Tag 18 – Wir kommen nicht weiter…..

Es ist so herrlich auf unserer Farm, dass wir einfach den Vormittag hier verbringen. Wir meditieren die aufgehende Sonne an, und gehe später  zur Pferdekoppel, vorbei an den drei Seen. Wir schauen endlos den Gänsen zu, wie wenn wir sowas noch nie in unserem Leben gesehen hätten, und füttern dann noch die Schildkröten im See. Einfach Sonne genießen und vor allem Zeit haben. Ein Luxus, der unbezahlbar ist.

 

Langes Frühstück mit Eierspeis mit Käse und Blattspinat (im Moment unser Lieblingsfrühstück) und zwei Nespressi. Mein Gott, diese Investition hat sich echt schon ausgezahlt…

 

Der Tagesbericht gehört auch noch geschickt, da waren wir gestern Abend zu müde oder vielleicht doch zu beschwipst… hihihihi.

Das heutige Ziel ist Charleston, das wir aber nicht erreichen sollten. Erst um 12 Uhr los, dann in den Dollar Shop, das ist unsere Lieblingseinkaufsquelle für billige Ausstattung für Küche und Camper. Ein Fensterputzgerät für den Camper – da kommt man von unten ja nicht ran-, Plastikkörbe und Halterungen für Handy und Brillen, eine Reibe und Verlängerungskabel. Dann fahren wir drei mal über die Brücke von Georgia nach South Carolina, unserem dritten Bundesstaat, weil ich das Schild verwackelt habe. Mein Robert übt sich in Geduld 🙂 Wie lange wohl noch……

 

Jetzt auf die Insel Hilton Head, die wunderschön sein soll und vor allem die größten Dünen. Die Schönheit will sich uns aber nicht präsentieren. Nur Reiche und Schöne in ihren Estates und kaum Gelegenheit zum Wasser zu kommen. Also weiter!

Beim Fluss kurzes Mittagessen. Salat mit frischen Shrimps und Mangos – das könnte unser Lieblingssalat werden….

 

Wir machen 40m Meilen Umweg um in einem State Parc zu einem schönen Campground zu fahren und dann ist da nix. Der letzte Hurricane im Oktober hat alles weggefegt. Uijee, Pech für den Campground, noch größeres Pech für uns!!!  Alles zurück!! Auch die beiden nächsten Plätze erweisen sich als Niete.

Im Ort Beaufort, der oft als Kulisse für Südstaatenfilme dient, machen wir nur eine kurze Rundfahrt, und steuern dann unserem Ziel Charleston zu. Dann endlich kurz vor der Stadteinfahrt ein wirklich guter Platz, Wir parken herrlich unter großen Bäumen und buchen gleich zwei Nächte. In Charleston gibt es sicher viel zu sehen. Aber das verschieben wir auf Morgen.

Endlich das Spargelrisotto, das uns heute, nach der langen Sucherei, doppelt schmeckt.

Tag 17 – Savannah

Wir haben keinen Weisswein mehr…. Panik, Schreck…..

Also der erste Weg zu einem Walmart, wo es „unseren“  Wein gibt. Wir fühlen uns schon gerettet, kaufen auch gleich andere Sachen ein. Dann der nächste Schreck beim Weinregal: Gerade unser Oak Leaf ist ausverkauft….. na, mit dem haben wir ja jetzt wirklich nicht gerechnet. Wir nehmen einen anderen, aber das ist nur eine Notlösung.

Eigentlich sollte es gleich durch nach Savannah gehen, doch jetzt hält uns ein großer Flohmarkt auf. Natürlich wir rein!!! Wir kaufen uns beide etwas. Ich einen Strohhut um 3 Dollar und Robert ein Schraubenset für den Notfall. Er wird hier ja noch richtig zum Heimwerker 🙂

 

Das Universum schickt uns nach 20 Minuten Weiterfahrt noch einen Walmart und da werden wir erhört. Wir kaufen gleich 10 Flaschen Chardonnay und Pino Grigio. Bei der Kassa muss ich  einen Ausweis herzeigen und mein Geburtsdatum wird notiert, bei so viel halb verbotener Droge…

 

Jetzt aber endlich los!!! Unser erstes Ziel ist Wormsloe, wo es eine unbeschreiblich schöne Eichenallee geben soll.  Und tatsächlich, wie auf den Südstaatenfotos in den Reisekatalogen. Die Rieseneichen greifen ineinander und wir fahren durch endlose 2,5 Kilometer  „Tunnel“.

 

Am Ende angekommen, erleben wir die nächste Überraschung.Stretch Limousinen fahren vor und wir erleben eine „richtige amerikanische“ Hochzeit. Die Gäste sitzen auf Vintage-Sofas unter den Eichen, das Brautpaar steht unter einem Rosenbogen und ich verlasse meinen Platz die nächste halbe Stunde nicht, bis ich auch den allerlösenden Kuss miterleben darf.

Natürlich 100 Fotos…. aber es ist ja sowas von ergreifend und schön…. Allerdings:  Es gibt danach keinen Sekt :-(. Ein entscheidender Grund, in Amerika nicht zu heiraten 🙂  Da sind wir uns einig!!

Wir spazieren noch sehr lange auf dem Areal herum. Das Herrenhaus wird von den Nachfahren der Familie Novel noch bewohnt, da gibts nix zu sehen, aber trotzdem ein wunderschöner Besuch dieser Anlage.

Es ist schon 4 Uhr, als wir in der Stadt Savannah ankommen. Richtige Südstaatenatmosphäre – soweit wir schon beurteilen können, was richtige Südstaatenatmosphäre ist. Es geht irgendwie gemütlicher zu als in Florida. Es gibt viele kleine Lokale, die Leute sitzen auf der Straße, und das sogar MIT IHREM BIER!!!

 

Auch die Häuser lieblich, mit Schaukelstühlen auf den kleinen Veranden. Wir schlendern herum und genießen, fotografieren und müssen jetzt auch noch nach einer Empfehlung aus dem Lonely Planet suchen. Der Eissalon Leopold will besucht werden. Schon vom Weiten sehen wir die Schlange, reihen uns ein und warten geduldig. Die Liste mit den Sorten wird herumgereicht und eine Dame aus dem Geschäft verteilt auch Becher mit Wasser, damit die Wartenden den Eisgenuss auch wirklich noch erleben. Endlich angekommen, darf man jedes Eis kosten, bevor man bestellt. Jetzt wissen wir auch, wieso das so lange dauert….. Aber es ist dann sowas von herrlich, schlägt sogar, und das sage ich wirklich nicht gerne, unseren Schwedenplatz. Wäre die Schlage nicht soo lange, ich würde mich glatt nochmal anstellen.

 

Es ist bereits halb sieben als wir die Stadt verlassen und zu unserem Stellplatz stossen. Diesmal auf einer riesigen Farm, die 15 Stellplätze hat. Unter Pferden, Gänsen, drei Seen mit Fischen und Schildkröten, finden wir einen wunderschönen Platz für die heutige Nacht.

Tag 16 – Saint Augustine

Bericht von ROBERT 🙂

In unserem Dschungelcamp gibt es keine Nachtruhe. Die Tiere machen einen derartigen Krach, dass wir unsere Ohropax echt zu schätzen wissen.

 

Heute ist ein Stadtspaziergang in der ältesten Stadt Nordamerikas, (die heute noch besiedelt ist), geplant. Schon im Jahr 1565 gründeten die Spanier die Stadt San Agustin, wie sie auf spanisch genannt wurde.

Bereits beim Überqueren der Zufahrtsbrücke können wir die kleinen Gassen und die historischen Bauten erkennen.

 

Unseren Camper können wir auf einem großem Parkplatz direkt vor der ehemaligen Anlandungsstelle von Menendez de Aviles im Jahr 1565 parken.

Die Stelle wurde mit einem überdimensionalen Kreuz, einer kleinen Kapelle und natürlich mit einem Museum markiert.

 

Schon bei der Stadteinfahrt haben wir das klassische Spanische Fort gesehen, das ich natürlich sofort besuchen möchte.

 

Der Zufall will es, dass dieses Fort vom Nationalparkservice verwaltet wird und wir mit unserem Pass freien Eintritt haben. Wir kommen gerade zurecht wie eine 15 Pfünder Kanone mit Schwarzpulfer geladen und abgefeuert wird. So eine Freude!!! Auch der Rest des Forts sehr interessant und, wie in Amerika immer, spannend präsentiert. Martha macht tapfer die lange Besichtigung mit 🙂

 

Nach soviel spanischer Geschichte stürzen wir uns aber dann in die amerikanische Tourismusgegenwart. Wir schlendern durch die Hauptstrasse in das historische Zentrum. Hier mache ich brav die Besichtigung mit 🙂

Die Unzahl an Souvenirläden lässt erahnen, was sich hier in der Hauptsaison abspielt.

 

Temperaturen über 30°C und eine Luftfeuchtigkeit, die den Schweiß aus den Poren treibt, erschweren unseren Stadtbummel.

Das nächste Highlight ist das ehemalige Flagler Hotel, welches heute ein College für junge Studenten ist.  Gebaut wurde das Hotel mit der dazugehörigen Eisenbahnlinie Ende des 19 Jhd. und lässt erahnen, wie seinerzeit gereist wurde. Edison, der ja aus Florida stammt, stattete damals das Hotel mit 40.000 Glühlampen aus, was zu dieser Zeit eine Revolution darstellte.

 

Martha hat noch im Stadtführer das älteste Haus der Stadt entdeckt, was natürlich auch abgelichtet werden muss…….

 

Alle Amerikaner fahren in kleinen Eisenbahntrolleys von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Keiner macht auch nur einen Schritt zuviel. Die Stationen der Parkplätze sind das wichtigste, damit der Trolley die Gäste direkt beim Auto abladen kann.Wir als gelernte Alpenbewohner gehen aber alles zu Fuss, was den Vorteil hat, dass wir auf den Gassen fast alleine sind. Wir werden sogar angesprochen, weil wir zu Fuss unterwegs sind.

Am späten Nachmittag treibt aber auch uns die Hitze und der Hunger wieder zurück zum Auto.Ein Publix Supermarkt beim Hafen rettet unser Abendessen.

Wir fahren noch zwei Stunden und queren die Grenze Florida/ Georgia. Die Umgebung ändert sich schlagartig. Keine Palmen mehr, auch gar nicht besiedelt, nur Flüsse, im Moment keine Felder und keine Besiedlung. Aber Benzin ist billiger 🙂

Direkt neben der Autobahn, finden wir einen perfekten Stellplatz um 35 USD .

Nach soviel Anstrengung muss dem Körper natürlich auch entsprechender Treibstoff zugeführt werden. Martha und ich teilen uns ein 700g Ribey Steak mit unserem Lieblingsrotwein  Concha Y Toro.

 

 

 

 

Tag 15 – Zurück an der Ostküste

Was für ein Morgen in unserem „Park“.

 

Schwer reissen wir uns los, doch unser Road Trip muss weitergehen. Unser Ziel ist Saint Augustine an der Ostküste. Wir entscheiden uns nicht für die Autobahn, sondern die Straße durch den Ocala National Forest. Unglaubliche 100 Kilometer durch einen Nationalpark. Schilder warnen vor Bären und sonstigem Wildwechsel, leider machen wir diese Erfahrung nicht, wird schon noch kommen.

 

Und wiedereinmal hindert und „höhere Gewalt“ am Durchfahren. Wir entdecken rechts der Straße einen wunderschönen See und schon ist Robert drin. Sehr warm und klar, doch vor Aligatoren wird gewarnt…. da ist er doch gleich wieder herraussen, mein Held.

Mit der Angel ist es da schon weit ungefährlicher, also versucht er sein Glück beim Fischen. Dieses Vorhaben bricht er jedoch nach unzähligen Versuchen ab. Es beisst so gar nichts, und im August wollen wir schließlich in Canada sein.

So gleiten wir weiter durch die schöne Landschaft und erreichen in Ormond Beach die Ostküste.

 

Ein Strand, wie ich ihn noch nie gesehen habe. Ca. 150 meter breit, ganz fest ,,weiss und gelb und doch wie Puder…..  nahezu menschenleer und das hunderte Kilometer lang. Ich versuche verzweifelt, die Stimmung im Bild festzuhalten, es gelingt kaum. Die Luft ist voll Sand, die Häuser verschwimmen in einer gelben Wolke. Scharen von Pelikane fliegen im Tiefflug an mir vorbei und vor mir nur der planschende Robert in den Wellen.

Ich habs ja nicht so mit dem Wasser…..

 

Weiter dem Meer entlang, jetzt Richtung Norden. Auf der Suche nach einem Schlafplatz kommen wir aus dem Staunen nicht heraus. Für einen sandigen Platz auf einem Campingground neben dem Strand will man uns doch tatsächlich 145 Dollar abnehmen. Doch nicht mit uns, noch haben wir Kraft und suchen weiter.

Im Anastasia Statepark (auch am Strand!) kurz von Saint Augustine haben wir wahnsinniges Glück. Ein Platz ist noch frei, weil jemand abgesagt hat und den bekommen wir!!!! Wir sind Glückskinder. Stateparks vermieten überall im Land billig Plätze, doch meistens sind sie ausgebucht.

Wir treiben uns noch bisschen beim Strand herum, vor allem, weil es dort WIFI gibt. Die Suche nach Internet ist schon ein allgegenwärtiges Thema. Manchmal denke ich mir, was tuen wir uns da an, doch wenn ich die vielen netten Kommentare von meinen „Reisebegleitern“ lese, ist es den Aufwand wert und es macht mir noch viel mehr Spass!!!! Danke an Euch Alle 🙂

Tag 14 – Wir queren Florida

Der 10. Tag in unserem Camper.

Das gehört gefeiert und zwar mit einem grandiosen Frühstück. Das Roastbeef ist bei Publix besonders gut.

 

Heute queren wir die Halbinsel Florida . Doch bevor es soweit ist, müssen wir endlich in Venice Beach ins Meer springen.

Das erste mal im Jahr 2017. Das Wasser ist warm, der Strand aber nicht so gepflegt wie in Sanibel Island.

Robert sieht einen Schatten im Meer und plötzlichen tauchen etwa 15m vor uns zwei Delphine aus dem Wasser. So ein Glück… Für ein Foto war ich zu überrascht.

Der Ort Venice ist auch ganz nett. Wie der Name schon andeutet, ist alles italienisch. Restaurants mit so richtigem Besteck !!

So schön es hier auch ist, wollen wir heute Meilen machen. Der Tamiami Trail und der Highway 75 sind ideal für dieses Vorhaben.

Wir überqueren kleine Seen und Flüsse, sehen die Weite des Landes und genießen die Fahrt.

Heute hat es ca. 30°C aber es weht ein angenehmer Wind.

Im Ocala National Forrest finden wir dann einen sensationellen Campground und erhalten mit der ÖAMTC Karte einen Rabatt von 6USD. Wer hätte das gedacht .

Wir stehen auf einem Gelände und können uns nicht entscheiden, ähnelt es eher einem Golfplatz oder dem Türkenschanzpark, einfach nur schön in der untergehenden Sonne. Rund um uns tummeln sich die Eichkatzerl.

Robert besteht darauf, hier auch noch den ausgezeichneten Salat mit Huhn und Avacodas und den täglichen Pinot Grigio zu erwähnen 🙂

 

Hier nach 10 Tagen ein wenig Statistik:

Bis jetzt haben wir mit dem Wohnmobil 2.050 Kilometer zurückgelegt,

Wir verbrauchen  22,37 Liter/100 km.

Wir haben zwei Brathendln, etwa 10 Salate und etwa 60 liter l Trinkwasser, 2 Flaschen Rot- und 10 Flaschen Weisswein verbraucht 🙂 🙂 🙂

Wir sind guter Dinge und freuen uns auf die Fortsetzung unserer Tour.

 

 

 

Tag 13 – Sanibel Island

Aufgrund eines Tips von Brigit, die erst kürzlich hier war, brechen wir um 10 Uhr auf nach Sanibel und Captiva Island. Bei der Durchfahrt durch Fort Myers Beach schaut der Strand zwar auch sehr verlockend aus, doch es gibt absolut keine Parkplätze für so lange Autos wie unseres….. ich glaube, die mögen uns hier nicht. Ja in manchen Situationen ist natürlich die Größe ein Problem, aber wenn ich mich abends gemütlich in mein großes Betterl lege, schätze ich wieder die Geräumigkeit unseres Campers.

Wir werden abrupt von einem witzigen Minigolfplatz an der Straße gestoppt. Jungle Golf. Total schön und das nicht nur für Kinder. Hügel mit vielen Pflanzen, Elefanten, Affen, echten Wasserfällen und dazwischen die Anlage. Un nachdem wir das ja so gerne machen, gibt’s sofort eine Planänderung und es wird erstmals Minigolf gespielt. Ich verliere nur ganz knapp. 46:48 die Entscheidung fällt erst in der letzten Runde – und werde somit heute abend in einer Bar einen Drink ausgeben.

 

In Sanibel Island (Mautstraße 6 U$) ändert sich das Bild komplett. Da gibt’s erstmal nur Straße, mit Strand zu beiden Seiten und für uns ein herrliches Platzers zum Mittagessen. Am Speiseplan wieder so ein gutes gegrilltes Hendl vom Walmart. Hmmm…. und das direkt am Strand unter Palmen.

Der Wein des Tages: Chardonnay aus Kalifornien.

Als Nachtisch eine große Zuckermelone mit Honig und – für die Insider – herrliches Süzme.

Wir schnappen unsere gemieteten Sessel und faulenzen erstmals am Strand. So ein Grillhendl will ja auch verdaut werden.

Bis 16:30 bleiben wir auf der kleinen Muschelinsel. Jetzt aber rasch weiter weil nicht sicher ist, ob auf Sanibel Island ein RV Resort ist. Wir haben jedoch Glück und finden im Periwinkle Trailer Park einen netten Stellplatz.

Bevor wir uns jedoch mit allen Medien anschliessen, fahren wir zum Nordende der Insel zum berühmten Muschelstrand Captiva.

Wir genießen den Strand und das Meer und brechen nach einer Stunde mit einer Handvoll der schönsten Muscheln,  wieder zu unserem Campground auf.

 

 

 

 

 

Tag 12 – Naples – Lazy Day

Endlich am Meer. Ich muss allerdings noch im Bett mein Buch fertig lesen , bis wir um 10 Uhr zum Strand aufbrechen. Urlaub ist schön!!!! Schon bei der Einfahrt nach Naples faszinieren uns die akribisch gepflegten Villen und Gärten. Hier ist das Geld in der Tat zu Hause. Wir verstehen auch, warum Naples, Napels heisst. Es ist Italien amerikanisiert.

Häuser wie in der Toscana, viele italienische Lokale, der Cappuccino schmeckt wie in Siena, und die Preise nähern sich an…

Das ganze aber mit Palmen. Auch die Strandhäuschen sind nicht zu verachten.

Der Strand allerdings nicht italienisch, sondern amerikanisch karibisch. Wir suchen verzweifelt nach Aperol Spritz und beobachten eine Strand Patrouille, die einen jungen Mann zurechtweist, der öffentlich ein Bier trinkt. Also doch nicht die Toscana….

Pudriger Sand, warmes Meer, wenig Leute und wir beide machen einen laaaangen Strandspaziergang und genießen die Sonne. Im Sand liegen, ist nicht unser Ding, deshalb landen wir nach drei Stunden auf der 5th avenue von Naples und mischen uns unter die Reichen und Schönen. Auch die Bentley Dichte ist mit Italien nicht vergleichbar. Endlich bekomme ich auch meinen Key Lime Pie, eine Torte, die unbeschreiblich gut ist. Sofort muss ich Birgit in Wien anrufen, damit sie schon mal ein Rezept raussucht.

Heute gibts noch zwei Höhepunkte. Erstens: Robert grillt sein erstes Steak und ich wasche zum ersten Mal Wäsche in diesen übergrossen amerikanischen Waschmaschinen. Um es vorwegzunehmen. Das Steak wird mehr als perfekt, bei der Wäsche hab ich wohl die falschen Knöpfe gedrückt. Einige meiner Shirts passen jetzt Kleinkindern, mir auf alle Fälle nicht mehr, noch dreimal waschen und ich hab schon wieder neue Leiberln für Wauzi. Aber was soll´s. Vielleicht klappts ja beim nächsten Mal 🙂

 

 

 

Tag 11 – Miami – Wir besuchen Forest Gump

Wir frühstücken noch ausgiebig auf unserem bisher besten Stellplatz, genießen die Ruhe und die Natur und brechen danach auf, Richtung Miami.

Verfolgt werden wir von einer schwarzen Wand. Das wird ein richtiges Unwetter, wenn das runterkommt.

 

Kurz vor Miami kommt es runter, da nützt auch die Wahl der mautpflichtigen Autobahn nichts, es erwischt uns. Es schüttet wie aus Kübeln, auch noch als wir im Schritttempo in Miami Beach ankommen. Wir versuchen einzuparken und haben den ersten Crash. Robert führt ausgerechnet beim Einparken das Schild um „No parking at any time“. ok, wir machen uns aus dem Staub und nachdem wir auf einem anderen Platz eine halbe Stunde warteten, wird Miami Beach abgehakt.

Wir fahren noch auf dem Ocean Drive durch das Art Deco Viertel, sehen das schräge Publikum und machen uns auf Richtung Miami Down Town, in die Bubba Gump Shrimp Company.

 

Forest Gump ist allgegenwärtig, man kann auch vorzüglich essen, vorzugsweise Shrimps – eh klar!!!

Es regnet noch immer, und da wir ohnehin schon zwei Mal in Miami waren,  starten wir los Richtung Westen. Unser Ziel ist Naples an der Westküste Floridas.

Am Weg dorthin geht es nochmal durch die Ebene der Everglades. In den Gewässern neben der Straße zählen wir unglaubliche 16 Krokodile und Aligatoren. So genau kann ich sie doch nicht auseinanderhalten.

Etwa 10 Meilen vor Naples dreht jemand den Regen ab und plötzlich haben wir Sonnenschein und wolkenlosen Himmel.

Die Stimmung steigt und ich falle gleich ins nächste Geschäft und kaufe zwei neue Shorts. Und weil alles so gut passt – die machen hier einfach perfekte Hosen für Ä….. wie meinen – kaufe ich auch noch eine Levis um sagenhafte 19,90 Dollar. freu freu freu….

In Naples bekommen wir im Neapolitan Cove RV Resident Parc  – sehr nobel – einen wunderschönen Stellplatz mit endlich wieder WiFi.

Tag 10 – Everglades Nationalpark

Es schüttet, na ja, so kann es in Florida im Frühling auch sein… Wir lassen uns die Laune aber nicht verderben. Wir wollen heute in den Everglades Nationalpark und da kann das Wetter ja ganz anders sein. Sind ja noch 200 Meilen bis dort hin. Wir starten nach einem Kaffee. Nachdem heute wieder ein größerer Einkauf auf dem Plan steht, frühstücken wir erst, nachdem wir frische Semmerl beim Publix gekauft haben (Chicago Hard Rolls) – die gibt’s wirklich und ganz resch, eine Revolution!!! – und einen Platz direkt beim Meer gefunden haben.

Erhebendes Frühstück und zu meinen entdeckten Semmerln gibt’s die wirklich ausgezeichnete Marillenmarmelade, die ich heute auch entdeckt habe und auch Honig für Robert. Der Tag kann nur mehr gut werden.

Leider wird das Wetter nicht sehr viel besser, mal hört es auf zu regnen, mal fängt es wieder an.

Beim Eingang zum Everglades Nationalpark dann wieder ein Meilenstein unserer Reise: Wir kaufen uns einen Jahrespass für alle Nationalparks der USA. 80 Dollar für ein Auto und 2 Personen… ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, was wir  alles vorhaben.

 

Nun geht es eine schnurgerade Straße entlang Mangrovenwäldern, Sümpfen und Seen. Mitten auf der Straße eine etwa ½ Meter große Schildkröte, die versucht, die Straße zu überqueren. Ob sie es unbeschadet geschafft hat, können wir nicht mehr sagen, sie war uns einfach zu langsam, zumindest hat sie bei jedem kommenden Auto den Kopf eingezogen und auf den Schildkrötengott vertraut.

Am Ende der Straße kommen wir in Flamingo an und buchen eine 2 stündige Bootsfahrt. Trotz Wolken sehr beeindruckend. Wir sehen eine Seekuh (Manatee) mit ihrem Jungen und auch einige Aligatoren. Es geht durch Mangroven und Seen. Zu guter Letzt erleben wir noch einen Tropenregen der besonderen Art und flüchten uns nach der trotzdem gelungenen Fahrt waschelnass in unser gemütliches Heim.

An der Hafenmauer tummeln sich noch Krokodile, die das herunterrinnende Regenwasser trinken. (siehe Foto!)

 

Genug Natur!! Hunger!!! Heute am Plan Safranrisotto und Salat und (same procedure as every day) Sauvignon Blanc. Den persischen Safran haben wir aus Wien mitgeschmuggelt. (danke nochmals Sylvia :-)) den Parmesan reibe ich auf dem Schlüsselanhänger von Tupperware….. huch…. aber es geht.

Auf einem Campground mit Strom kochen wir unser Risotto halb fertig und wechseln dann auf einen stromlosen aber netteren Platz 30 Meilen weiter (Long Pine Tree Parc 20 Dollar).

 

Tag 9 – Key West – fast ein Ruhetag

Sooo gut und lange geschlafen, hab es schließlich gestern geschafft, ein Baumwollleintuch zu bekommen…

Das Wetter durchwachsen, in der Nacht hat es wild geregnet. Wir murksen im Camper herum, das macht uns eigentlich am meisten Spass und brechen erst um 12 uhr mit dem Bus auf, Richtung Stadt.

Key West ist in der Tat ein Sammelsurium von schrägen Leuten, Aussteigern, deren beste Zeiten wohl so um Woodstock herum waren, eine große Schwulen- und Lesbenszene, Musiker, die wohl wo anders nicht auftreten dürften, – hier ein besonderer Gruß an meinen Neffen Lukas, Eure Band ist ja sooo genial, das merken wir jetzt erst 🙂

 

Wir schlendern durch die Gassen und beobachten einfach das bunte Treiben. Jetzt auch ein Spaziergang durch den Friedhof, die launigste Grabinschrift von einem bekennenden Hypochonder, der noch eine letzte Botschaft an seine Frau losläßt : “ Ich sagte dir doch, dass ich krank bin“

 

Hemingways Haus (wie viele haben wir eigentlich auf diesem Planeten schon besichtigt??) Hemingways Lieblingslokal, Sloppy Joe´s Bar, und einiges mehr, rund um den verwegenen Poeten.

Das Haus sparen wir uns von innen, die Bar dagegen muss auch von innen besucht werden!!!! Auch hier, wie in jedem Lokal Livemusik und MegaMegaStimmung. Fantastische Shrimps und Bier, und wieder kein Salat….

 

Jetzt aber ein Höhepunkt des Tages, was unsere Tour betrifft. Wir erreichen den südlichsten Punkt unserer Reise. Ab jetzt gehts erstmal westwärts.

Tag 8 – Fahrt nach Key West

  • Der Bericht ist wieder von Robert, und er ist seeehhr ausführlich, aber da müßt ihr jetzt durch 🙂

Obwohl wir beide schlafen wie Murmeltiere, bewegen wir uns mit Hilfe des  Handyweckers schon um 07:00 aus dem Bett.

Wir wissen, dass die Ballungszentren Fort Lauderdale und Miami vor uns liegen.

Bereits auf der Verbindungsbrücke über die Lagune zum vorgelagerten Beach können wir die Ausmaße erkennen.

Es wechseln sich Appartment Hochhäuser mit Hotelburgen, soweit das Auge reicht, ab.

Das Motorhome schnurrt mit 20Liter/100km auf der Scenic Route A1A dem Meer entlang.

Frühmorgens sind außer den Joggern auf der Strandpromenade jedoch noch keine Menschen zu sehen.

Später kommen dann die Reichen und Schönen dazu.

In Fort Lauderdale müssen wir dem großen Hafen mit den Cruise Schiffen ausweichen.

Die Strandabschnitte ändern nur die Namen, das landschaftliche Erscheinungsbild bleibt gleich.

Das ganze ändert sich jedoch vor Miami Beach.

Es ist jetzt 09:30 und wir  rollen auf einen 3 spurigen Stau zu, der sich nicht mehr bewegt. Die Benzinnadel zeigt nur mehr 25%. Kurzentschlossen ändern wir unsere Route vom Beach in die Stadt Miami, wo auch das Tanken keine Probleme bereitet. Außer, daß die Tankautomaten aus Sicherheitsgründen nur mehr Normalbenzin im Wert  von 74$  hergeben. Für unser Auto eindeutig zu wenig.

Wir beschliessen auf der Staatsstraße Nr.1 Richtung Key West zu rollen und ggf. Miami am Sonntag zu besuchen.

Auch das Wetter hat sich leicht verändert. Die Temperaturen sind gleich wie in Orlando aber es ist jetzt mehr Feuchtigkeit in der Luft . Die Folge ist, dass wie im karibischen Raum üblich, jede dritte Wolke etwas Regen auslässt.

Bei den Keys angelangt, sehen wir dann die, wie Perlen auf einer Schnur aufgereihten Inselchen.

Verbunden werden diese Inseln mit bis zu 7 Meilen langen Brücken.

Es geht durch Marathon, wo wir schon einmal Urlaub machten, zur letzten Insel Key West.

Dort haben wir schon bei Leo’s RV Parc vorbestellt und versorgen erstmal unser Motorhome.

Wir würden nicht wir sein, wenn wir nicht bereits nach einer Stunde bereits im Autobus Richtung Old Town sitzen würden. Auch hier gibt es ein Senioren Ticket . Statt 2 Dollar 50 Cent. Da zahlt es sich doch aus,  55+ zu sein.

 

In Key West bleiben uns bis zum letzten Bus noch 3 Stunden, die wir im Hafenviertel beim Sonnenuntergang verbringen.

In einer kleinen Wirtshausbrauerei bei Live Musik und 20 Sportsendern auf den TV Geräten an den Wänden, bestellen wir hausgebrautes Bier und einen Sandwich mit pulled Beef und natürlich Pommes mit Ketchup. Eigentlich war ein Salat mit Babyspinat und Erdbeeren vorgesehen, aber leider ist uns wie gesagt, etwas dazwischengekommen….

Um 09:30  müssen wir uns aber jetzt beeilen den letzten Bus der green Line zurück zu unserem Camper noch zu erreichen.

Pünktlich wie im Fahrplan eingetragen kommt unser Bus und bei Temperaturen wie in einem Tiefkühlraum, fahren wir schlotternd zurück zum RV Parc.

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 7 – Florida – Richtung Süden

Heute kommt der Bericht von mir, Robert, weil Martha grad Haarewaschen ist und nachher kochen wird….

Obwohl wir auch heute wieder zahlungswillig waren, wurde uns die Bezahlung  versagt weil das RV Parc Office um 07:30 noch nicht offen hatte.

Also D wie Drive rein und auf das Gaspedal. Es dauert eine Zeit bis wir zum mautfreien Highway 95 kommen, aber dann rauschen wir mit 60 Meilen/Stunde ( 96 Stundenkilometer) Richtung Süden. Jetzt regnet es sogar . Wauzi und unser Schutzengerl Sally passen auf, dass uns nix passiert. 🙂

 

Es dauert ca. eine Stunde bis sich Unruhe breit macht. Einerseits knurrt der Magen heftig und andererseits sind wir mit dem Tagesbericht in Ermangelung einer Internetverbindung im Rückstand.

In Melbourne Village leitet uns ein Mc Donald Schild von der Autobahn auf die Bundesstrasse runter.

Wir kommen aber gar nicht soweit weil uns ein Home Depot ( Baumarkt) stoppt. Ich kaufe eine Rohrzange, und eine Wäscheleine, ich, der König der Heimwerker 🙂

 

Auch dort gibt es am riesigen  Parkplatz überall Internet . Drei Eier mit den Schinkenscheiben wandern vom Eiskasten in die Pfanne und es gibt erst mal ein Frühstück.

 

Auf dem Highway zurück überholen wir Schwerfahrzeuge mit ganzen Häusern drauf.

 

Die Strecke führt uns über West Palm Beach nach Fort Lauderdale. Dort stellen wir überrascht fest, dass der von uns geplante RV Parc stationären Holzhäusern weichen musste. Mit anderen Worten, wir müssen uns nach einer anderen Bleibe umsehen. In FortLauderdale übernachten wir heute so richtig legal, mit Anmeldung bei der Reception und Einweisung des farbigen Bedienungspersonals auf unseren Stellplatz C12.

Eine betonierte Fläche ist für den Camper und für die Gartensessel vorgesehen.

 

Rundherum wohnen die Gäste in riesigen Campmobilen mit hydraulisch ausfahrbaren Wohnzimmern. Vor dem Eingang ist der Supergasgrill mit Sitzecke aufgebaut und Blumenbeete wurden angelegt,  sogar Papageien sitzen hier auf Stangen vor den Campern …..

Die nächste Flasche Wein wird geleert und der Luxuxcampingplatz mit Pool in Augenschein genommen. Uns interessieren aber eher die gekauften frischen Linguini und das Pfund Shrimps………

 

Etwas beschwipst beenden wir diesen wunderschönen Tag.

 

 

 

Tag 6 – Cape Canaveral – Wir haben den Mond berührt

Wir haben die erste Nacht wirklich gut geschlafen. Mein Bettzeug ist zwar aus Polyester, und mir war anfangs ziemlich heiß, aber irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen. Das wird noch eine Herausforderung, hier etwas aus Baumwolle zu bekommen…. ABER!!! Jetzt kommt der erste Höhepunkt des Tages. Kaffee im Bett, und nicht irgendein Kaffee, sondern mein geliebter Nespresso. Schon für dieses erste Häferl, natürlich von Robert serviert (er ist einfach der Beste!!!), hat sich die Anschaffung ausgezahlt.

Nachdem sich in der Campingplatzrezeption noch immer niemand zeigt, müssen wir den Ort leider ohne die Möglichkeit zu zahlen, wieder verlassen. A so a Pech auch……

Wieder ein Einkauf, jetzt bei Publix…. ist einfach aufregend, weil so anders als bei uns in Wien. Eiweiß im Tetrapack, man kann aber auch nur Dotter haben…. Ein Packerl Spinat um 5 Dollar aber ein Kilo grüner Spargel um 2,50. Hurraaaa, das wird unser Abendessen. Und überall wird versucht, den Bericht loszuschicken….

 

Nachdem wir von Birgit schon gerügt wurden, dass der Bericht ausständig ist, bremsen wir uns sofort bei Mac Donalds ein, wo es bekannter weise ja immer Internet gibt, und schreiben unseren Tagesbericht. Schließlich haben wir einen Auftrag…..

In der Zwischenzeit ist es 1 Uhr. Irgendwie zerrinnt uns die Zeit… ab und zu verfahren wir uns auch und mit dem 4-Tonner ist es nicht so leicht, irgendwo umzudrehen. Aber wir werden es schon noch lernen. Jetzt üben wir auch Tanken… eine Gallone, etwa 3,8 liter kosten 2,3 Dollar. Das ist ja erfreulich, allerdings frisst unser Camper auch 20-25 liter…… aber das wußten wir eh.

Das Wetter ist übrigens ausgezeichnet. Leicht bewölkt, heiß, aber im Schatten noch angenehm kühl. Und außerdem genießen wir auch die Freundlichkeit der Amerikaner. Echt, oder nicht echt, es ist einfach schön, freundliche Menschen um sich zu haben.

Um 2 Uhr erreichen wir unser heutiges Ziel Cape Caneveral. Im Kennedy Space Center geben wir uns alles rund um die Raumfahrt.  Wir waren zwar schon einmal da, aber es ist doch irgendwie ganz anders als damals. UND… das erste Mal in unserem Leben lösen wir ein Seniorenticket (ab 55)  :-))))

 

Es steht auch zum Beispiel hier die Originalraumfähre Atlantis in einer riesigen Halle, spektakulär präsentiert. Diese war bei unserem letzten Besuch noch im Einsatz. Und wieder einmal berühren wir den Mond….. und wieder einmal ist es erhebend. Mit einem Bus fahren wir zur größten Montagehalle der Welt, wo die Raketen zusammengebaut werden….

Es ist alles ganz aufregend und wir übersehen wieder einmal die Zeit…

Fazit: der angestrebte Campingplatz ist geschlossen, beim nächsten Platz stellen wir uns wieder ohne Registrierung irgendwo hin. Die gehen alle um 5 schon nach Hause.

Zum Abendessen gebratenes Huhn mit grünem Spargel , Salat und eine Flasche Weißwein. ….Und dann war da noch der gute alte Mister Jack Daniels, der uns heute gut schlafen lassen wird.

Tag 5 – Orlando – Wir beziehen unser „Haus“

Morgens geben wir unseren Mietwagen am Flughafen zurück, dann mit dem Shuttle wieder ins Days Inn. Hier warten schon 4 große Taschen, eine Angel und eine Nespressomaschine auf den Weitertransport zur Vermietstation des Campers??

 

Heute ist es soweit, jetzt wird der Urlaub so richtig beginnen. Wir nehmen ein Taxi (der Fahrer beschwert sich lautstark über Trump…) und um 1/2 11 stehen wir vor unserem Motorhome. Die Übernahme ist jetzt doch sehr zeitaufwändig. Ein halbstündiger Einführungsfilm, dann die Übergabe durch eine ziemlich planlose Angestellte…. Jetzt sind wir endlich beim Wagen und können einräumen. Unser Haus fürs nächste halbe Jahr ist ein 8,5 m langer und 3 m breiter Camper.

Lustigerweise kommt gerade eine dänische Familie von ihrem Trip zurück und sie und zwei kleine Kinder kommen mit vollen Händen zu unserem Camper. Wir bekommen einen Griller mit Kohlen, einen Toaster, Toilettpapier, alle möglichen Gewürze, Waschmittel, Seifen, und und und…. es reißt gar nicht ab. Sogar Tomaten Schokolade und Kekse wechseln den Besitzer. Wir plaudern noch ein bischen, dann sind sie weg. Die Dänen sind wirklich ein bezauberndes Volk!!!

 

Wir verstauen alles, Platz haben wir ja genug – wir haben aber auch schon genug Zeug…. und jetzt endlich Start zu unserer Reise. Die erste Strecke ist kurz, nämlich gleich wieder zum Nachbarn, zur Tupperwarezentrale. Ich möchte ein Paket mit ausgefallenen Sachen nach Wien schicken. Also nochmals in den Shop und dann eine Post suchen. Nicht so einfach, mit all den Formularen, aber jetzt ist auch das erledigt. Ein Paket mit 4,5 Kilos kostet 70 Dollar…. aber für Tupperware tut man doch alles 🙂

Als Nächstes ein Großeinkauf bei Wallmart. Wir befüllen einen Riesenwagen mit den wichtigsten Dingen. Schinken, Brot (ganz klar nur weiss, aber wenigstens ein Baguette), Bettdecken, Leintücher, usw…  ja und natürlich Wein und Weingläser nicht zu vergessen. Bei der Kassa zahlen wir 150 Dollar und fassen sage und schreibe gezählte 29 Plastiksackerl aus. Ich will einige Dinge so in den Wagen räumen, doch das erlaubt die Kassierin nicht. Sie kommt extra aus ihrer Kassa raus, um mir die Dinge wieder aus dem Wagerl zu nehmen…… das zum Thema Umweltschutz in den USA.

Im letzten Moment entdeckt Robert noch ein frisches Grillhendl, und wir geniessen im Auto unser erstes Mahl. Hendl mit einer großen Schüssel Salat und kalifornischem Weisswein.

Die Zeit rennt schnell dahin und als wir zum geplanten Schlafplatz, einem Erholungspark kommen, ist dieser schon geschlossen. Die Dame beim Empfang läßt sich nicht erweichen, uns das Tor noch zu öffnen, weil es schon nach 7 Uhr ist. So ein Mist. Dank dem Heiligen TOM TOM finden wir bald den nächsten Campingplatz, wo zwar auch niemand mehr beim Empfang ist, wir aber einfach reinfahren können. Wir schließen Strom und Wasser an und verbringen einen netten Abend mit dem restlichen Weißwein.

 

Tag 4 – Orlando – Ostersonntag

Zur Feier des Tages Frühstück bei Perkins. Robert kennt die Kette aus Canada , und am Ostersonntag muss das sein. Wir frühstücken reichlich und sehr gut und Robert bekommt seine heißbegehrten Egg Benedict.


Jetzt sollte endlich der Besuch eines Outlets sein, schließlich sind wir schon drei Tage in Florida:-) Doch im Augenwinkel entdecken wir von der Straße etwas, das Robert sofort auf die Bremse springen lässt. Ein Bass Pro Shop !!!! Das ist etwa so , als wenn wir beim Ostereiersuchen auf ein goldenes Ei gestoßen wären.
Der größte Outdoorladen Amerikas!!!! Es ist ein Riesenblockhaus, wo es alles gibt, was ein Mensch jemals in der Natur gebraucht hat, und vielleicht noch brauchen wird oder auch niemals brauchen wird, aber haben muss. Von Crocs in Tarnfarben bis zu den Schwimmwesten für Hunde in allen Größen. Unglaublich…. und jetzt kommt mein Ostergeschenk an Robert, ich schenke ihm die Zeit, sich eine Angel für den Urlaub auszusuchen. Das ist auch eine ganz leichte Übung…. laut Angaben eines Verkäufers sind etwa 3500 Angeln hier ausgestellt. Stunden später finde ich Robert  wieder und er ist jetzt auch fast fertig mit seinem Einkauf. Kann man einen sonnigen Ostersonntag schöner verbringen? Robert meint: NEIN!!!

Der Tag sollte so weitergehen. Endlich erreichen wir das Outlet das wir suchten und Robert schlägt auch schon wieder zu. Hemd , Hose, usw. Wir genießen das Herumschlendern in der Sonne… Jetzt machen wir das, was wir im äußersten Fall für das Ende des Urlaubs vorgesehen hatten. Wir kaufen eine dritte Reisetasche.  Wir wissen schon jetzt, wir werden sie brauchen.

Und weiter, zur Feier des Tages gehen wir Lobster essen!!! Zum einen, um Ostern zu feiern, zum Anderen den Start unseres Urlaubs:-) und ich gönne mir dazu ein Glas Weißwein (10 $). Wir genießen es!!!!!

So kann es aber nicht weitergehen. Ab morgen wird selbst gekocht. Schauen wir mal…..

 

Tag 3 – Orlando – Mickey Mouse, Coca Cola und andere kulturelle Höhepunkte

Kurz hatten wir überlegt, heute oder morgen einen Themenpark zu besuchen. Angesichts der Menschenmassen und dem Osterwochenende haben wir das allerdings schnell wieder verworfen.  Wir kennen ja schon fast alle Parks, ich war überhaupt erst vor einem Jahr mit Tupperware im Magic Kingdom und für uns ist es viel unterhaltsamer es langsamer anzugehen, anzukommen, und uns ein wenig zu orientieren.

Wir finden einen Bauernmarkt, wo es ein unglaubliches Angebot an frischem Obst und Gemüse gibt, wie eine Oase in der Wüste, da müssen wir uns unbedingt am Montag eindecken. Ausserdem kaufen wir schon mal in einem Drogeriemarkt Toilettartikel ein.

 

Am Nachmittag dann aber doch nach Disney Springs. Das ist ein großes Areal mit vielen Lokalen, Live Musik, verschiedenen „Welten“ von Disney, Coca Cola, Harley, etc. Wir staunen uns durchs Planet Hollywood, einem Riesenlokal, Filme laufen an den Wänden , in Vitrinen sind Originalkostüme von US Filmen ausgestellt.  Das ist wahrlich unterhaltsam.

 

In der World of Blues sitzen wir in einem „Biergarten“ trinken Bud´s und lauschen einem Aufritt der Smokin´ Torpados, essen warme Bretzeln (hier gerade sehr populär) und damit es nicht zu gesund ist, werden die hier in warme Käsesauce getaucht….

 

Wir schlendern noch im Park herum und geniessen die Sonne, sind aber wegen des Jetlegs doch wieder bald im Quartier zurück.

Tag 2 – Orlando – Im Tupperhimmel:-)

♥  Ausgeschlafen, was für eine Wohltat. Und dann gleich die Nachricht von zu Hause, dass das Bloggen geht…. hurraaaa!!!!!  Frühstück im Motel, wie man sich ein amerikanisches  ungesundes Frühstück vorstellt. Ok, einmal  erlauben wir uns das.

Am Airport holen wir uns ein kleines Auto für drei Tage. Es ist ganz witzig, wir werden in eine Halle geschickt und die Dame meint nur, suchen Sie sich unter denen einen aus!!!   Wir sind völlig überfordert. Wir entscheiden uns für ein Auto, geben unsere Rucksäcke rein….. um dann festzustellen, dass vielleicht der Wagen daneben etwas besser ist…..  steigen ein,  dann ins nächste, dann wieder ins nächste, um dann wieder beim ersten zu landen und dieses zu nehmen …….

Jetzt zu Cruise America , vielleicht  steht unser  Camper schon da ….   Noch nicht da… 🙁  Wir schauen schon mal in einen Wagen der gleichen Größe rein und sind begeistert. So viel Platz, das wird ein Traum. Zur Sicherheit werfen wir noch einen Blick auf die Küchenausstattung, um zu wissen, was wir noch besorgen müssen.

Jetzt zum Höhepunkt des Tages. Besuch im Tupperware Headquarter. Ich erstarre ehrfürchtig vor dem berühmten Freundschaftsbrunnen. Ich war ja  schon vor einem Jahr hier, es ist aber wieder genauso aufregend,  in die heiligen Hallen zu schreiten.  Auch Robert ist beeindruckt. Ein kleines Museum, die Hall of Fame, und  im Shop tobe ich mich richtig aus und kaufe gleich um 250,00  Dollar ein. Nicht, dass ich nicht einiges zu Hause hätte, aber ich glaube, das werde ich alles im nächsten halben Jahr im Wohnmobil brauchen. Naja, vielleicht nicht alles, aber ich musste es unbedingt haben?

Ich trenne mich schwer, doch jetzt kommt der nächste wichtige  Tagesordnungspunkt. Es muss eine Nespressomaschine her. Ohne die kann die Reise gar nicht stattfinden, das war zu Hause schon klar! Das gestaltet sich gar nicht so einfach. Nespresso ist hier lange nicht so populär wie bei uns. Aber wir schaffen es, nachdem wir drei verschiedene Malls aufgesucht haben. Beim Zahlen erstarre ich kurz!!!! Sowohl Maschine aber vor allem Kaffeekapseln sind genau doppelt so teuer wie bei uns, und ich habe mich schließlich schon mit 500 Kapseln eingedeckt…… Trotzdem verlassen wir glücklich das Geschäft.

Jetzt noch schnell ein neues Sommeroutfit für Wauzi. Da gibt es hier ein Spezialgeschäft, und das muss jetzt auch noch sein. Kurze Hose und T-Shirt, passend für Florida:-) die Daunenjacke aus Canada ist für den Süden eindeutig zu warm..hihihihi

 

 

So, alles Geplante erledigt, wir können schlafen gehen….

Tag 1 Es ist so weit !!!

 

Jetzt ist es endlich so weit… schon um 6.15 (gähn…..) von zu Hause weg. Kurz noch die Wohnung „versorgt“, dann geht´s los. Obwohl Edi, mein Bruder, heute seinen 60-er hat (Happy Birthday Bruderherz!!!) stehen er und Gina auf und bringen uns nach Schwechat. Gepäck haben wir mit 2x 23 Kilos gut hinbekommen. Ich hoffe doch, dass wir nichts Wesentliches vergessen haben. 9.10 mit Lufthansa nach Frankfurt.  Ich decke mich aus lauter Panik, dass ich nicht genug „echte Bücher“ zu lesen habe, hier noch mit 5 Romanen auf Deutsch ein.

Beim Kaffee kommt der Schreck. Meine Blogadresse funktioniert im Ausland nicht…..

Krisen-Telefonat mit Edi, meinem IT–Berater…. Hoffentlich kriegt er das hin, das wäre ja megablöd. Jetzt hab ich extra einen Kurs gemacht und mich so lange damit beschäftigt, und jetzt sollte das nicht gehen, na hoffen wir das Beste.

Um 13.50 Weiterflug nach Orlando. Es klappt alles wie am Schnürchen, aber ich bin den ganzen Tag todmüde, die letzte Nacht war doch nicht so ausgiebig. 9,5 Stunden Flug. Die Einreise ist komplett problemlos, obwohl der Beamte doch ziemlich erstaunt ist, dass wir hier 6 Monate Urlaub machen. In Orlando warten wir nicht mal mehr auf den Hotelshuttle sondern gönnen uns gleich ein Taxi ins Days Inn, unser Quartier für die nächsten 4 Nächte. Unser Wohnmobil übernehmen wir erst am Montag. Todmüde fallen wir ins Bett, schließlich ist es bei uns schon drei Uhr früh…

 

 

 

USA-Canada 2017 Der Countdown läuft, nur noch 6 Tage

 

Nur noch 6 Tage…. Eigentlich bin ich noch gar nicht nervös, sollte mir das Angst machen??? Wir haben noch immer nicht gepackt, aber schon darüber nachgedacht, was wir alles mitnehmen wollen. Die Sachen, die man besorgen muss sollten alle schon zu Hause sein. Vielleicht starte ich doch heute mal, meine Taschen zu befüllen und vor allem auch abzuwiegen. 23 Kilo pro Person für ein halbes Jahr ist nicht gerade viel. Andererseits brauche ich nicht mal so viel Wäsche wie für einen 3-Wochen Urlaub. Wir müssen ja ohnehin etwa alle 14 Tage Wäschewaschen. Hab in verschiedenen Foren gelesen, dass man bei vielen Maschinen nicht mal die Temperatur einstellen kann…. Schreck… also eher nicht die Lieblings T-shirts mitnehmen. Und kaufen wollen wir ja schließlich auch etwas….

Übrigens, das am Bild oben ist Wauzi, unser ständiger Reisebegleiter. Er hat sich schon einen Platz in Roberts Schlafsack gesichert, damit wir ihn jaa nicht vergessen 🙂