Dank hat Robert wieder einmal mehr Glück in der Liebe!!!!!

 

 

 

 

 

 

 

Tag 115 – Townsend

Unser heutiger Tag läuft ohne große Ereignisse ab. Wir verlassen unseren sehr gemütlichen Platz am Bahnhof von Everett und schmeissen uns auf die stark befahrene Autobahn. Obwohl heute Samstag ist, ist von „Wochenendruhe“ nichts zu spüren.

Das Gebiet ist derart dicht besiedelt, dass man sich immer wie in der Rush Hour vorkommt. Wir passieren nochmals Seattle und dann weiter über Tacoma auf die Tacoma Bridge.

Die Alte Tacoma Bridge kam zu unrühmlicher Bekanntheit, als sie durch einen heftigen Wind in Resonanz geriet und spektakulär in sich zusammenbrach. Es gibt sogar noch ein Video aus dieser Zeit. Siehe www. youtube.com/tacoma narrows bridge.

 

Bei einem Walmart nochmals ganz wenig einkaufen für 2 Tage, bei der Grenze zu Canada muss der Kühlschrank leer sein.

Jetzt auf der Olympic Halbinsel fahren wir durch Regenwälder bis ins ganz in Norden in den Ort Port Townsend. Eine alte Stadt mit herrschaftlichen Häusern, aber auch schon ziemlich in die Jahre gekommen und nicht so liebevoll hergerichtet wie andere Städte. Wir stehen wunderbar am Hafen und beobachten die Kreuzfahrtschiffe, die Fähren und die Möwen. Hier ist es weitaus kühler als in Seattle.

 

Nachdem wir uns Spagetti kochen und genüsslich einen Wein trinken, beschließen wir, hier zu nächtigen. Doch kurz nach dem Entschluss steht eine Dame vor uns, die uns höflich aber bestimmt erklärt, dass wir hier nicht nächtigen können, sollten wir daran denken. Ok…. das wird dann wohl nichts. Sie gibt uns aber den Tip, auf die Weise beim Fairground zu fahren.

Vorher schlendern wir noch durch die Stadt, aber ohne viel Muße, weil wir doch noch weitermüssen. Die Fotos werden auch nicht so wie wir uns das vostellen, weil es in Kanada noch immer brennt.

Halten Euch von der Bushfire Front auf dem Laufenden.

 

Die Stellplätze bei der Messe erweisen sich dann aber als Segen. Es ist ruhig, wir haben Wasser und Strom und zahlen auch nur 20 Dollar.

Tag 114 – Seattle

Nach einigem Recherchieren am Morgen beschließen wir, einen Parkplatz am Bahnhof von Everett zu suchen und dann mit dem Zug in die Stadt zu fahren. Mit dem Camper in die Stadt zu fahren rät uns jeder ab, weil es aussichtslos ist in Seattle einen Parkplatz zu bekommen.

Wir haben viel Glück und finden eines der wenigen Platzerl, wo wir reinpassen, nur leider fährt nur zwei mal am Tag ein Zug nach Seattle…. Das wird uns hier aber wirklich nicht leicht gemacht!!!! Doch wir geben nicht auf und finden den Bus 512 , der in 1,5 Stunden reinfährt. Was solls, ich will da in diese Stadt, wo doch schon Sam Baldwin „Schlaflos“ war, bevor er Anni getroffen hat. Wie ich diesen Film liebe…

 

Der Bus schmeißt und in Chinatown raus, das aber absolut keinen Charm hat, also nehmen wir gleich die Straßenbahn und fahren zum Pinemarket, wo es ziemlich wurlt und alles Erdenktliche angeboten wird. Vor allem aber frischer Fisch und viele Krabben und Krebse.

 

Es dauert nicht lange da sitzen wir auch schon bei einem winzigen Chinesen und bestellen uns einen Taschenkrebs. Das wollte ich schon immer mal essen. Er ist groß und so unbeschreiblich gut. Yammi…

Weiter auf der 5th avenue, dann mit der Monorail zur Space-Needle, dem Wahrzeichen von Seattle. Wurde 1962 für eine Weltausstellung erbaut. Da müssen wir rauf. Davor steht das Museum für Popkultur. Hat Ähnlichkeit mit der Grazer Blase, nur in bunt.

Für 6 Uhr haben wir einen Termin am Turm bekommen und genießen die Stadt von oben bei tiefstehender Sonne. Leider ist es nicht ganz klar, weil es in Canada nahe der Grenze viele Waldbrände gibt.

 

Erst um ½ 10 sind wir zurück bei unserem Camper und beschließen hier auf dem Parkplatz über Nacht zu bleiben. Es ist ganz ruhig und wir schlafen gut. Klar, es fahren ja kaum Züge.

Tag 113 – Schlaflos in Seattle

Wir sind froh, als wir diesen lauten Platz verlassen können. Heute fahren wir mal wieder in die Cruise America Werkstatt nach Everett wegen unserer Klimaanlage (etwa 40 Kilometer von Seattle entfernt). Schön langsam sind wir es eh leid. Viele Kunden bringen gerade die Camper zurück. Das Personal wirkt immer ein wenig genervt. Vor allem, als wir mit unserem Anliegen kommen. Aber wir haben ja einen fixen Termin und die neue Anlage sollte ja da sein, hat man uns gemailt.

Die beraten da lange herum und meinen, sie brauchen 5 Stunden. Hhh???? 5 Stunden, um den neuen Teil aufzusetzen???? Nein, meint der Mechaniker, aber sie haben so viel zu tun, da können sie das nur immer zwischendurch machen. Schließlich hätten wir keinen fixen Termin. Ich raste fast aus!!!! Geht’s noch???

Wir wollen schon unverrichteter Dinge weiterfahren, da probieren wir noch, unseren Besuchstermin bei Boeing auf heute zu verschieben, dann würden wir wenigstens nicht zweimal die Strecke fahren müssen. Ok. Das gelingt, also lassen wir den Wagen doch da, vereinbaren aber, dass wir ihn pünktlich um 3 Uhr brauchen!!!!

Als man uns empfiehlt, währenddessen in die Everett Mall zu fahren, finden wir das als gute Idee. Der Bus dorthin soll gleich um die Ecke sein. Es sind ca. 5 Busstationen mit einmal Umsteigen. Aber das erfahren wir erst bei der Rückfahrt. Bei der Hinfahrt sagt uns eine Dame wir müssen bis zur Endstation und dann in einen anderen Bus. Es wird eine 40 minütige Fahrt, und der andere Bus fährt dann fast die gleiche Strecke zurück nochmals so lange. Da hat man uns aber ordentlich im Kreis geschickt….

Noch dazu…… geht dann auch noch der Autobus ein. Alles qualmt und das Kühlwasser rinnt heraus.   Stunden später……. nehmen wir einen Reservebus, wo allerdings die Klimaanlage nicht geht….. hier rasten die Amerikaner aus. Nach etwa 2 Stunden erreichen wir aufgelöst die Mall.

Wir essen erst mal was, Robert nützt das Internet und ich kaufe mir wieder einmal Jeans und eine neue weiße Short. Die zwei Stunden gehen uns nicht ab, so toll ist die Mall nicht.

Wie gesagt, zurück geht es dann sehr schnell und wir stehen um 16 Uhr pünktlich vor einem Höhepunkt dieser Gegend. Die Boeing-Fertigungshallen in Everett. Es ist soooo unbeschreiblich riesig, man kann es gar nicht auf einmal aufnehmen. Die Halle ist das größte Gebäude der Welt, was das Volumen betrifft. Leider ist strenges Fotografier Verbot, so haben wir aber viel mehr Zeit alles aufzusaugen. Man geht nach viel Security in Tunnels unter die Hallen, um in der Mitte auf Plattformen in die Höhe zu fahren.

 

Die Flugzeuge werden am Fließband zusammengesetzt wie kleine Elektrogeräte. Ein Fließband für Boeing 767, ein anderes für 777 und ein weiteres für 787, den sogenannten Dreamliner. Also so ein Fließband ist auch gleich mal 3 Kilometer lang.

Es arbeiten hier 33.000 Mitarbeiter rund um die Uhr und in einem Jahr verlassen etwa 550 Jumbos die Fabrikshalle, also 10 Maschinen in der Woche. Dann gibt’s einen dreistündigen Probeflug und schon wird das Flugzeug dem Kunden übergeben.

Es ist so toll, das mal zu sehen.

Wauzi bekommt noch eine Pilotenausrüstung weil er ja bei der Führung leider nicht mitdurfte.

 

Auf diesem Foto, von der Straße aufgenommen, kann man vage erkennen, wie da die Flugzeuge aufgereiht sind.

 

Jetzt ist es 8 Uhr und wir haben keinen Schlafplatz. Haben wir etwa zu leichtfertig unseren sicheren Campingplatz aufgegeben??? Doch ich finde auf der Karte etwa eine halbe Stunde weiter den Wenberg-Statepark und dort stehen wir dann ganz glücklich am Campingplatz in einem großen Wald.

 

Tag 112 – Mount Saint Helens Visitor Center

Heute ein Bericht von Robert:

Unser geschützer Platz am Campground in Castle Creek namens KOA Mount Saint Helens bewirkt, dass wir heute wirklich lang ausschlafen können.

Ich warte, bis Martha das erste mal blinzelt und starte dann sofort unsere  Nespressomaschine für den ersten Morgenkaffee.

Ich selbst mache mir wie jeden Morgen, in der blauen Tupperware Kanne, Teewasser  heiß, das exakt 3:30 Minuten im Microwave braucht, bis es kocht.

Gefrühstückt wird wie jeden Morgen im Freien vor dem Camper. Bei mir gibt es das standardisierte Frühstück bestehend aus Frühstücksspeck und 2 Eiern.

Martha isst meistens kalte Wurst, Käse aber vor allem viel Gemüse.

Nach diesem ausgiebigen Frühstück beschliessen wir, die Zelte abzubrechen und zurück in das große Mount Saint Helens Visitor Center zu fahren, welches gestern am Abend schon geschlossen war.

Der Berg selbst ist ein Teil des pazifischen F